Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Frag doch mal die anderen (Teil 12): Günter Eckert

Günter Eckert stammt aus Bayern und ist über Südtirol nach Baden-Württemberg gelangt. Hier haust er – wie er erzählt – seit 1999 mit seiner Frau Mariétou und ihren inzwischen drei Kindern. Weil das mit der Schauspielerei nicht geklappt hat, arbeitet er im Rechnungswesen und bloggt über seinen Sport.

01.  Ich schwimme, weil…
… ich das Gefühl liebe, durchs Wasser zu gleiten. Wenn es mal richtig gut läuft, wenn ich spüre, wie die Hände und Arme den Widerstand des Wassers nutzen, um den Körper vorwärts zu treiben, dann fühlt sich das einfach großartig an. Ab und zu kommt das sogar vor.

02. Wo und wie hast Du schwimmen gelernt? Wie alt warst Du damals?
Schwimmen habe ich vor 50 Jahren im Hallenbad Regensburg gelernt, als ich gerade in die Schule kam. Na ja, was man da so schwimmen nannte. Seit ich im Verein schwimme, sieht es schon viel besser aus.r-ge1 Weiterlesen


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Madeira: Land und Leute (Madeira #3)

wanderung-m-14Nein – das ist weder ein Wander-, noch ein Outdoor-, noch ein Fotoblog. Da erwähnte ich schon öfter. Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass ich über Wanderungen, ausgedehnte Spaziergänge oder andere Aktivitäten blogge, die nichts mit Schwimmen zu tun haben. Über’s Schwimmen auf Madeira habe ich bereits berichtet – hier klicken, auch über die Lavapools. Was es sonst fern des Wassers zu sehen/entdecken gab, finden Sie in diesem Beitrag. Und wen das skurrilste Ferienerlebnis interessiert – der klickt einfach hier.
Wer eine Reise tut, der hat eben viel zu erzählen.
Ich mache das mit Fotos und sehr wenig Text. Jeder, der des Lesens und der Benutzung von Google mächtig ist, kann sich die weiterführenden Informationen ohnehin aus Reise- und Wanderführern und von einschlägigen Webseiten holen. Wenn es Sie nicht interessiert, dann schließen Sie jetzt einfach das Blog. Und wenn doch… einfach weiterlesen.

Andererseits: Es hätte schlimmer kommen können. Denken Sie (sofern Sie ein gewisses Alter haben) an die zauberhaften Diaabende bei Freunden. Man scharte sich im mühsam abgedunkelten Wohnzimmer vor der Kristallperlleinwand und dämmerte im Angesicht kommender 450 Bilder in den Halbschlaf. Das monotone Brummen des Projektor-Lüfters, das rhythmische Geräusch des kleinen Ärmchens, das die Dias zwischen Lampe und Linse zog, das endlose Erklären des Urlaubers, was man auf seinen Fotos alles entdecken könne…
Nach 50 Bildern wurde die Diaschiene gewechselt, Luft holen für alle, schnell ein paar Knabbereien und ein Getränk. Dann ging es weiter. Ein Neuntel war geschafft. Da ist doch ein wenig Scrollen viel bequemer:

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I did the Atlantic Ocean (Madeira #2)

… was nur so viel bedeuten soll, als dass ich Ende November noch ein paar Mal meinen Fuß in den Atlantischen Ozean gesteckt habe. Madeira ist nämlich nicht das, was man ein ausgesprochenes Schwimmerparadies nennen kann. Aber dafür waren wir auch nicht hergekommen.
Trotzdem drängt es mich natürlich zum und danach in den Ozean – vor allem, als ich merke, dass der Hotelpool der Größe nach eher einer Vogeltränke als einem Schwimmbecken gleicht…

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Offen gestanden: Es lohnt sich nicht mal, in das Becken zu steigen, denn mehr als ein Schwimmzug ist nicht drin. Weiterlesen


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Im Lavapool von Porto Moniz (Madeira #1)

Wild brüllt der Atlantik gegen die Nordküste der Insel Madeira. Das Thermometer zeigt an der Küste kaum 16°C, in den Bergen der Insel fällt es auf 4°C herunter. Regen hängt in der Luft. Das ist nicht gerade das, was man unter Sommerurlaub versteht, aber es ist schließlich auch Ende November, da darf es schon mal ein paar Grad kühler sein. Wärmer als daheim ist es allemal. monizblog08

Auf dem Urlaubstagesprogramm steht eine Fahrt in den Norden der Insel, nach Sao Vicente in die Lavahöhlen und weiter über Seixal und Porto Moniz. An Baden im Meer ist schon allein wegen der meterhohen Brandung nicht zu denken, ohnehin besteht der Großteil der Küste aus steilen Basaltfelsen und Kliffe. Aber selbst in der „geschützten“ Bucht von Seixal würde der Seegang einen nicht nur erst von den Füßen, sondern danach wohl unweigerlich mit sich reißen. Die Wellen sind meterhoch. Blaue Flecken wären wohl das Harmloseste, was einem zustoßen könnte. Weiterlesen


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Buxenparade (Teil 8): Jammern bis der Arzt kommt

mk3Jammern bis der Arzt kommt?
Logisch. Seit ich vor einigen Jahren eine Arena-Flex Jammer gekauft habe, dachte ich, das wär’s jetzt. Es war die dritte Badehose, die ich gekauft habe: Die erste Jammer. Ich dachte, nun sei es so weit, nun könnte ich es mir leisten, in einer ausgesprochen sportlichen Hose im Schwimmbad aufzulaufen – alle Peinlichkeit und alle Scham waren von mir abgefallen.
Die erste Jammer war vor lauter Schwimmen schnell durchgewetzt, sie wurde mit der Zeit immer schlabbriger. Ersatz musste her. Der zweiten Billig-Jammer riss peinlicherweise die Naht während eines Schwimmbadbesuchs. Ab in de Tonne: Der Fall war schnell erledigt.
Also kaufte ich eine weitere Arena-Flex , war so zufrieden, dass ich nicht nur das Moveless Knee Watching optimierte, sondern mit großer Zerknirschung beobachtete, wie sich die applizierten Buchstaben zu lösen begannen. Weiterlesen


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Bahn frei für die drei Muskeltiere

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Musketiere – das Original

Um es gleich vorweg zu sagen: Das „l“ im Wort Muskeltiere steht dort mit Absicht. Als Kind hatte ich eine Abenteuerschallplatte mit der Geschichte der Musketiere und habe das „l“ immer mitgehört, was letztlich dazu geführt hat, dass ich von den Muskeltieren Athos, Porthos und Aramis erzählt habe: Allgemeines Gelächter allüberall und ich stand wieder einmal da wie blöd. Ich wusste nicht mal, warum die alle über mich lachen…

An dieser Stelle aber passt es ganz gut, das Wort aus der Versenkung meiner Kindheit zu holen. Denn nach absolviertem Schwimm beobachte ich drei Krauler, die sich nach und nach die Sportbahn erobern. Es herrscht Hochbetrieb, die letzten Feierabendschwimmer sind aus ihren Büros herausgequollen. Acht Menschen ziehen unermüdlich ihre Kreise, das Tempo der Schwimmer ist relativ ähnlich, daher geht es trotz der Fülle einigermaßen entspannt und friedlich zu. Schwimmen und schwimmen lassen – überholen und überholen lassen. Das funktioniert bestens, trotz der Enge.

Doch dann kommen die drei Muskeltiere: Durchtrainiert, markig und aufmerksamkeitsheischend stehen sie am Beckenrand bevor auch sie sich auf die Sportbahn begeben. Sie alle tragen Badekappen mit Aufdrucken diverser Triathlonveranstaltungen, auf den Kappen prangen handgeschriebene Nummern – das weist die als Teilnehmer dieser Veranstaltungen aus. Und das wollen sie auch in der Halle gewürdigt wissen. Weiterlesen


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Frag doch mal die anderen (Teil 11): Yasmine Pliessnig

Heute: Yasmine Pliessnig.

Yasmine Pliessnig ist 18 Jahre alt, Schülerin und kommt aus Wien. Früher ist sie leistungsmäßig geschwommen und hat nach zwei Jahren Pause wieder Spaß am Schwimmen gefunden, jedoch war das Poolschwimmen nach 9 Jahren Wettkämpfen für sie ausgereizt. Daher lernte sie die Liebe zum Open Water zu jeder Jahreszeit und zum Langstreckenschwimmen kennen.

YP0401. Ich schwimme, weil…
ich es als Ausgleich zum Alltag brauche. Habe gemerkt, dass, wenn ich im Schwimmsport kein Ziel vor Augen habe, ich mich auch nicht dazu zu überwinden kann, für die Schule zu lernen und diese schleifen lasse. Und nicht zu vergessen die guten Freunde im Verein und bei den Wettkämpfen die man nicht missen will.

02. Wo und wie hast Du schwimmen gelernt? Wie alt warst Du damals?
Mich über Wasser zu halten habe ich schon sehr früh gelernt, da meine Mutter Angst um mich hatte. Ich bin nämlich immer als Kind Richtung Wasser gelaufen, obwohl ich noch nicht schwimmen konnte. Das muss mit ca. 2 oder 3 Jahren passiert sein. Im Verein habe ich dann mit 5 Jahren zum Trainieren begonnen.

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Gastbeitrag: Als Rollstuhlfahrerin im Schwimmbad

Von Dagmar Reger

„Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen,
ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.“

Dieses alte indianische Sprichwort haben wir sicher alle schon einmal gehört und viele bestimmt auch genutzt, aber es ist manchmal gar nicht so einfach, sich auf „die andere Seite“ zu begeben.
Seit einem Unfall 1993 bin ich gehbehindert, bisher bewegte ich mich aber mit Unterarmgehstützen (oder eben „Krücken“). Niemand schaut einen anderen komisch an, weil er diese Gehhilfen benutzt, denn meist ist das ja nur Folge eines Missgeschicks, jeder hatte das schon mal, alles bestens für den Normalbürger. Mittlerweile bin ich auf den Rollstuhl angewiesen und meine Welt hat sich extrem verändert!

Ich könnte nun lange darüber schreiben, wie es ist, wenn Menschen plötzlich nicht mehr mit mir, sondern nur noch über mich reden, wie es sich anfühlt, wenn man im Geschäft vom hilfreichen (und sehr laut und langsam sprechenden) Verkäufer nicht mehr selbst nach der gewünschten Kleider- oder Schuhgröße gefragt wird, sondern der hinter dem Rolli stehende Ehemann, aber heute will ich mich nur einem Thema widmen – dem Besuch im Schwimmbad.

 

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