Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Blogparade: ‚Kleine Rituale‘ – Ente muss mit!

Kleine Rituale - Einladung zur BlogparadeAuf meinem Zwetschgenmannblog läuft derzeit eine neue Blogparade. Es geht um kleine Rituale. Die bisher veröffentlichten Beiträge finden Sie hier, wenn sie mitmachen wollen, finden Sie hier alle Informationen.
Einen Beitrag habe ich unter der Überschrift Zählen, Zählen, Zählen bereits veröffentlicht. Nun folgt hier mein

Zweiter Beitrag

Gibt es ein besseres Ritual, als den Anspruch zu erheben: Mein Parkplatz – meine Kabine – mein Spind – meine Dusche – meine Liege – meine Bahn?
Am liebsten würde ich wie so ein Hund mein Revier markieren und damit immerwährende Ansprüche erheben. Darüber habe ich bereits geschrieben. Mehrfach sogar habe ich klar gemacht, dass ich nur diesen einen Spind will und sonst keinen. Das brachte mir den Ruf ein, ein Spindschrankneurotiker zu sein, aber auch die Solidarität vieler, die eben auch diesen einen Lieblingsspind im Schwimmbad haben und kreuzunglücklich oder vollkommen genervt sind, wenn dieser mal wieder besetzt ist. Nichts also, was man wiederholen müsste.

Und damit wird es schwierig, feste Rituale zu finden, zu unterschiedlich sind die Schwimmbadbesuche, sowohl, was die Zeit angeht, als auch die Auswahl, wohin ich fahre. Im Sommer wird es mit den Seen noch komplizierter. Da können sich einfach keine immer gleichen Abläufe herausbilden, es sei denn, die wesensimmanenten: Also hinfahren, umziehen, duschen, schwimmen, duschen, anziehen, heimfahren.
Hätte nicht Ironblogger-Freundin Claudia einen ganz wunderbaren Beitrag in dieser Blogparade geschrieben, würde ich wohl noch immer grübeln. Aber Claudias Text Nimm mich mit auf die Reise ist wieder mal so ein Text, der einem die Augen öffnet. Claudia nimmt bestimmte Gegenstände auf ihre Reisen, und schon macht es Klick.
Ja genau.
Das kenne ich. Ich habe auch so einen Gegenstand (bzw. mehrere der gleichen Gattung), die zumindest im Sommer mit in den Urlaub fahren. Weiterlesen

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Immer feste drauf – ich brauch das

Fast schon verschwenderisch, wie der Oktober es in diesem Jahr krachen lässt. Mit bis zu 24°C kam er schon wieder an den Sommer heran, zumindest aber den Spätsommer. In den vergangenen Tagen zog es mich immer wieder in den Weiher oder zum Spazierengehen in die Berge. Zwar sind die Nächte kühl und das Wasser bring es kaum mehr auf Temperaturen über 12° bis 13°, aber für ein Ründchen oder Stündchen im Weiher langt es schon noch. Nach mehreren Ausflügen ins herbstliche Freiwasser kostet es mich nicht mal mehr Überwindung, mich vom Steg aus ins Wasser fallen zu lassen, im Neoprenanzug, mit zwei Silikonkappen und einer das halbe Gesicht abdeckenden Brille, lässt es sich gut aushalten.
Ich weiß, viele schwimmen ohne das alles im See, auch hier im Weiher habe ich am Wochenende einige Menschen schwimmen gesehen – nur in Badegarderobe. Ich finde das bewundernswert, meine Sachte ist das nicht. Ich pelle mich lieber in den Neoprenanzug, aber dann bin ich ein gutes Stück länger drinnen. Ich schwimme, lieber 50 Minuten mit Anzug als 15 Minuten ohne. Das Für und Wider zu erörtern, wie es bisweilen in den sozialen Netzwerken passiert, finde ich spätestens dann enervierend, wenn die Ohne-Schwimmer die Mit-Schwimmer zu überreden versuchen, ihnen es gleich zu tun, weil nur das ihrer Meinung nach das einzig Wahre ist. Für mich gilt: Jeder soll nach seiner Fasson selig werden, da bin ich ganz preußisch.

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Von Schmugglern keine Spur – ein Spaziergang zwischen Schleching und Kössen

Es muss schon ein bemerkenswert intensiver Warenaustausch zwischen Bayern und Tirol gewesen sein. Ob das heute auch so ist, weiß ich nicht – ich rede von damals. Mit Damals meine ich die „gute alte Zeit“ – also nicht die Zeit, als Winter noch richtige Winter waren und wir kilometerweit durch meterhohen Schnee… lassen wir das. Das glaubt ohnehin keiner.
Damals – damit meine ich die Zeit, als die Bayern und die Tiroler von gekrönten Häuptern regiert wurden, auf der einen Seite der König, auf der anderen Seite ein Kaiser. Und die hatten natürlich zur Aufbesserung ihrer Staatfinanzen großes Interesse an diesem Handel.
Mauthäusl hüben wie drüben – Zöllner, Hand auf, Geld raus. Und dann geht es weiter.
Dass weder die Bayern noch die Tiroler davon begeistert waren und Wege suchten, die Zollstationen zu umgehen, wundert nicht. Und so schlugen sie sich zum Beispiel zwischen Schleching und Kössen abseits der Handelswege in die Berge und schmuggelten, was das Zeug hält.

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Freitag der 13. – Frust und Lust

Natürlich wäre es ein Akt jener sprichwörtlich gewordenen selffullfilling prophecy, würde man davon sprechen, dass am Freitag, dem 13, alles schief läuft. Und wenn schon nicht alles, dann wenigstens etwas. Aber eigentlich ist (zumindest bisher) heute nichts schief gelaufen. Zumindest bei mir nicht. Zugegeben, meine Frustrationstoleranz ist zur Zeit nicht besonders groß, vieles hat nicht so geklappt, wie gedacht. Manches hat unsagbar lange aufgehalten (Stichwort: Steuererklärung), und dann kündigt man großspurig an, dass man Anspruch auf Spind 157 erhebt, nur damit am nächsten Tag im Hallenbad irgendein Typ auf der Brennsuppn daher geschwommen kommt, sich den Spind kapert und dann zum Planschen, Brüsteln, Liegeplattliegen oder sonst einem unsinnigen Tun in die Halle geht.
Mit schöner Regelmäßigkeit veröffentlichen andere Schwimmer, dass sie noch immer in Seen und Weihern unterwegs sind, einige sogar nur in Badebekleidung – also nicht mal im Neo. Nur ich, ich bekomm es nicht auf die Reihe.
Da soll man nicht frustriert sein….
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Nur ganz kurz bitte Ihre Aufmerksamkeit

Die Hallenbadsaison hat wieder begonnen – mit all seinen Nachteilen (zu voll, zu warm, zu nervig) und seinen Vorteilen. Und damit erst gar keine Missverständnisse aufkommen: Auch in dieser Saison ist dieser Schrank meiner einer. Das war schon 2016 so, und 2015 und überhaupt!

Was heißt: Ihnen stehen knapp 500 andere Schränke für Ihre Garderobe und Ihr Geraffel zur Verfügung, also lassen Sie Finger von diesem einen.
Die meisten wissen es ja sowieso, aber es kann ja nicht schaden, es denen in Erinnerung zu rufen, die das vielleicht vergessen haben könnten. Bekanntlich bin ich ein Spindschrankneurotiker und kann extrem ausfallend und ungemütlich werden, wenn ich diesen einen Schrank nicht nutzen kann, weil irgendein (hier irgendein unflätiges, beleidigendes Wort einfügen) den Schrank blockiert.

Natürlich müssen Sie den Schrank nicht freihalten, wenn ich sowieso nicht schwimmen gehe – was eigentlich sehr oft der Fall ist. Und natürlich auch nicht in den Schwimmbädern, die ich sowieso nicht besuche. Aber die wenigen Stunden pro Woche, die ich in einem Hallenbad meiner Region bin, hätte ich gerne wieder meinen Schrank.

Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt, oder?
ODER?

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Kooperation.


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Lesetipp (Teil 2): „Rheines Wasser“ von Andreas Fath

Was treibt einen Menschen an, einen Fluss von der Quelle bis zu Mündung abzuschwimmen?
Ist es eine spinnerte Idee oder eine geniale?
Noch dazu, wenn der Fluss hoch in den Alpen entspringt, zu einem reißenden Wildwasser wird, dann immer gemächlicher fließt und schließlich zu einem breiten Strom wird – einem der meist befahrenen Gewässer Europas.
Andreas Fath wollte es so – also schwamm er den Rhein hinunter – zumindest da, wo er konnte, fast überall, bis auf Staustufen, Kraftwerkswehre, den berühmten Rheinfall und Hafeneinfahrten. 1231 Kilometer. Einen Sommer lang.
Nun ist Andreas Fath nicht etwa Profischwimmer, eher ein leidenschaftlicher, kämpferischer Amateur. „Als Langstreckenschwimmer habe ich eine geradezu leidenschaftliche Beziehung zum Wasser entwickelt“ sagt Fath, der mittlerweile auch in den USA den Tennessee-River auf 1.049 Kilometern durchschwommen hat, von sich selbst auf seiner Internetseite. Weiterlesen


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Frag doch mal die anderen (Teil 22): Mirjam Schall

Mirjam Schall – kurz Mim – ist 40 Jahre jung und liebt das Schwimmen. Hauptberuflich ist sie Arztfachhelferin, Op-schwester, sie lebt zusammen mit ihrem Partner Philipp und ihrer Tochter Selina in der Triathlon Hochburg Roth. Meist ist sie dort im heimischen Rothsee unterwegs. Entweder „flundert“ sie, wie sie selbst sagt, alleine herum oder mit meinen Lieblingsmitschwimmerinnen Carina und Lunel oder sie betreut dort eine ihrer Trainingsgruppen, um ihnen die Freude am Freiwasser nahe zu bringen.

01. Ich schwimme, weil…
ich dadurch meine Krankheit besiegt habe und mir mein Leben zurück geholt habe. Weiterlesen