Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Daheim im Holz

Nein. Das Schnauppinger Holz muss man nicht kennen. Es ist ein kleines Waldstück zwischen Schnaupping (daher der Name), Pyramoos, Rain und Oberndorf – Orte, die allesamt so unbedeutend sind, dass sie nicht mal auf Landkarten zu finden sind, es sei denn im Maßstab 1:60.000 oder noch feiner. Es sind Nester im Oberbayerischen nördlich der B12 und westlich der B15. Oder, um es anders zu sagen: Mehr oder weniger in meiner direkten Nachbarschaft. Im Schnauppinger Holz
Das Waldstück ist so unspektakulär, dass nicht mal Google viel darüber findet, von ein paar Berichten über Hochsitz-Zerstörer und einem orientierungslosen Rentner, den das Navi mitten in das winterliche, völlig verschneite Schnauppinger Holz geführt hat, einmal abgesehen. Aber das ist auch schon sieben Jahre her.

Nachdem es in der Nacht von Freitag zum Samstag gestürmt und gewittert und den Samstag den halben Tag wie aus Eimern geschüttet hat, holt sich der Spätsommer den Sonntag. Es ist warm, sonnig und ein wenig dampfig. Genau richtig, um ins Holz statt ins Wasser, also spazieren statt schwimmen, zu gehen…
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Mehr Meer wäre schön gewesen…

Ein wenig war schon zu lesen (also drei Beiträge) vom diesjährigen Sommerurlaub auf der griechischen Insel Euböa. So von der Wanderung in der Dimosari-Schlucht und zu  den antiken Säulen (Kylindri) am Mount Ochi. Aber das zentrale Thema dieses Blogs ist es ja nicht, über das Leiden der Sklaven in der Antike nachzudenken oder seine verlorene Schuhsohle zu betrauern. Es geht hier ja überwiegend ums Schwimmen. Also blicke ich in diesem Beitrag  darauf zurück und fasse zusammen: Weiterlesen


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Challenge 2017 (Teil 6): Am Ammersee – ein „Himmelfahrtskommando“

Doch noch – ich hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt. Bereits im vergangenen Jahr hatte ich mir vorgenommen, im Ammersee von A nach B zu schwimmen (wobei die Ortschaften A und B beliebig zu wählen waren), eine Aufgabe, die 2016 unerledigt blieb. Vielleicht lag es daran, dass ich mich auf Mitschwimmer verlassen hatte, die Interesse bekundet hatten, und insgeheim einzuplanen, dass damit die Logistik, zurück nach A zu kommen, geregelt hätte werden können.
Dem war nun nicht so, also musste ein Alternativplan her, der mich autark von anderen macht und dann eben die Ammersee-Schifffahrt mit einbindet. Der Plan war schnell gereift. Am Nordende in Stegen das Ausflugsboot zu besteigen, gleich darauf an dem nächsten Halt in Schondorf zu verlassen, den See von dort zu queren und dann am Ostufer von Buch am Ammersee zurück nach Stegen zu schwimmen. Ein Teilstück, das ich bereits 2015 geschwommen war.
Aufrufe in den Facebook-Gruppen Schwimmzone und Bist Du heute schon geschwommen sollten um Mitschwimmer werben, normalerweise bin ich eher der Einzelgänger, aber gerade solche Aktionen machen zu mehreren noch mehr Spaß.
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Ziegen, die auf Menschen starren… Wanderung zu den Kylindri bei Karystos

Es muss schon ein wahrer Scheißjob gewesen sein… andererseits: Diejenigen, die ihn ausüben mussten, hatten gar keine andere Wahl. Vermutlich galt die Devise:
Mach es und verreck dran oder verreck gleich.
Steine klopfen ist auch heutzutage kein Spaß, aber in der antiken Welt muss es eine furchtbare Knochenarbeit gewesen sein, vermutlich bewältigt von Sklaven, Zwangsarbeitern oder Kriegsgefangenen, keine Ahnung, aber es wäre naheliegend.
Aber der Steinbruch auf dem Südhang des Berges Ochi auf der griechischen Insel Euböa war halt lukrativ. Marmor war ein begehrter Baustoff, nicht nur der schneeweiße, wie man ihn von Carrara her kennt, auch der zwiebelbemusterte aus Karystos.
Also beuteten die Römer ihn aus, wie alles, was damals zu ihrem Weltreich gehörte. Marmorsäulen wurden dort aus dem Fels gehauen, ins Tal transportiert, verschifft und von dort in andere Städte des Imperium romanums gebracht.

Irgendwann war das dann aber vorbei – Rom hatte im 2. Jahrhundert zunehmend andere Probleme als den Bau von Tempeln und Palästen. Weiterlesen


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Challenge 2017 (Teil 9): Wenn es Nacht wird…

Der Reiz des Schwimmens bei Vollmond ist riesig. Und die Faszination auch, von der ich ja bereits schon einmal etwas geschrieben habe.
Mit Schwimmen hat das Ganze freilich weniger zu tun, aber es ist unglaublich faszinierend, unter dem silbrigen Schein des Mondes in das dunkle, fast schwarze Wasser zu steigen und eine vorher festgelegte Strecke zu schwimmen, sofern man seinen Weg überhaupt findet.
Zwar sind nüchtern betrachtet die Herausforderungen, nachts schwimmen zu gehen, nicht wesentlich anders als tagsüber, trotzdem ist es ein kolossaler Unterschied. Es geht, das liegt in der Natur der Sache, ums Sehen und Gesehen werden, bzw. Kaum-mehr-was-sehen und Gar-nicht-mehr-gesehen-werden. Selbst wenn der Mond vom Himmel leuchtet, ist es nachts im Wasser nicht nur schwer, sich zu orientieren, es ist auch enorm schwer, einen Mitschwimmer im Auge zu behalten.
Das Ufer verschwimmt zu Konturen, Start und Zielpunkte sind kaum mehr auszumachen, wenn sie nicht besonders markant sind. Die kleine Unterwasserkamera scheitert nahezu bei jedem Bild. Weiterlesen


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Frag doch mal die anderen (Teil 20): Martin Böttcher

Martin Böttcher ist in West-Berlin geboren, arbeitet als freier Journalist in Berlin, vor allem für Radio und Fernsehen – und beschäftigt sichh meist mit Dingen, die mit Musik zu tun haben. Oder er geht schwimmen bzw. schreibt über das Schwimmen auf meinem eigenen Blog johnnywater.de
01. „Ich schwimme, weil…
weil das Schwimmen der mit Abstand schönste Sport ist. Schwimmen bietet so vieles auf einmal: Entspannung, Fitnesstraining, Wettkampfsituation, Miteinander. Am besten aber gefällt mir, dass ich als Schwimmer wie in einer anderen Welt bin, schwerelos und ungewohnt.

02. Wo und wie hast Du schwimmen gelernt? Wie alt warst Du damals?
Ich habe als Fünfjähriger schwimmen gelernt, in einer der vielen Hallen, die Berlin so hat. Heute nennt sich die Halle „Stadtbad Wilmersdorf I“, früher war es einfach die Schwimmhalle am Heidelberger Platz. Der Bademeister war halb ruppig, halb nett. Nett vor allem dann, wenn meine Mutter in der Nähe war, die sah nämlich nicht nur gut aus, sondern kannte sich auch mit dem Schwimmen aus, sie wäre nämlich um Haaresbreite als Schwimmerin zu den Olympischen Spielen in Melbourne gefahren (wurde aber im entscheidenden Rennen von meiner Patentante geschlagen). Aber das ist eine andere Geschichte.

03. Am liebsten schwimme ich im
Freibad, weil da jede Menge Kindheitserlebnisse hochkommen (manche von ihnen haben etwas mit Pommes Frites zu tun), die Luft, das Licht und irgendwie auch das Wasser besser sind.

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Challenge 2017 (Teil 8): Was Neues am Chiemsee – Der Kailbacher Winkel

Oft schon war ich zum Baden oder Schwimmen am Chiemsee. Es ist der See in Bayern, in dem ich mit Abstand am meisten geschwommen bin, die heimischen Weiher mal ausgenommen, aber das sind ja auch keine Seen. In den allermeisten Fällen ging es dabei von Felden bei Bernau los, also im südwestlichen Eck.
Zeit wurde es also, den See mal von seiner anderen Seite kennenzulernen. Aufgabe für 2017 also: Eine Strecke im Chiemsee dort zu schwimmen, wo ich noch nie war. Das ist keine allzu große Herausforderung, der See bietet genug Möglichkeiten, was mich schon jetzt dazu verführt, mir die gleiche Augabe auch 2018 zu stellen und so den zweitbesten See von allen immer wieder neu zu entdecken.

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Challenge 2017 (Teil 7): Langbürgner See – der Beste von allen!

„Entschuldigung. Sind Sie von hier, kennen Sie ich aus?“ Die Frau schaut etwas hilflos aus. Zwei Touristen im Status vollkommener Orientierungslosigkeit stehen am Ufer. Ein Ehepaar, Mitte 50 aus Ulm.
Die Angesprochene, eine ältere Frau, die mit ihrer Enkeltochter gerade zum Schwimmen gekommen ist, bejaht, nur um gleich darauf die nächste Frage der Urlauberin zu verneinen:
„Nein, das ist nicht der Eggstätter See. Das ist der Langbürgner See.“
Die Touristin, die sich das schon gedacht hat, bemerkt aber auch eine gewisse Ratlosigkeit bei der Einheimischen. Und schon bin ich unvermittelt in das Gespräch mit hineingezogen. Ich will gerade meine Seenquerung beginnen – einmal vom nördlichsten zum südlichsten Zipfel und zurück.
Der Eggstätter See, so erklärt die Frau, sei ihr von der Pensionswirtin in Bad Endorf empfohlen worden. Man sei dort auf Urlaub und wolle heute nicht unbedingt zum Chiem- oder Simssee. Weiterlesen