Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Paddeln oder nicht Paddeln – das ist jetzt die Frage

Ein Kommentar

Seit  Zeithabe ich die Jungs auf den Sportschwimmerbahnen im Markt Schwabener Schwimmbad respektvoll aus der Distanz beobachtet . Noch traue ich mich dazwischen. Noch bin ich zu langsam und damit den schnellen Langstreckenschwimmern. Sozusagen ein Mofa auf der Autobahn.
Also blieb ich im normalen Becken, ärgerte mich mit den Kormoranen herum und unterschwamm die Trennleine zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich. Ein wenig beneidete ich die Jungs schon. Weniger wegen ihrer Figur und ihre Kondition, denn das wäre lächerlich. Die sind alle rund 25 Jahre jünger, dessen bin ich mir durchaus bewusst. Aber ein wenig mehr von deren Fitness hätte ich auch sehr gern.
Viele schwimmen mit Paddeln und so langsam reift in mir der Gedanke, dass ich das gern mal ausprobieren möchte. Soll ich nicht einfach mal einen von den Jungs fragen, ob sie mir nicht mal für ein paar Bahnen ein Paddelpaar leihen können?
Einfach so zum Testen.
Die machen das bestimmt, aber ich irgendwie nicht. Da komme ich mir doch leicht bescheuert vor, warum eigentlich?
Im Laden und im Netz sehe ich, dass die Paddel zwischen 15 und 20 Euro kosten. So viel Geld ist das nun nicht, aber zu viel, um nur mal auszuprobieren, ob ich die eigentlich haben will.
Denn machen wir uns nichts vor:
Das Schwimmpaddel ist ein gutes Hilfsmittel, die Armtechnik zu verbessern. Es wurde eigens dafür entworfen, die Handposition des Benutzers zu verbessern und ihn bei seiner Schlagtechnik zu unterstützen. Das aerodynamische Design des Paddels erlaubt darüber hinaus einen möglichst guten Wasserkontakt. Das Schwimmpaddel hat Strömungslöcher, die den Trainingseffekt noch verstärken und das Gefühl des Schwimmers im Wasser verbessern und ihm auf diesem Wege zur perfekten Armtechnik zu verhelfen. Die Form des Paddels ist eines seiner wahren Stärken und ist so auf die Bewegungen angepasst, dass es dem Schwimmer dabei hilft, seine Armzugtechnik zu perfektionieren.
So heißt es in einer Produktbeschreibungen, die ich im Netz finde. Über den richtigen Gebrauch gibt es ebenfalls einige gute Ratschläge.

Paddel von Tribord. Produktabbildung vom Hersteller

Wenn Paddel für Grundlagentraining nicht zu gebrauchen sind, dann muss ich die nicht haben. Eigentlich.
Aber auf der anderen Seite will ich sie dann doch probieren. Und zwar im Freiwasser. Denn irgendwie komme ich mir im Schwimmbad ein wenig blöde vor. So unter lauter Profis.

Bei meiner Suche bei ebay entdecke ich für zwei Euro plus weitere zwei Euro Versand. Die kann ich ja mal kaufen und testen.
Da es keinen weiteren Bieter gibt, gehören die Paddel bald mir und sind auch umgehend in der Post.
Grund genug, am Abend noch mal zum Weiher zu fahren, und sie auszuprobieren.
Es stimmt schon, was man im Netz liest. Paddelschwimmen ist etwas völlig Anderes. Und die falsche Technik nimmt einem der Körper erst recht übel. Er rächt sich mit Muskelkater dort, wo ich niemals vermutet hätte, dass es in diesen Bereichen so viele Muskel geben kann.
Sprich: Mir Volltrottel tun am nächsten Tag Arme, Schultern und Rücken weh. Lange habe ich nicht mehr einen solchen Muskelkater gehabt. Denn natürlich habe ich es übertrieben. Alex nennt mich manchmal „Maniac“ – er weiß schon, warum er das tut.
Die ersteigerten Paddel werden sicher nicht die letzten sein, es sind auch nicht die besten. Aber für einen ersten Eindruck reicht’s.
Und noch etwas: Ich muss meinen Stil noch mehr umstellen. Die bisherige Umstellung von Brust auf Kraul (crawl?) geht noch zu langsam von statten.
Ich verstehe sowieso nicht, warum ich den anstrengenderen und rückenbelastenderen Bruststil bevorzuge. Aber das war immer schon so.
Mit Paddel bleibt mir gar nichts übrig, als mehr zu kraulen. Und das ist gut so…

Advertisements

Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

Ein Kommentar zu “Paddeln oder nicht Paddeln – das ist jetzt die Frage

  1. Wieviele Notebooks hast du eigentlich schon in Schwimm-Equipment angelegt? Können wir da mal eine Aufstellung bekommen?

    Das einzige was ich unbedingt noch bräuchte wäre ein wasserdichter MP3 Player, weil es schon ein Bisserl fad, oder?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s