Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Aufrüsten (Teil 2)

Ein Kommentar

Freund Alex fragt, ob dieses hemmungslose Aufrüsten nicht komplett überdimensioniert ist.

Ja, sage ich. Das ist es. Ob es nicht sein könnte, so kommentiert er einen meine Einträge, dass ich das Geld für mein Notebook nicht längst anderweitig für mein Schwimm-Equipment ausgegeben habe – vieles davon auch für Dinge, die ich mir hätte eigentlich sparen können. Er hat Recht und Unrecht zugleich. Angstichelt von seiner charmanten Art habe ich alles zusammgengestellt, was mich das Schwimmtraining in den vergangenen Monaten gekostet hat. Weggelassen habe ich, was ich noch nicht gekauft habe, aber eventuell noch kaufen werde. Es fehlen auch Kosten für Verbrauchsmaterial wie Haarshampoo, denn die habe ich so oder so auf der Uhr. Haare wasche ich mir auch ohne Schwimmen. Den Eintritt ins Markt Schwabener Schwimmbad nehme ich auch nicht in die Bilanz. Es geht hier nur um Zubehör.

Er irrt sich, wenn er meint, dass ich für das Geld längst ein Notebook hätte kaufen können. Zumindest nicht das, das ich mir ausgesucht habe. Recht hat, dass ich, den er ja gerne mal „Maniac“ nennt, zu viel Geld ausgegeben habe.  Nicht alles, was ich gekauft habe, hätte es unbedingt gebraucht. Das gebe ich gern zu. Andererseits ist natürlich auch der Einkauf von Sportartikeln ein Genusskauf, eine Belohnung.

Ja, so könnte vielleicht Alex kontern, aber Du hast ja etwas vergessen.

Was? Grüble ich.

Die neue Kleidung. Nach mittlerweile über 8 Kilo weniger auf der Waage, schlackern die Hosen, die Pullover, die Hemden. Langsam müsstest Du von XL mal wieder auf L umschwenken.

Weiter geht’s mit exzessivem Einkauf

Stimmt. Von Konfektionsgröße 52 zurück auf 98 ist ein stolzes Ergebnis (finde ich). Das eine oder andere mittlerweile zu weite Textil müsste wirklich durch ein besser Sitzendes ausgetauscht werden.   Am schmerzlichsten wird mir das bei meiner Lederhose bewusst, die nun wirklich Platz für zwei bietet. Lederhosen kaufen sich aber nun mal nicht so einfach wie ein Paar Jeans, auch wenn gerade wegen der Wiesn überall die Geschäfte welche im Sortiment haben.

A propos Sortiment: Kurz bevor die Sommerware komplett verräumt und die Regale mit Ski-Klamotten vollgepackt werden, gehe ich noch mal schnell in mein bevorzugtes Sportgeschäft. Eigentlich brauche ich ja nur eine getönte Schwimmbrille. Der tiefe Sonnenstand und die Lichtreflektionen im Freiwasser machen mich fast blind. Ach ja: So ein Fläschchen Anti Fog wäre ganz gut. Die andere Brille beschlägt ja doch immer wieder mal. Und da es doch mittlerweile zapfig kalt wird, wären zwei Silicone Swimming Caps (früher Badekappe genannt) nicht verkehrt. Das schützt die Ohren und vor allem die Stirn. Die Nebenhöhlen werden es danken. Es ist gefühlte Jahrhunderte her, dass ich Badekappen gehabt habe. Die letzte war nach Jahre des Nichtbenutzens am Ende ein verklebtes Stück Kunststoff  und landete im Müll. Und dann noch vielleicht ein paar Swim Gloves. Lustige Dinger: Neoprenhandschuhe mit Schwimmhäuten. Kalte Finger braucht man ja nun gar nicht. Die Handschuhe sind ja nicht so teuer. Vielleicht bewährt es sich ja…

Und wieder sind reichlich Kosten auf der Uhr. Aber so ist das nun mal. Es ist eben ein Irrtum, dass man diese Sportart immer fast nackt ausübt.

Alex ist da anders. Er – dieses Mal hochmotiviert von mit – verbringt die Mittagspausen gern mal im Freibad in seinem  Landkreis. Aber er ist deutlich sparsamer: Außer einer neuen Badehose (ich war dabei, als er sie gekauft hat) hat er noch keine Investitionen getätigt. Schauen wir mal, ob es ein Wettrüsten geben wird…

Advertisements

Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

Ein Kommentar zu “Aufrüsten (Teil 2)

  1. Sehr interessant der Beitrag, ich erlaube mir trotz meiner Hemmung und meiner Blockade einen Kommentar abzugeben, der wie du weißt, bestimmt wieder ins Falsche treffen wird =). Ich kann mich noch entsinnen (vom Hören und Sagen) als die Neopren-Anzüge Lack&Latex hiessen und man geruchsneutral schwitzen sollte, meiner Fantanie sind nun keine Grenzen mehr gesetzt. Ich finde es überaus beachtlich, 8 Kilogramm abgespeckt zu haben, man könnte meinen, du ziehst den auch zum Schlafen an und Schweiss rinnt den Öffnungen des Neo’s am Bettfuss entlang. Eine Vorstellung die mich zum Schmunzeln bringt, naja war nur mal so ein Gedankengang den ich nicht zurückhalten konnte.
    http://www.amazon.de/Fantasy-World-Herrenbody-im-Lycra-Wetlook-Styl/dp/B006NJ05S4/ref=sr_1_27?s=apparel&ie=UTF8&qid=1347268195&sr=1-27
    Gruß MK.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s