Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Here is the challenge….

Ein Kommentar

Männer brauchen Herausforderungen – ich denke, den Satz kennen Sie.
Ich brauche so etwas. Nicht, dass ich nicht eine hätte: Immer noch ist es mein primäres Ziel, mein Körpergewicht um 12kg zu reduzieren. Neun davon sind nach acht Monaten verbrannt. Das ist schon mal ganz beachtlich, entspricht das doch in etwa 36 (!!) Päckchen Süßrahmbutter. Stellen Sie sich bitte mal vor, Sie würden permanent 36 Päckchen Butter verteilt auf verschiedene Körperregionen mit sich herumschleppen. Oder neun Tetrapacks Vollmilch um den Gürtel geschnallt, oder 45 saftige Steaks. Die Aufzählung ließe sich beliebig verlängern, bitte tun Sie sich keinen Zwang an.
So gesehen bin ich auf einem guten Weg, auch wenn ich die Herausforderung noch nicht vollständig gemeistert habe. Die Zuversicht bleibt, auch wenn die Geschwindigkeit, mit der die Pfunde dahin schmelzen deutlich abgenommen hat. Es wird schwieriger und schwieriger, aber es ist nicht unmöglich. Ich weiß das, denn ich habe mir ein Gewicht als Ziel gesetzt, wie ich es schon mal hatte. Ok, das ist 18 Jahre her, das muss ich zugeben.
Beim Schwimmen im Weiher, ist schon eine Weile her, etwa zwischen Streckenkilometer 1 und 2, kommt mir eine Idee, die für mich eine weitere Herausforderung bereithält. Zug um Zug nimmt ein Plan Gestalt an, und ich muss sagen: Er gefällt mir.
Nein, Sie müssen gar nicht fragen. Ich werde nicht den Ärmelkanal durchschwimmen. Die knapp 33 Kilometer sind dann doch erheblich überdimensioniert. Man(n) sollte schließlich bei aller Kühnheit der Vorhaben Realist sein, und man(n) wird ja auch nicht jünger, nur weil man wieder Sport treibt. Dass die Antwort auf die Frage, ob etwas machbar ist oder nicht, erst dann gegeben werden kann, wenn man es probiert hat, trifft ja nicht in jedem Fall zu. Und damit ist die Idee eine Herausforderung. Wüsste ich im Vorfeld, dass das alles klappt, wäre es witzlos.

Also: Here is the challenge…

Bernau/Felden <-> Herreninsel. Machbar? 2013 weiß ich mehr. Bild: Google Maps

Im kommenden Sommer möchte ich am Chiemsee vom Ufer hinüber zur Herreninsel schwimmen. Klingt erst mal wenig spektakulär. Vom Startpunkt Felden aus müssten das etwa 3 Kilometer pro Strecke sein, eine Distanz, die ich hoffentlich schaffen werde. Die genaue Strecke werde ich sicher noch messen, auch die Wasserwacht werde ich mal anfragen, was die wohl dazu zu sagen haben oder welche Empfehlung sie geben.

Von der Entfernung her ist das etwa einmal die „Double Olympic Distance“ der Triathleten.
Double? Warum nicht: Die Triathleten laufen schließlich beim Double noch 20 Kilometer und radeln 80 weitere. Das erspare ich mir. Dann müsste es theoretisch klappen. Ich bin ja kein Triathlet und will auch gar keiner sein, aber eben ein Wassermann.
Mein Plan ist es, in Bernau/Felden zu starten, zur Insel zu schwimmen, dort ein Picknick zu machen und zurückzuschwimmen, wobei der geschwommene Rückweg derzeit mit einem kleinen Fragezeichen zu versehen ist.
Die Entfernung von Prien ist deutlich kürzer, etwas mehr als ein Kilometer pro Strecke. Aber der Reiz liegt ja wie gesagt nicht darin, sich etwas vorzunehmen, von dem man relativ sicher ist, dass man es schaffen wird. Der Reiz liegt in der Herausforderung, etwas auszuprobieren, von dem man nicht weiß, ob es funktioniert. Wie heißt es so schön bei den bewegten Männern? „Ich als Mann weiß, was ich will, dass ich selber entscheide, wen ich womit beeindrucken will…“
Genau so ist es. Also werde ich meine ganz persönliche Challenge für den Sommer 2013 annehmen.
Natürlich werde ich auf Nummer Sicher gehen, meiner Familie oder einem guten Freund ein E-Boot spendieren, das mich begleiten wird. Ich will ja nicht zu den Vielen gehören, die jedes Jahr im Chiemsee ertrinken. Und natürlich wird das Ganze erst im Sommer 2013 bei angenehmen Wassertemperaturen durchgeführt – also zu einer Zeit, in der E-Boote zur Verfügung stehen und ich mir nicht den A… abfriere.

Bis dahin ist aber noch genug Zeit, Ausdauer weiter zu trainieren und meinen Stil noch mehr auf Kraftsparen und längere Strecken umzustellen.
Dass ich jetzt schon davon schreibe, ist nur ein gewisser Druck, den ich mir selbst aufbaue, diesen Plan auch wirklich in Angriff zu nehmen.

Fortsetzung folgt. Spätestens, wenn ich moralische Unterstützung (sprich: Zuspruch) brauche…

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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

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  1. Pingback: Ich bin wieder hier, in meinem Revier… « Operation Open Water

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