Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

The Aussiebum Experience – Reloaded

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Freund Alex, ein eifriger Leser und Kommentator dieses und auch meines anderen Blogs, zeigt sich dankbar. Er sei beim Lesen meines Beitrags The Aussiebum Experience  so teilte er mir seinerseits fernmündlich mit, dankbar gewesen, dass ich auf ein bestimmtes Bild verzichtet hätte.
Natürlich weiß ich, was er meint, der alte Spötter. Er möchte kein Badehosenfoto von mir sehen, das verstehe ich, doch ist diese Sorge unbegründet. Denn er sollte sich doch eigentlich denken können, dass das Fotografieren in öffentlichen Schwimmbädern nicht gern gesehen, wenn nicht gleich verboten ist. Und will man sich selbst fotografieren, zum Beispiel in der heimischen Badewanne, bedarf es eines Mittäters oder einer Kamera mit Selbstauslöser und Stativ. Es sei denn, man möchte so peinliche Badezimmerspiegelfotos machen, wie sie die Jugend heute gern als Facebook-Profilbilder verwendet, aber aus dem Alter sind wir ja alle raus. Also kein Bild.  Meine erste Aussiebum-Erfahrung bleibt unbebildert, zumindest was Body-Shots betrifft. Das zweite übrigens auch – und damit sind wir schon mitten im Thema. Denn ich gebe nicht auf.
Die eisblaue Badehose, von der ich bereits geschrieben habe, animiert mich, ein weiteres Exemplar dieser Marke zu kaufen. Ich will wissen, was nun wirklich dran ist an dieser Marke – auch wenn ich selbstverständlich weiß, dass keine einzige Aussiebum-Badehose mich optisch auch nur annähernd den Models aus der Werbung näher bringt – figurmäßig natürlich, nur figurmäßig…
Ich will eine Aussiebum zum Schwimmen haben, okay? Mein Anspruch: Ich möchte mich wohl darin fühlen, das gilt für den simplen Tragekomfort ebenso wie für die „Metaebene“, das angenehme Gefühl. Gern darf sie etwas auffällig sein, aber bitte in Grenzen. Wir sind schließlich auf der Sportschwimmerbahn und nicht – so empfahl es Alex – beim Warmbadetag im Müllerschen Volksbad. Dabei irrt sich der Kollege. Mein Suchmaschinenanalyse offenbart: Dieses Blog wurde schon öfters aufgerufen, weil irgendwer bei Google „aussiebum für heteros“ eingeben hat. Nur, damit das geklärt ist.
Schnell sind Onlineanbieter gefunden, mittlerweile weiß ich ja, wo ich sie suchen muss. Für einen Schnäppchenpreis lasse ich mir ein anderes Modell schicken, dieses Mal aus Holland. Etwas konventioneller geschnitten und damit mehr für den Sport als für die Show geschneidert (s. Bild). Vom Design her ein Auslaufmodell – und nein, den dazugehörigen Kalauer lassen wir einfach weg.aussiebum-weisgrun
Bestellt, bezahlt, geliefert. Originalverpackt und pünktlich, alles innerhalb von einer halben Woche. Die neue Hose ist rechtzeitig da, um gleich beim nächsten Training ausprobiert zu werden.
Dieses Mal ist alles im grünen Bereich. Die Hose passt, trägt sich sehr angenehm und ist absolut blickdicht – auch im nassen Zustand. Zwar sind die Farben noch immer nicht – weil nicht dunkelblau oder schwarz –  „Kampfkrauler“-konform, aber das ist mir egal. Ich fühle mich wohl, schwimme eine ziemlich gute Zeit auf meine Standard-Distanz 3,5km aber das ist mit Sicherheit nicht der Hose geschuldet. Alles gut.
Aber da wäre noch etwas, was ich erwähnen möchte. Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendetwas scheint Freund Alex, den neutralen Betrachter und launischen Kommentator an diesem Thema doch zu faszinieren.
Und so schickte er mir nach ein paar Tagen, die er in Berlin verbracht hat,  ein Foto.
Das hat er extra für mich aufgenommen.
Sagt er.
Ein Aussiebum-Sortiment im Berliner KaDeWe.
Zufällig – auch das sagt er – sei er in die Abteilung gestolpert.
Männer gehen immer nur zufällig in Unterwäscheabteilungen. Schon klar!
Er habe das Regal gesehen, an mein Blogpost gedacht und schnell ein Foto gemacht.
Was mich höchst amüsiert.
Denn drei Wochen vorher war ich auch in Berlin.
Auch im KaDeWe.
Auch in der Wäscheabteilung.
Auch zufällig.
Selbstverständlich. Was denken Sie denn?
Und ich habe auch ein Foto gemacht.
Während ich damit herausreden kann, ein weiteres Blogpost illustrieren zu müssen, blieb Alex beim Fotografieren seiner fragenden Frau die Antwort schuldig. „Warum fotografiert man das?“
Jedenfalls soweit ich weiß.
Sonst hat sich bestimmt niemand Gedanken gemacht.
Dass ein Fachverkäufer im KaDeWe sich wundern könnte, dass alle paar Wochen mal merkwürdige Gestalten vorbeikamen und das Aussiebum-Regal zu fotografieren, halte ich für unwahrscheinlich. Unterwäscheverkäufer dürften ganz andere Dinge gewohnt sein.
Was aber lehrt uns das?
Zwei Doofe – ein Gedanke.
Kennt man ja.
Mehr nicht.

 

 

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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

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