Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Das Ende naht…

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Das Ende naht.
Daran besteht dieses Mal kein Zweifel. Waren die Anzeichen anfangs eher undeutlich und kaum wahrnehmbar, so ist es jetzt offensichtlich. Ich bemerke sie, und die anderen tun es auch. Vorbei ist die Spekulation, wann es denn so weit sein wird. Jetzt herrscht Gewissheit. Nur noch wenige Tage. Dann ist es vorbei. Deutlich und unbersehbar steht es an der Wand geschrieben.
Verehrte Badegäste, wir schließen das Hallenbad am 27. April. Unser Freibad eröffnet voraussichtlich am 10. Mai!
Da steht das Menetekel geschrieben. Direkt an der Eingangstür des Erdinger Hallenbades.
Die Wintersaison geht zu Ende. Einerseits freut mich das, andererseits schaue ich mich sorgenvoll nach Alternativen um.
Wie gern würde ich wieder ins Freiwasser wechseln. Ein neuer Neoprenanzug liegt bereit. Aber Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt und demzufolge Wassertemperaturen im einstelligen Bereich sind nun nicht gerade das, was ich gern hätte.
Ein wenig neidisch schaue ich auf die Posts in der Facebookgruppe Bist Du heute schon geschwommen. Immer mehr Wagemutige stürzen sich jetzt ins Freiwasser, nicht nur im Urlaub irgendwo in lauschigen Klimazonen oder am Gardasee, auch hier. Stolz berichten sie von Wassertemperaturen von 11°C und 20 Minuten schwimmen. Mein Respekt ist ihnen gewiss. Nachmachen werde ich das nicht. Noch nicht.
Auch das ist ein deutliches Anzeichen, dass die Wintersaison zu Ende geht. Und es wird auch Zeit.
Ich habe einfach keine Lust mehr, Bahn um Bahn, 25 Meter um 25 Meter abzuschwimmen. Die Motivation geht gegen Null. Ich könnte endlos weiterschwimmen. Es mangelt nicht an Kraft und nicht an Kondition. Es mangelt an Lust. Und zwar erheblich. Ich kann mich einfach kaum mehr überwinden, mehr als 2,5 oder 3 Kilometer zu schwimmen.
ed-sw3 Immer wieder blättere oder lese ich abends in Steven Monatones Schmöker Open Water. Nicht, dass mich Wettkampf oder Tirathlon reizen könnten. Ich bin weit davon entfernt. Aber trotzdem lassen sich gute Tipps und Inspirationen aus diesem Buch ziehen. Es macht einfach Spaß, sich an den ganz Großen ein wenig zu orientieren. Das ist dann schon wieder ein Anzeichen, dass der Saisonstart für’s Freiwasser unmittelbar bevor steht. Wenn ich aber die Empfehlungen für das Kaltwasserschwimmen lese und wie ich mich sinnvollerweise darauf vorbereiten sollte, dann weiß ich: Nein. Ich werde nicht bei diesen lausigen Wassertemperaturen von 8°C in den Weiher steigen. Und selbst dann nicht, wenn das Wasser 15°C hat. Frühenstens bei 17°C, rede ich mir ein, aber ich weiß schon jetzt, dass das nichts wird…

Noch ein Zeichen verrät mir deutlich, dass die Wintersaison um ist: Ostern steht vor der Tür und damit das Ende der Fastenzeit. Was heißt: Nächste Woche werde ich Bilanz ziehen von dem, was ich mir Mitte Februar vorgenommen habe. Und ich werde wieder einmal einen Schritt auf die Waage wagen. Gefühlt dürfte ich ein wenig vom überflüssigen Bauchvolumen verloren haben. Schauen wir mal, ob es wirklich so ist. Und was ich mir sonst noch vorgenommen hatte, habe ich weitgehend durchgehalten.

Und was ist mit Weiterschwimmen? Da ich wohl kaum Ende April adäquate Wassertemperaturen in den aufgelassenen Weihern der Region vorfinden werde, bleiben mir für die Übergangszeit nur die Schwimmbäder in Markt Schwaben oder Harlaching als Alternative. Schon wieder in die Halle? Dampfbbadbekantschaften aus Erding schwärmen vom Münchner Michaelibad, ein Kollege lobt das Olympiabad. Beides ist, wie ich im Netz schon gecheckt habe, nicht wirklich reizvoll. Das eine zu wenig auf vereinslose Sportschwimmer ausgerichtet, das andere überfüllt von Kampfkraulern. In Markt Schwaben toben Taucher und Moderlieschen auf der Sportbahn, das Hallenbad hat die Sportbahn fast durchgängig abends für die Vereine reserviert, und im Normalbereich ist Schwimmen kaum möglich, da paddeln schnatternd die Entengeschwader durch’s Becken. Schade, aber hier ist man als Schwimmer mittlerweile meistens fehl am Platz. In Harlaching ist es leider Gottes auch zu voll. Ich glaube, ich werde mich weiter umsehen müssen. Vielleicht sollte ich mal die Bäder in Haar testen. Man hört ja Gutes von ihnen. Das Eedinger Freibad ist leider keine Option, es schließt zu früh, als dass es sich nach der Arbeit noch lohnen würde. Und morgens vor der Arbeit ist die Zeit leider auch zu knapp. Schwimmen im Freibad wird also nur am Wochenende möglich sein. Dann vielleicht möglichst früh oder spät, wenn es noch nicht oder nicht mehr so voll ist. Mal sehen.

Das Beste wird sein, auf einen frühen warmen Sommer zu hoffen und derweil abends ein paar Runden mit dem Rad zu drehen. Ist ja auch schön…

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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

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