Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Ice Bucket Challenge – das trifft nicht nur die anderen

2 Kommentare

20140830_163806Ich bin ehrlich, ich hatte gehofft, man würde mich vergessen. War aber nicht so.  Die Aktion, die ja nun wirklich spätestens seitdem Mark Zuckerberg sich daran beteiligt und Bill Gates nominiert hat, jeder kennt, hätte doch wunderbar an mir vorbei laufen können. Reicht es nicht, wenn sich Schauspieler, Fußballer, Comedians, Musiker… einen Eimer Wasser über den Kopf kippen und dann Millionen Summen zur Erforschung der Krankheit ALS spenden?
Offensichtlich nicht. Natürlich möchte das Normal-Volk auch mitmachen und so nominiert man sich munter weiter und weiter und weiter. Viral, schneeballartig breitet sich das Ganze aus, obwohl viele vermutlich gar nicht erst reagiert haben.
Sei’s drum.
Wer sich oft genug mit Sprüchen aus dem Fenster hängt, muss sich nicht wundern, wenn er gewisse Aufmerksamkeit erregt. Und dann eben auch nominiert wird.
Dank Barbara Hentschke, mit der ich eine Liebe für Schildkröten wie auch eine für spitzzüngige Bemerkungen teile, bin ich also auch nominiert worden. Das wundert mich nicht, denn Barbara hat sich in den vergangenen Wochen manch derben Scherz auf ihre Kosten gefallen lassen müssen. Und nun schlägt das Imperium zurück.
OK, Barbara. Die Nominierung habe ich angenommen, mir einen Eimer kaltes Wasser über den Schädel kippen lassen und gleich auch noch öffentlich kund getan, für die Wörther Wasserwacht zu spenden.
Ich fühle mich wohler dabei, wenn mein Geld in eine Arbeit fließt, die ich für unterstützendwert halte. Damit möchte ich nichts sagen gegen die Erforschung der Krankheit ALS. Aber da ist schon ein erkleckliches Sümmchen zusammen gekommen.
Ich habe mich für die Arbeit der Wasserwacht entschieden, weil ich zwei Dinge schockierend finde:

1. Der DLRG (auch für die hätte ich spenden können) wird nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, dass immer weniger Kinder ordentlich schwimmen lernen.

2. Vergangenes Jahr sind in unserem Land über 400 Leute bei Schwimm- und Badeunfällen zu Tode gekommen, also ertrunken. Auch dieses Jahr gab es schon enorm viele Todesfälle. So etwas beschäftigt mich. Dazu habe ich auch ein paar Gedanken formuliert.

Schwimmen lernen ist notwendig, schwimmen können kann lebenswichtig sein. Da geht’s gar nicht um den Spaß an der Sache, dernatürlich auch dazu kommt. Da geht es einfach nur darum, die eigenen Fähigkeiten und die Risiken der freien Gewässer einschätzen zu können, bevor man schwimmen geht;  oder sich über Wasser halten zu können, wenn man unfreiwillig hineingefallen ist…
Die Wasserwacht leistet ihren Beitrag mit Kursen dazu. Und sie sichert  den Sommer über Gewässer ab, an denen viel Badebetrieb herrscht. Das finde ich unterstützenswert.
Natürlich kann man auch spenden, ohne sich vorher einen Eimer Wasser über den Kopf zu kippen. Das weiß ich auch und das tue ich auch.Aber jetzt eben einmal mehr.
Natürlich gibt es viele Kritiker, die vor allem mit drei Hinweisen die ganze Aktion torpedieren:

1. Die ALS-Forschung betreibe Tierversuche. Dazu muss ich mich nicht äußern, das ist ein zu weites Feld. Ich spende für die tierversuchsfreie Wasserwacht. Das muss an dieser Stelle genügen.

2. Es sei eine ungeheure Verschwendung von Trinkwasser. Daher nehme ich Regenwasser aus unserer Sammeltonne und verzichte auf Eiswürfel. Dafür darf vorab die wichtigste Ente der Welt eine Runde im Eimer probeschwimmen…

3. Viele kippten sich Wasser über den Kopf und wissen gar nicht, was der Sinn dieser ganzen Kampagne ist. Nun. Ich weiß das. Die anderen sind kein Maßstab.

Ich habe einen tollen Text von einem Blogger dazu gelesen: Die Ice-Bucket-Challenge. Doof? Oder Sinnvoll? Das muss ich nicht wiederholen. Aber das ist der Grund, warum ich die Nominierung angenommen habe. Der Mann hat Recht:

 

Also los:

 

Natürlich habe ich auch drei Leute nominiert. Ob sie die Nominierung annehmen weiß ich nicht. Tut es oder tut es nicht. Spendet oder lasst es. Das liegt an Euch…

 

PS: Danke an Eva und Jakob für’s Filmen und Zerstören der Frisur.

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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

2 Kommentare zu “Ice Bucket Challenge – das trifft nicht nur die anderen

  1. So, so … Kein Eis, dabei dafür einen Neoprenanzug? da macht wohl jemand den Warmduscher … Na, ja ich bin jedenfalls froh, dass du nicht mich nominiert hast, ich bin mehr so der Typ für die Bier austrinken Challenge … Bin gespannt wann der erste Eiswasser trinkt und sich Bier über den Kopf schüttet …

  2. Hallo Lutz ,

    ab sofort teilen wir nicht nur die Liebe zu Schildkröten und spitzzüngigen Bemerkungen, sondern auch die Liebe zu Neoprenshortys. Super Beitrag und für die Wasserwacht zu spenden, fand ich eine super Idee.

    Von Dir als Schildimutti bezeichnet zu werden, wird mir einige Zeit meinen Nachtschlaf rauben. Aber man sieht sich immer zweimal im Leben.

    Grüßle
    Barbara

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