Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Bye bye Halle… Halle, bye bye

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Bye Bye Baby, Baby goodbye.
Bye Baby, Baby bye bye.
Bye bye Baby, don’t make me cry
Bye Baby, Baby bye bye.

Den Song muss man nicht unbedingt kennen, wenn man nicht ausgesprochener Fan der Oldie-Radiosender ist oder selbst ein paar Jahrzehnte auf dem grau werdenden Buckel hat. 1975 sang sich damit die Boygroup Bay City Rollers in die Herzen der Bravo Leserinnen. Was bleibt ist die Melodie und der Refrain, den ich kurz noch mal anstimmen möchte:

Bye Bye Halle, Halle goodbye.
Bye Halle, Halle bye bye.
Bye bye Halle, don’t make me cry
Bye Halle, Halle bye bye.

Was nichts anderes heißt, dass die Hallensaison 2014/2015 in Erding endgültig zuende ist. Heute war der letzte Tag, vorbei ist die Winterzeit, in der ich im Erdinger Schwimmbad, und meine Bahnen gezogen bin, nach meine Aufzeichnungen müssten seit Jahresbeginn 632 gewesen sein. Bis zum Herbst heißt es nun Freibad, Freiwasser oder eben anderswo in die Halle gehen. Zwar bleibt den Sommer über für ganz schlechte Tage das Lehrschwimmbecken geöffnet, aber es ist eben nicht das Gleiche:r-bye-halle2

Nun verlasse ich in diesem Jahr die Schwimmhalle mit gemischten Gefühlen. Denn auf der einen Seite freue ich mich unbändig auf die Freibadsaison und giere darauf, auch in Seen und Weiher zu steigen. Wäre ich nicht so eine Frostbeule, wäre das auch schon längst passiert.r-bye-halle4
Auf der anderen Seite haben gerade die letzten Schwimmeinheiten im Hallenbad eine erstaunliche Veränderung bewirkt. Einer der Schwimmeister nämlich hat mich mit der Bemerkung „Dein Schwimmstil ist… nun ja… ausbaufähig“ angestachelt. Da sei noch ein gewisses Potential, meint er und erklärt mir auch gleich, was ich falsch mache bzw. noch erheblich verbessern könne.
Und genau daran wird jetzt gearbeitet.
Zwischen Theorie und Praxis allerdings liegen bekanntlich Welten, und so funktioniert die Umsetzung des Erklärten nur in kleinen Schritten.  Das Entlernen dessen, was ich viel zu lange nicht gut genug gemschattenacht habe, dauert halt seine Zeit. Es gibt eben leider dafür keine Reset-Taste.
Zwar merke ich von Mal zu Mal, dass es besser wird – aber so richtig gut ist es eben noch nicht. Das sieht auch der Schwimmmeister, der mir immer wieder mal ein paar freundliche Korrekturanmerkungen am Beckenrand serviert. Ich finde das richtig klasse, bin dankbar und bemühe mich, alles auch so umzusetzen.
Natürlich freue ich mich über jedes anerkennende Nicken, aber ich weiß oft selbst genug, dass zwar die Richtung stimmt, in die ich mich verbessern möchte, aber noch immer Potential vorhanden ist.
Dass mir nach dem Schwimmen alle Gräten weh tun, freut mich hingegen weniger. Andererseits weiß ich, dass das ein gutes Zeichen ist.  Vielleicht schaffe ich es ja doch irgendwann, ein halbwegs akzeptables Schwimmtempo hinzubekommen, ohne dass mich auf jeder Bahn der eigene Schatten gleich zweimal überholt. Aber ich habe ja Zeit…
Einstweilen also bemühe ich mich, an all die vielen kleinen Fehlerchen zu denken und mich zu konzentrieren, bis das Erklärte irgendwann so eingeschliffen ist, dass es ganz von allein funktioniert.
Wie war das alles noch? Etwas weniger übergreifen, die Hand nicht ganz so halten, sondern mehr so, hier etwas kräftiger, dort etwas weniger.
Ja ja – vom Beckenrand aus gesehen hat man immer leicht reden.

Und schon wieder hat mich mein Schatten überholt…

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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

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