Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Zeigt her Eure Taschen – was ein Geraffel

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Zeigt her Eure Taschen… forderte im April diesen Jahres die Bloggerin Frau Quadratmeter auf. Eigentlich, so schriebt sie damals, wollte sie keine Mitmachaktion mehr veranstalten, aber dann überkam es sie wohl offensichtlich doch und sie schrieb: Dieses Mal ist es ganz einfach: ich möchte wissen, was ihr in euren Taschen habt. Hosentasche, Jackentasche, Handtasche, Arzttasche, Hundetasche, Einkaufstasche – sucht euch was aus. Mailt mir bis zum 30. Mai 2015 ein Foto … wenn gewünscht mit kurzer Erläuterung, Verlinkung zu eurem Blog, Twitteraccount oder was auch immer…

Gelegentlich mache ich bei solchen Aktionen mit, wenn die Idee gut ist und ich spontan Lust dazu empfinde. Beides trifft zu, also überlege ich: Viel ist es nicht, was ich in meinen Hosen- und Jackentaschen durch die Gegend trage, da lohnt kein Foto. Aber die Schwimmtasche ist prall gefüllt. Immer. Und welch Zufall: Ich habe sie genau an dem Wochenende gekauft, als ich von dieser Bloggeraktion lese. Die alte (also Tasche) war leider ein paar Nummern zu klein.
Diese Koinzidenz verpflichtet. Wie immer steht die Schwimmtasche griffbereit und fertiggepackt neben dem Kleiderschrank. Ein Griff und es kann losgehen… mit dem Ausräumen. Denn in meiner Schwimmtasche befindet sich unglaublich viel Zeug.Geraffel2

Irgendwie ist der alte Schlager Pack die Badehose ein ist ein frommer Gedanke, wenn ich mir so anschaue, wie viel Geraffel ich während der Freiwassersaison so durch die Gegend schleppe. Einfach nur Badehose einpacken? Lächerlich!

Das glauben Sie nicht?

Sie meinen, eine Badehose ein  Handtuch und das war’s? Na dann passen Sie mal auf: Hier ist das Foto und darunter eine Inventarliste für einen ganz normalen Ausflug, um einfach schwimmen zu gehen. Da ich selten vorher weiß, ob ich am nächsten Tag an Weiher oder See oder ins Freibad fahre, ist immer alles für beide Varianten fertig und griffbereit, wenn ich morgens vor die Arbeit die Tasche ins Auto lege.
Was hätten wir denn da?

 

Geraffel

Es fängt schon mal an, dass es nicht nur eine Tasche ist – eigentlich sind es zwei. Die Tasche mit den Neoprenanzügen (einer langärmelig, einer kurz) lasse ich jetzt einfach mal außen vor, sie erwähne ich nur der Vollständigkeit halber. In der Tasche sind enthalten:

  1. Ein großes Handtuch – schließlich will ich trocken nach Hause kommen.
  2. Ein kleines oder ein zweites Handtuch – zumindest während der Hallensaison ist ein kleines, zweites  Handtuch zwingend notwendig, wenn man anschließend im Dampfbad viel herumwedeln will, aber auch beim Freiwasserschwimmen ist ein zweites Handtuch eigentlich sinnvoll, wenn man nämlich anschließend noch ein wenig auf der Liegewiese bleibt.
  3. Meine Arena Badehose – muss ich wohl nicht begründen. Falls doch: Ohne will ich nicht und darf ich auch nicht.
  4. Eine O’Neill Ersatzbadehose – aus Gründen
  5. Meine AquaSphere Kayenne Schwimmbrille – für den entscheidenden Durchblick unter Wasser, weil da manchmal alles so schön eklig ist
  6. Meine alte AquaSpehre Kaiman Ersatzschwimmbrille – ebenfalls aus Gründen, wenn auch anderen, unter Umständen kommt sogar noch die Vistaschwimmbrille dazu.
  7. Meine Badekappe – und nicht nur einfach Irgendeine
  8. Meine zweite Badekappe – falls ich mich nicht entscheiden will oder das Wasser so kalt ist, dass ich tatsächlich mal zwei übereinander trage. Und ja: Das hilft.
  9. Meine Handpaddle
  10. Mein Pullbuoy – den ich eigentlich nur beim Rundenschwimmen im Weiher benutze.
  11. Mein Pullkick – womit das Pullbuoy eigentlich überflüssig wäre, aber nun gut.
  12. Earplugs – in der Halle weniger notwendig, wenn es leer ist, ansonsten ein guter Schallschlucker und im kalten Wasser draußen recht hilfreich.
  13. Uhr/Stoppuhr.
  14. Badelatschen.
  15. Shampoo/Duschgel.
  16. Eine kleine Tube Haargel – damit man nach dem Schwimmen nicht immer so frisurgesprengt aussieht, wenn man noch irgendwo hin will.
  17. Gesichtscreme – man wird ja schließlich nicht jünger und will nach dem Schwimmen auch nicht aussehen wie mit einem Stück Schmirgelpapier abgerieben.
  18. Mein Deo.
  19. Kaufmanns Kindercreme – für die sensiblen Stellen beim Neo-Schwimmen, sonst gibt’s Nippelalarm.
  20. Eine gefüllte Trinkflasche.
  21. Einige Eergieriegel – Für den kleinen Hunger und den großen Notfall.
  22. Traubenzucker – für die noch größeren Notfälle, fast schon lebensrettend und bereits mehrfach in dieser Funktion auch anderen angeboten.
  23. Eine leere Bonbondose für Kleingeld und anderes – bewusst schwarzgelb, denn sowas fasst hier in Bayern niemand freiwillig an. Das klaut mir niemand.
  24. Meine Badeente – weil sonst ja niemand auf mich aufpasst.
  25. Unterwasserkamera – schließlich verlangt ein Blog Bilder und es macht einfach Spaß, im Wasser zu fotografieren.
  26. Badethermometer – um die Heldenhaftigkeit beweisen zu können, im a…kalten Wasser geschwommen zu sein.

Kaum habe ich das Foto gemacht, fällt mir auf, was alles fehlt in meinem Maximal-Schwimm-Geraffel und daher nicht auf dem Bild ist:

  1. Haarbürste – die war zu g’schamig und wollte nicht mit auf’s Foto.
  2. Eine riesengroße zusammengefaltete Plastiktüte für den nassen Neoprenanzug und das andere Zeugs nach dem Schwimmen, aber auch als Sicherheit, dass die Garderobe am Seeufer bei zu erwartendem Regen trocken bleibt.
  3. Eine Thermosflasche mit Heißgetränk (i.d.R. ein Tee), wenn das Wasser wirklich zapfig kalt ist für die schnelle Wärme.
  4. Ein warmer Fleecepulli, den ich sofort über die nasse Haut anziehe, wenn es kalt ist und ich aus dem Wasser komme
  5. Die SaferSwim-Boje, die ich zum einsamen Schwimmen im Meer und den größeren Seen hinter mir her ziehe

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Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus nach Wannsee – fast schon lächerlich, liebe Conny Froboess. Als wenn das so schnell ginge, das Packen.

Jetzt, da der Wettbewerb vorbei ist, die Fotos der Teilnehmer bzw. von deren Tascheninhalten veröffentlicht wurden stelle ich mein Foto nebst Erkärungen auch mal in mein Blog ein.
Die Teilnahmehat übrigens nicht nur Spaß gemacht. Sie hat sich auch gelohnt. Ich habe etwas gewonnen. Einen Gutschein für Prentu, einen Online-Fotoservice. Und ja: Ich werde es benutzen…

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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

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