Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Sie haben Ihr Ziel erreicht…

Ein Kommentar

zielDas wars… Von mir aus könnten wir 2015 zumachen, alle drei Ziele, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, habe ich auch erreicht.

Sie haben Ihr Ziel erreicht.

Was für ein schönes Wochenende. Alle drei Ziele hatte ich hier angekündigt, zweimal konnte ich schon Vollzug melden. Nun die Nummer drei.
Ich wollte einen Wettkampf schwimmen und ich habe einen Wettkampf geschwommen, das Open Water Schwimmen im Simssee. Besonders heraustagend war dabei meine Leistung nicht, aber darum geht es nicht. Dabei sein ist alles. Und genau das zählt – Erledigt. Häkchen dran

Ich wollte den Sommer über in 25 Seen schwimmen und ich bin in 25 Freigewässern geschwommen. Oft genug war das hier Thema, das muss ich nicht noch mal wiederholen. Erledigt. Häkchen dran

Ich wollte dieses Jahr 365 Kilometer schwimmen, jeden Tag einen, natürlich nur im Durchschnitt. Zwei Monate habe ich noch, aber die 365 Kilometer sind voll. Seit vergangenem Wochenende. Das wars… Alles, was ich jetzt noch schwimme, und das werden sicher noch so manche Kilometerchen sein, ist Zusatz, Bonus, Extraleistung.
365 Kilometer ist jetzt nicht so wahnsinnig viel – es gibt viele andere Schwimmer, die schwimmen viel mehr im Jahr. Wenn ich von Leuten lese, die das acht- oder sogar zehnfache dessen schwimmen und trotzdem zur normalen, werktätigen Bevölkerung gehören, dann komme ich mir geradezu lächerlich vor mit diesem bescheidenen Ergebnis. Wie schaffen die das – und vor allem wann? Haben die sonst keine Hobbys? Schlafen die nie?
Aber es gibt eben auch die breite Masse, und die schwimmt viel weniger. SONY DSCAngeblich sollen ja über 90% der Bevölkerung nicht mal 500 Meter am Stück schaffen, ohne dass sie sich irgendwo festhalten zu können. Das habe ich mal irgendwo im Internet gelesen, kann aber leider die Quelle dazu nicht mehr finden. Vielleicht ist hier auch der Wunsch Vater des Gedankens.
Wie dem auch sei: Ich bin mit meinen 2 bis 5 Kilometern pro Schwimm doch ganz gut aufgestellt, und das zwei bis dreimal pro Woche. Selbst wenn ich mich zumindest im Frei- und im Hallenbad zwischendurch am Beckenrand festhalte: Spätestens bei den Kippwenden, und davon habe ich – halten Sie sich fest – 9.066 Stück seit Jahresbeginn gemacht. Da ich ja auf meine erbärmlichen Rollwenden verzichte und Buch über meine Schwimmerei führe, weiß ich, wie viele Kilometer ich in der Halle (25er Becken) und im Freibad (50er Becken) geschwommen bin. Der Rest ist einfache Mathematik und schnell ausgerechnet.

Mit 363 Kilometern Schwimmleistung also steige ich am Wochenende ins Wasser – wohl wissend, dass Bahn 80 diejenige welche sein wird, an der ich mein Ziel erreicht habe. Zwei Kilometer sind mir aber zu wenig, 3 sollen es an diesem Tag mindestens werden. Was bedeutet, dass die besagte Bahn so mittendrin im Flow liegt: Kein triumphales Finish, keine Ziellinie, kein Tusch und kein Paukenschlag. Einfach drauf zu schwimmen: 77… 78… 79…
Und dann ist sie da – unmerklich. Und fast schon wieder vorbei, ehe ich überhaupt realisiere, dass ich just in diesem Moment die 365 km vollgemacht habe. 81… 82… 83… – es wäre eine Fehler gewesen, mitten im Flow abzubrechen, mir selbst auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: You did it!

Das Erreichen dieses Ziels hätte ich trotzdem nach dem Schwimmen am liebsten mit einem Piccolo auf einer Liege am Schwimmbeckenrand gefeiert. Aber gerade noch rechtzeitig fiel mir ein, dass das Mitbringen von Glasflaschen laut Bäderordnung verboten ist; und das aus gutem Grund. Und da ich ohnehin schon gelegentlich gegen dieselbe verstoße und vom Beckenrand ins Wasser springe oder ein paar Fotos im Schwimmbad für mein Blog mache, möchte ich die Geduld der dortigen Mitarbeiter nicht herausfordern. Also: Kein Piccolo.
Den gibt’s dann zu Hause.
Und den Sonntag verbringe ich sicher nicht im Schwimmbad. Hinter unserem Haus führt der Weg zwischen zwei Feldern hindurch in den nahen Wald. Und dort am Rand wartet etwas auf mich:

bank

365 Kilometer schwimmen im Jahr 2015? Erledigt. Häkchen dran

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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

Ein Kommentar zu “Sie haben Ihr Ziel erreicht…

  1. an, neben, vor, hinter oder unter der Bank ist ja gar kein Gewässer … *g

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