Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Bloagparade ‚Die schönsten Orte‘: Die Kiesi

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Bereits gestern habe ich mit meinem anderen Blog an der Blogparade von Markus Scholz teilgenommen und vom Wald hinterm Haus geschwärmt. Markus bat um Beiträge zum Thema  ‚Eure schönsten Orte‘.
Wenn ich jetzt auch mit diesem Blog teilnehme, dann muss ich zumindest hier nicht lange überlegen, was denn eigentlich der schönste Ort ist, an dem ich hin und wieder zum schwimmen gehe. Natürlich könnte ich es mir einfach machen und sagen: Überall dort, wo genug Wasser zusammenkommt, dass man einigermaßen fröhlich darin schwimmen kann. Egal, ob Meer, See, Fluß, Frei- oder Hallenbad. Überall dort ist es schön. Stimmt. Aber wo ist es denn nun am schönsten?

Nun ist das Schwimmen im gekachelten oder stählernen Becken wunderbar, um Technik zu trainieren oder einfach nur Strecke zu machen – immer hin und her. Das können viele nicht nachvollziehen und in der Tat kann das mit der Zeit auch etwas langweilig werden. Schwimmen im Freiwasser hat einen wesentlich höheren Erlebnisfaktor, vor allem, wenn man sich bemüht, eben nicht nur möglichst schnell von A nach B zu kommen, sondern das Wasser, den See, die Landschaft, das Wetter auf sich wirken zu lassen.  Und genau das macht für mich die Schönheit des Ortes aus.

Dass ich ein Faible für den Langbürgner See habe, davon war sowohl in meinen Posts über das Schwimmen dort (hier und hier). Davon war auch in meinem Beitrag über die Kleinen Fluchten zu lesen, ein Text für Florian Westermanns Blogparade Urlaubsziele 2016. Unnötig zu erwähnen, dass der See 2015 in meinem Ranking unangefochten Platz 1 eingenommen hat, unnötig zu erwähnen, dass ich auch 2016 wieder hinfahren werde. Vermutlich sogar öfter…lbs1Die im Text eingebundenen Links verweisen auf die älteren Posts, also muss ich das nicht wiederholen und auch nicht wieder all die Bilder zeigen, die schon mehrfach zu sehen waren… bis auf dieses. Es entstand im vergangenen Jahr kurz bevor Herbert und ich ins Wasser steigen, um den See in seiner Längsachse zu durchschwimmen und auf etwa dem gleichen Weg wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Einladender kann ein See nicht vor einem liegen.

Zu meinen Lieblingsschwimmorten gehört aber auch die Kiesgrube im Nachbarort, die seit Jahren aufgelassen ist. Offiziell ist schwimmen zwar dort verboten, aber Schwimmer und Badegäste sind geduldet, so lange sie das Gelände nicht vermüllen oder verwüsten…

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Und das machen sie auch nicht. Also ist alles gut. Die Kiesgrube ist nicht spektakulär, nicht mal besonders groß. Und oft benug nicht gerade einladend. Aber irgendwie regt sie beim Schwimmen immer wieder meine Phantasie an – ob ich mir nun die Frage stelle, was über diesen Besuch ich bloggen soll (oder ob überhaupt) oder ob ich sie einfach auf mich wirken lasse…

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An heißen Sommertagen ist die Kiesi ziemlich überlaufen, aber vormittags unter der Woche im Frühjahr oder Herbst, wenn das Wasser zärtliche 17°C hat, ist man dort meist man meist mutterseelenallein. Das führt bisweilen dazut, dass icht weiß, wer mir den Rückenreißverschluss des Neoprenanzugs schließen soll. Dann aber, wenn man mal drin ist in der Pelle, kann man schon ein paar Runden schwimmen – ein Stündchen oder auch mehr:

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Man kann die Schwimmsaison verlängern und sich von anderen, die gerade mal fünf Minuten im Wasser sind, beobachten und bewundern lasssen, wie lange man es selbt im Neo im kalten Wasser aushält:

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Man kann die karg steinige Landschaft auf sich wirken lassen und sich beim Schwimmen fühlen, als sei man Old Shatterhand an einem der Drehorte im heutigen Kroatien. Und man kann entsprechende Symbolfotos machen.

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Oder im Sommer einfach abends nur noch mal zum Baden hinfahren:

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Alles eine Frage der Phantasie. Und die muss man sich eben anregen lassen. Manche Orte können das besser. Andere schlechter.
Und manche Menschen können das gar nicht – die gehen nur Kacheln zählen. PS: Man kann in der Kiesi auch seine Ente zu Wasser lassen. Wie sich das gehört für einen der schönsten Orte…
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214-10Vielen Dank fürs Lesen.
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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

2 Kommentare zu “Bloagparade ‚Die schönsten Orte‘: Die Kiesi

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