Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Challenge 2016 / 10. Teil: Hartsee Happiness

Ein Kommentar

Und da ist er wieder, der Sommer 2016, der sich bisher nicht gerade von seiner verführerischen Seite gezeigt hat. Heute aber herrscht bestes Wetter – Grund, den Hartsee anzufahren. Auch ihn habe ich 2015 schon mal besucht, war sehr angetan und wollte mir darum auch dieses Jahr diesen Toteissee vornehmen.
Diese Ausflüge in den Chiemgau gehören unbedingt zu den Kleinen Fluchten, den Eintagsurlauben, über die ich hier ja schon gebloggt habe.
Während sich – weil Samstag und Ferienbeginn hier und Ferienende dort ist – auf der Autobahn Stoßstange an Stoßstange reiht, fahren meine Frau und ich „hintenrum“ über die Dörfer zur Eggstätter Seenplatte. Sollen die Urlauber Stau spielen – ich weiß was Besseres.
Natürlich trifft man an einem Wochenende mitten im Sommer auch am Hartsee auf reichlich Badegäste, nicht nur Einheimische, auch viele Urlauber. Der See hat eben was: Er ist nicht so groß wie Chiem- und Simssee, deutlich flacher und daher wärmer, das Wasser ist ein wenig moorig und daher enorm weich. Es gibt keinerlei Bootsverkehr und eine charmante Freizeitanlage mit Biergarten. Kein Wunder, dass der See so beliebt ist.

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Während sich die Badegäste aber überwiegend an Steg und Schwimmplateau aufhalten, braucht’s nur ein paar kräftige Züge und man ist buchstäblich allein… von Wasservögeln und Libellen einmal abgesehen.
Da kommt Freude auf. Niemand, wirklich niemand schwimmt weiter weg vom Steg als die dreihundert Meter quer hinüber zum anderen Ufer.
In der Ferne winken die Alpen, der Himmel ist weiß-blau. Oberbayern zeigt sich heute von seiner schönsten Seite.
Wenn gelegentlich Schwimmfreunde behaupten, wir wären hier wirklich privilegiert mit den vielen Seen, dann kann ich das nur bestätigen. Das sind wir.
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Die eine oder andere kalte Stelle im See ignoriere ich, halte mich nah am Ufer und orientiere mich nach Süden. Noch nie so oft wie heute schaffe ich es, in den Seerosen zu landen. Die wachsen einfach überall, zumindest im Südteil des Sees bilden sie ganze Teppiche. Aber meine Laune ist zu gut, als dass ich mich darüber ärgern könnte.r-hart16-03

r-hart16-05Ich bin jetzt nicht gerade ein großer Fan davon, durch Seerosen zu schwimmen, aber irgendwie stören sie mich auch nicht allzu sehr. Der Versuch, sie zu umschwimmen funktioniert nicht, denn mal wachsen sie mehr mal weniger weit in den See hinein. Immer wieder hänge ich drin. Ich nehme es gelassen.
Schließlich sind sie hier zu Hause und ich bin nur ein Gast im Vorbeischwimmen.
Hin und wieder klatscht die Hand beim Kraulen auf die ledrigen Blätter. Das ist dann eben so…Da heute keine Eile geboten ist, zücke ich die Kamera, die ich mir ans Fußgelenk gebunden habe. Wieder werde ich mit haufenweise Bildern auf dem Speicherchip nach Hause kommen, denn ich fotografiere wild und hemmungslos drauf los. Mal unter, mal über Wasser.
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Unter Wasser beobachten mich Blütenknospen aufmerksam. Sie verfolgen jede meiner Bewegungen. Was immer sie angesichts dieses merkwürdigen Wesens, das um sie herumturnt, und seines eigenartigen Treibens denken mögen wird mir wohl verschlossen bleiben. Wie diese Knospe:r-hart16-04-1

Nach dem eher zögerlichen Start der Challenge 2016 geht es jetzt Schlag auf Schlag: Viel ist nicht mehr zu tun:
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Challenge 2016:
410 km * Mindestens ein Fünfer * Feringasee * BDHSG-Leute zum Schwimmen treffen * Zustorfer Weiher * Goldene Stunde * Ammersee von A nach B * Austrian Open Water im Simssee * Chiemsee: Fraueninsel * Chiemsee Herreninsel * Simssee: Nur so * Hartsee * Kloster Seeon zu Wasser * Pelhamer See * Langbürgner See * Vollmondschwimmen *
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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

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