Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Frag doch mal die anderen (Teil 12): Günter Eckert

3 Kommentare

Günter Eckert stammt aus Bayern und ist über Südtirol nach Baden-Württemberg gelangt. Hier haust er – wie er erzählt – seit 1999 mit seiner Frau Mariétou und ihren inzwischen drei Kindern. Weil das mit der Schauspielerei nicht geklappt hat, arbeitet er im Rechnungswesen und bloggt über seinen Sport.

01.  Ich schwimme, weil…
… ich das Gefühl liebe, durchs Wasser zu gleiten. Wenn es mal richtig gut läuft, wenn ich spüre, wie die Hände und Arme den Widerstand des Wassers nutzen, um den Körper vorwärts zu treiben, dann fühlt sich das einfach großartig an. Ab und zu kommt das sogar vor.

02. Wo und wie hast Du schwimmen gelernt? Wie alt warst Du damals?
Schwimmen habe ich vor 50 Jahren im Hallenbad Regensburg gelernt, als ich gerade in die Schule kam. Na ja, was man da so schwimmen nannte. Seit ich im Verein schwimme, sieht es schon viel besser aus.r-ge1

03. Am liebsten schwimme ich im Fluss oder See.
Das Streckenschwimmen im Fluss habe ich zum ersten Mal auf einer geführten Tour erlebt. Mit Swimtrek bin ich 2009 zwei Tage lang den Oberlauf der Themse runtergeschwommen. Ein Fluss hat gegenüber anderen offenen Gewässern den Vorteil, dass man fast jederzeit ans Ufer kommt, wenn was passiert. Und man kann enorme Strecken zurücklegen, ohne im Kreis zu schwimmen. Wenn dazu noch eine schöne Landschaft kommt, ist das ein toller Kurzurlaub. Aktuell beackere ich die kleinen Donauzuflüsse im Bayerischen Wald. Den Regen habe ich schon durch. In der Naab musst ich voriges Jahr abbrechen, da sind noch ein paar Etappen offen, danach geht es in der Altmühl weiter. Fern der alten Heimat bin ich auch oft im Neckar zu finden, dazwischen auch gern mal in einem See. Schwimmen im Meer hat auch seinen ganz besonderen Reiz, erfordert aber auch besondere Konzentration beim Kurs halten.

04. Wo findet man Dich im Sommer im Wasser, wo im Winter?
Im Sommer bin ich im Ludwigsburger Freibad Hoheneck unterwegs, oft im Neckar und ab und zu im Breitenauer See – wenn ich nicht gerade eine Bayerwaldtournee schwimme. Winters radle ich meist rüber zum Ludwigsburger Hallenbad. Oder ich steige in den Neckar oder den Breitenauer See, dann aber deutlich kürzer als im Sommer.r-ge2

 

05. Bist Du Vereins-/Leistungs-/Wettkampf-/Freizeitschwimmer?
Ich bin vor ein paar Jahren in den Schwimmverein Ludwigsburg eingetreten, damals vor allem, um für Triathlon zu trainieren. Reine Schwimmwettkämpfe im Becken mache ich nicht, aber seit zwei Jahren Freiwasserschwimmen bis zu 5 km.

06. Was ist Deine Lieblingsschwimmtechnik und welche magst Du gar nicht?
Als fauler Hund schwimme ich am liebsten Kraul und ab und zu ein paar Bahnen Brust zur Abwechslung. Delfin täte ich gern können wollen, es reicht aber nur für 23 Meter; wenn ich ein 23-Meter-Becken finde, mach ich das öfter. Rücken geht gar nicht, da läuft mir Wasser unkontrolliert in Nase und Augen, der Hintern hängt optisch und hydrodynamisch nachteilig runter und ich hab keine Orientierung. Weiß der Geier, wie sich die Profis im Freibad orientieren.r-ge5
07. Was war das aufregendste, schönste, spannendste, dramatischste Schwimmerlebnis, das Du bisher hattest?
Das war der Amsterdam City Swim 2014, eine Charity-Veranstaltung zu Gunsten der ALS-Forschung. 2000 Teilnehmer schwammen mitten durch Amsterdam, in den Grachten, unter den Brücken durch. Die Organisation war großartig, dank finanzstarken Sponsoren war das ganze Drumherum gigantisch, eine gewaltige Party mit Musik, Essen und Trinken vom Vormittag bis tief in die Nacht. Das prächtige Herbstwetter trug zur grandiosen Stimmung bei und die 2000 Leute hatten einfach nur Spaß. Im Nachhinein bin ich viel zu schnell geschwommen… Ein ausführlicher Bericht davon steht hier auf meinem Blog.

08. Welche Gründe gibt es für Dich, das Wasser zu verlassen statt weiter zu schwimmen?
Eine volle Blase oder Schmerzen in den Schultern.

09. Der schönste Moment beim Schwimmen ist…
Wenns rauscht.r-ge3

10. Gibt es Sportarten, die genauso schön sind wie Schwimmen? Oder sogar noch schöner?
Ich finde die Frage unfair. Es gibt viele Dinge, die ich gerne tue, dazu gehören auch mehrere Sportarten bzw. Freizeitaktivitäten an der frischen Luft. Ich hab da keine Parker-Skala. Ich wünsche mir nur mehr und längere Wochenenden!r-ge4

 

11. Hast Du irgendeinen Schwimm auf der Liste der Dinge, die Du unbedingt noch tun/schwimmen/erleben möchtest?
Da gibt es so viele: vor ein paar Tagen habe ich zum ersten Mal Bilder des Caledonian Canal gesehen, gut 100 Kilometer quer durch Schottland. Das wär mal was.

12. Mit wem würdest Du gern einmal eine Runde schwimmen gehen?
Da bin ich offen. Über die Schwimmerei habe ich viele sympathische Leute kenn gelernt. Oft bin ich in der Facebook-Gruppe „Bist du heute schon geschwommen“ auf die gestoßen und habe sie später im echten Leben getroffen. Aber es gibt niemand Speziellen, den ich unbedingt noch treffen muss.

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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

3 Kommentare zu “Frag doch mal die anderen (Teil 12): Günter Eckert

  1. Das darf ich jetzt leider nicht liken 😉

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