Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Männer sind so – Teil 7

4 Kommentare

Männer sind so – Frauen sind anders.

Es wäre geradezu töricht, etwas anderes behaupten zu wollen. Männer und Frauen sind nicht gleich. Das mögen manche Disputanten in der Genderdiskussion anders sehen. Aber keine noch so vehement vorgebrachte Ideologie bringt den Unterschied zwischen den Geschlechtern weg. Aber darum geht es hier auch nicht.
Ich will diese bisweilen bis in die Absurdität geführten Genderdiskussionen nicht um einen weiteren Beitrag bereichern – es ist mir zum Beispiel völlig schnurzpiepegal, ob Ampelmännchen oder Ampelfrauchen, Ampelpärchen mit unterschiedlichen oder gleichen Geschlechtern am Straßenübergang einen freien Weg signalisieren. Und es ist mit ebenfalls – denn auch darüber kann man stundenlang diskutieren – völlig wurscht, ob Papis ihre kleinen Töchter mit unter die Männerdusche im Schwimmbad und Muttis ihre kleinen Jungs mit unter die Frauendusche nehmen. Und ich echauffiere mich auch nicht, dass das Fünferpack Einmalrasierer für die zarten Frauenachseln teurer ist (und pink eingepackt) als das Fünferpack Einmalrasierer für den buschigen Männerbart (blau oder schwarz verpackt).

Nein – es geht hier um mehr. Es geht um den größten wahrzunehmenden Unterschied zwischen Männern und Frauen. Ich habe ihn heute im Stuhl unter den Fingern der Friseurin meines Vertrauens entdeckt:

Frauen gehen öfter zum Friseur, halten sich dort ungleich länger auf als Männer und zahlen freiwillig einen weitaus höheren Preis. Was Fakt ist und gleichzeitig ein alter Hut. Lohnt sich nicht, darüber zu reden, auch das Thema ist bis zum Erbrechen debattiert worden.

Seit ich heute aber bei meiner Friseurin war und sie sich größte Mühe gab, mein wollig verwuchteres Haupt wieder angemessen und modisch erscheinen zu lassen, weiß ich, dass Männer mit ihren Haaren Dinge tun, die Frauen nie machen würden.

Zwar tun Männer auch mit ihren Haaren Dinge, die auch Frauen tun, sich zum Beispiel die buschigen Augenbrauen in Form rasieren oder die Haare zwischen Nase und Oberlippe entfernen lassen. Aber Männer tun weitaus mehr:
Daheim haben sie längst begonnen, auch andere Körperregionen zu enthaaren und es den Frauen damit gleichzutun. Das Thema hatten wir bereits, das müssen wir nicht wiederholen.
Und sie lassen sich Haare, die aus allerlei Körperöffnungen sprießen abflämmen oder rausrupfen. Machen Frauen das auch oder haben die keine Nasenhaare? Auch eine Frage, der ich mal nachgehen müsste.

Und noch eines tun Männer, was Frauen niemals machen würden – und hier sind wir endlich bei dem größten Unterschied, den ich mir vorstellen kann: Sie fahren direkt vom Friseur ins Schwimmbad, duschen, stülpen sich eine Badekappe auf und springen ins Chlorwasser. Und das, obwohl sie gerade frisch gewaschen, geschnitten, frisiert und geföhnt sind. Und das, obwohl ihnen gerade erst eine kinderhandvoll Styling-Gel kunstvoll in die Haare eingearbeitet wurde, damit jedes nur erdenkliche Haar dem darunter liegenden Wirbel zum Trotz genau so steht, wie es soll und nicht wie es will. Und dass, obwohl niemand, rein niemand die neue Frisur gesehen und gebührend gelobt hat, bevor man sie gleich wieder ramponiert. Männer machen so was. Frauen nicht.

Jedenfalls kenne ich keine, die ihre soeben teuer bezahlte Frisur so schnell wieder opfert und sich nicht zumindest den Rest des Tages daran erfreut.
Sehen Sie – ich habe Recht. Frauen machen so etwas nicht.
Aber ich mache so was – weil ich ein Mann bin.

Und weil ich andere Prioritäten setze.

Und weil Männerfrisuren ja so viel günstiger sind…

 


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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

4 Kommentare zu “Männer sind so – Teil 7

  1. Also ich kenne das anders. Ich gehe bestimmt vier mal so oft zum Friseur und zahle auch ungefähr nur ein Viertel von meiner recht langhaarigen Frau.
    Kein finanzieller Unterschied, bis dahin also. (Bis auf Fahrtkosten und auf die Tatsache, dass meine hellen Strähnchen absolut natürlich sind, während die meiner Frau mühsam mit massiven Einsatz von Chemie hergestellt werden müssen.)

    Komme ich nach Hause muss ich schon alleine deshalb sofort ins Wasser, weil mich die kleinen Härchen sonst umbringen würden, Frauen sind da vielleicht härter im Nehmen, vielleicht ist das der eigentliche Unterschied

  2. Du kennst die Frauen nicht 😉

    Es gibt „Cut & Go“, das ist für Frau viel günstiger. Wenn sie ins Schwimmbad geht, dann föhnt sie sich im Frisiersalon die Haare selbst oder lässt es gleich ganz und geht mit nassen Haaren ins Schwimmbad.

    Überhaupt lässt sich Frau ungerne die Haare von Friseur stylen, weil sie ganz genau weiß, dass sie sie nie wieder genauso hin bekommt (mangels Hände am Hinterkopf). Jeder Versuch macht sie nur depressiv.

    Den Luxus, sich die Haaren stylen zu lassen und dann ins kühle Nass zu springen, würde sie rund 20 Euro mehr kosten, das ist ihr der Spaß nicht wert. Und jedes Stylingprodukt kostet noch mal drei Euro on top. Alles das, was der Mann häufig umsonst dazu bekommt, weil er wesentlich häufiger (ja, ja) vorbei schaut, denn kurzen Haaren sieht man den Wuchs viel schneller an, als langen.

    • Aber genau das ist doch der Punkt…

      Keine Frau lässt sich komplett die Haare durchstylen, nur um danach schwimmen zu gehen und alles zu ruinieren. Alle Frauen, die danach Sport machen, reduzieren den Friseurbesuch auf „Cut & Go“.
      Und ich eben nicht 🙂 – ich lass das volle Programm durchlaufen und geh trotzdem schwimmen.

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