Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Widerspruch zum Widerspruch

2 Kommentare

Es ist ja nicht so, dass es ich es nicht gewöhnt wäre, dass man mir widerspricht. Im Gegenteil. Permanenz führte schon lange zu einer gewissen Abstumpfung und -härtung meines zarten Gemüts, so dass es mich längst nicht mehr überrascht, wenn ich mit meiner Meinung oder meinen Erkenntnissen allein auf weiter Flur stehe.

Es ist nur ungewöhnlich, dass ich so viel Widerspruch auf meine Texte in diesem Blog erhalte. Gestern aber passierte genau das. Und nun drängt es mich nun doch zum Widerspruch zum Widerspruch. Ich weiß, das ist ein heikles Unterfangen, denn mein Widerspruch zum Widerspruch richtet sich ausnahmslos an Frauen. Also:

Vorgestern meinte ich, einen grundsätzlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen gefunden zu haben. Nämlich den, dass ich zum Friseur gehe, mich vollständig durchstylen lasse (was die Frisur betrifft), nur um danach auf direktem Wege ins Schwimmbad zu fahren, was bekanntlich dne Großteil der gestalterischen Arbeit meiner Friseurin zunichte macht.

Mehrere Frauen – und nur Frauen – widersprachen mir auf Facebook aufs Allerdeutlichste. Hier ein willkürlicher Screenshot aus der Diskussion unter dem Post zu dem Blogbeitrag-Link:


Um das klar zu sagen: Es gab auch von Leserinnen Zustimmung. Aber viele Frauen kommentierten doch sehr energisch, dass sie genau das machen, was ich als Unterschied der Geschlechter ausgemacht habe: Direkt und komplett durchgestylt vom Friseur zum Sport zu gehen. Bei näherer Betrachtung dieser Einwendungen (im folgenden habe ich einfach mal ein paar Beispiele zitiert und die Autorinnen farblich besonders geschmackvoll anonmymisiert) stelle ich aber fest, dass der Widerspruch gar keiner ist, auch wenn er vermutlich so gemeint war. Denn die Tücke liegt im Detail – wie so oft.

Sie sehen, worauf ich hinaus will?
Entscheidend sind die Hinweise, dass die Kommentatorinnen eben genau das NICHT machen, was ich als Mann gemacht habe: Das volle Programm auf dem Friseurstuhl durchgezogen und dann postwendend ab ins Wasser.
Was ich immer wieder lese: Frauen verzichten auf Föhnen und richtiges Stylen, auf Schnick und Schnack. Was vernünftig ist, kosten Schnick und Schnack ja extra und jede Investition wäre nur rausgeschmissenes Geld, wenn sie nach dem Friseurbesuch nicht auf eine Familienfeier, in die Oper oder eine Galaveranstaltung gehen, sondern Bahnen kloppen.

Aber genau das habe ich nicht gemacht und genau das habe ich gemeint. Das volle Programm. Wie bereits vorgestern geschrieben: Ich lasse mir haufenweise Gel ins Haar einarbeiten, nur um es keine Stunde später wieder unter der Schwimmbaddusche auszuwaschen. Ich verzichte weder auf Schnick, noch auf Schnack und schon gar nicht auf Schnuck, den Platsch ins Wasser.
Das ist und bleibt der Unterschied.

q.e.d.

Advertisements

Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

2 Kommentare zu “Widerspruch zum Widerspruch

  1. Vielleicht lag es am Vorher-Foto, dass die Frauen alle dem Missverständnis erlagen 😀

    Gerade habe ich den Text noch mal gelesen und ich würde ihn immer noch missverstehen. Da stand z. B.: „Frauen gehen öfter zum Friseur, halten sich dort ungleich länger auf als Männer und zahlen freiwillig einen weitaus höheren Preis.“ Und dagegen haben die meisten Frauen definitiv und unwiderlegbar widersprochen.

    Auch stand da: „Und noch eines tun Männer, was Frauen niemals machen würden – und hier sind wir endlich bei dem größten Unterschied, den ich mir vorstellen kann: Sie fahren direkt vom Friseur ins Schwimmbad, duschen, stülpen sich eine Badekappe auf und springen ins Chlorwasser.“ Auch das scheinen Frauen ebenso zu Hauf zu machen und lassen sich es nicht nehmen.

    Einziger Unterschied ist, das richtige Föhnen und das Gel. Und da sehe ich immer noch keinen Geschlechterunterschied, denn bei einer Kurzhaarfrisur ist das kein Ding und das bisschen Gel bekommt Mann ja meistens noch geschenkt. Ich sehe da keinen Geschlechterunterschied, sondern einen ökonomischen. Immer noch.

    Frage mich aber gerade, warum dir das so wichtig ist. Brauchst du ein Alleinstellungsmerkmal 😉

  2. Ein Vorschlag zur Güte wäre es, sich einfach eine individuell gestaltete Schwimmkappe aufzusetzen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s