Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Soll ich – oder soll ich nicht?

Ein Kommentar

Immer diese Entscheidungen – ich hasse es.
Soll ich, oder soll ich nicht?

Die Frage stellt sich jedes Jahr, wenn die Hallensaison zu Ende geht, denn ab Montag, 01.05.2017 ist das Erdinger Hallenbad geschlossen. Am 13.05. wird dann das Freibad öffnen und es werden in Kürze wieder Saisonkarten angeboten. Soll ich eine kaufen?
Es ist ja nicht so, als ob ich vergangenes Jahr nicht auch schon vor der Entscheidung gestanden hätte. Und es ist auch nicht so, als ob ich nicht mit Kumpel Herbert das Thema schon ausführlich besprochen hätte. Gerade vor ein paar Tagen erst. Aber hat mir das weitergeholfen?
Nein.
Ich muss darüber noch mal in Ruhe nachdenken:

Um diese Frage zu beantworten, gebe ich mir 4 Schwimmkilometer Zeit; genug also, über das Für und Wider nachzudenken, alle Aspekte genügend zu würdigen und vor allem umfangreiche Rechenoperationen vorzunehmen. Was nützt eine Analyse ohne Fakten, Fakten, Fakten?
Zunächst werde ich den Saisonkartenpreis durch den Eintrittspreis teilen, den ich normalerweise bezahle, wenn ich mit der 50er Marke, die ich immer nutze, ins Freibad gehe. Die erste Rechnung, mit der ich gleich beim einschwimmen beginne, lautet also:
€ 95,00 (so viel soll wohl die Saisonkarte kosten) geteilt durch € 2,80 (denn die € 140,00 für die 50er Marke ergibt pro Besuch ja € 2,80).
Und schon geht das Drama los. Kopfrechnen gehört nicht zu meinen Kernkompetenzen und schon gar nicht mit solch krummen Zahlen.
Wie viel ist denn nun 95 : 2,80?
Mit Rechner oder Handy wäre kein Problem, im Kopf aber komme ich nach geraumer Zeit auf 34, was ich umgehend nach dem Schwimmen am Telefönchen verifiziere. Es sind 33,9 – um genau zu sein.
Na bitte geht doch.
Ich muss also mindestens 34 mal die Saisonkarte nutzen, denn nur dann lohnt sie sich.
Und genau 34 mal war ich 2016 im Sommer im Erdinger Freibad bzw. bin durch das Freibad durch hinein ins Vario-Becken, wenn es arg kalt war, und das war es bisweilen 2016 schon. Das kann doch kein Zufall sein. Das ist ein Zeichen? Nur: Was sagt es mir?

Weiter grübeln: Vorausgesetzt, die Saison endet am Sonntag, dem 10.09. dann komme ich auf 121 Nutzungstage. Was wiederum bedeutet, dass ich 17 Wochen und 2 Tage Zeit habe, 34 mal ins Freibadad zu gehen.
Und jetzt ist es auf einmal ganz leicht: 34 durch 17. Das kann ja jeder. 2
Wenn ich also verlässlich zweimal die Woche ins Freibad gehe, dann wäre eine Saisonkarte ein Nullsummernspiel und jeder weitere Besuch für mich umsonst. Da lacht der Sparfuchs. Das ist nämlich der einzige echte Grund, sich diese Karte überhaupt zuzulegen. Dann könnte ich – weil ja s schön günstig – auch mal für einen kurzen Abstecher abends noch ins Freibad, was ich normalerweise nie machen würde. Da reuen mich selbst schon die € 2,80, wenn die Zeit bis zur Schließung so knapp ist, dass ich nicht mal eine Dreiviertelstunde schwimmen kann. Es muss sich eben alles lohnen.

Es könnte alles so einfach sein -Kauf eine und fertig.

Aber dann meldet sich der Bedenkenträger und trägt seine großen „Aber“ vor. Und das gleich mehrfach:

  • Aber Du fährst im Sommer in den Urlaub, das musst Du also wieder aufholen. Dann bleibt es nicht bei nur zweimal die Woche.
  • Aber wenn im Sommer das Wetter so gut ist, dass Du nur noch in Seen und Weihern unterwegs bist, zahlst Du  quasi für Freibadbesuche, die Du gar nicht wahrnimmst. Bei jeder Runde im Weiher wirst du Dich ärgern, dass Du nicht im Freibad bist. Auch das musst Du alles reinholen.
  • Aber wenn Du mal Lust auf in anderes Hallen- oder Freibad hast, für das Du Eintritt zahlen müsstest, aber in Erding bereits per Saisonkarte bezahlt hast, zahlst Du ja eigentlich doppelt.
  • Aber wenn Dich die Sommergrippe ans Bett fesselt oder eine andere Malässe Dich heimgesucht hat und Du nicht schwimmen gehen kannst, dann stehst Du dumm da mit Deiner tollen Saisonkarte.

Wie ich das hasse…
Immer diese Entscheidungen. Sagte ich das schon.
Life is too complicated.

Gut, dass ich die bis Anfang Mai vertagen kann. Noch wird das Freibad ja erst für die anstehende Öffnung vorbereitet.

Also: Soll ich oder soll ich nicht?
Helfen Sie mir bitte!

 


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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

Ein Kommentar zu “Soll ich – oder soll ich nicht?

  1. Wer nicht entscheidet, kann auch nicht falsch entscheiden. Oder so
    ähnlich. 🙂

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