Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Kein Hexenwerk: Der Halbjahresabschluss

Ein Kommentar

Das Grauen hat einen Namen: Jahresabschluss. Und der kleine Bruder des Grauens ist der Halbjahresabschluss, mit dem sich alle, die in Firmen mit Geld zu tun haben, im Juli herumschlagen müssen.
Dabei kann es doch so einfach sein: Immer gleich die richtigen Zahlen in die richtige Tabelle an der richtigen Stelle eintragen und Excel den Rest alleine machen lassen. Schon wachsen wie von Geisterhand die schönsten Säulen- und Tortendiagramme. Folglich weiß ich, dass ich vom 01.01.2017 bis zum 30.06.2017  exakt 308 Kilometer geschwommen bin, 86 mal im Wasser war, was eine durchschnittliche Distanz von 3,58 km pro Schwimmen ergibt, ich weiß, dass ich bei 59,23% meines Jahresziels liege, was ich zwischenzeitlich von 455 auf 520 km erhöht habe. Ich weiß, dass ich mit 19,11% über dem Soll (der sich jeden Tag automatisch neu errechnet) liege oder anders ausgedrückt: Selbst wenn ich bis zum 04.08. nicht mehr schwimme, bin ich immer noch im grünen Bereich. 
Ich weiß aber noch viel mehr:

69% der geschwommenen Strecke war in der Halle, 18% im Freibad, 13% im Freiwasser. Im Meer war ich noch gar nicht (kommt noch) und ich weiß, wie oft ich in welchem Monat schwimmen war.

Ich weiß, wie viel Strecke ich dabei gemacht habe, dass ich es im Januar vollkommen übertrieben habe und im Februar sehr nachlässig war.Ich weiß, dass sich die durchschnittliche Schwimmdistanz relativ konstant hält, die kürzeren Freiwasserstrecken durch die längeren Freibadstrecken oft wieder ausgeglichen werden und ich im Mai öfter mal gefroren und deshalb das Schwimmen beendet habe.

Ich weiß, was die Monatsleistung auf die Tage runtergebrochen bedeutet und ich weiß, dass ich eigentlich bescheuert bin, aus allem eine Wissenschaft zu machen.

Ich weiß, dass ich mich schwer beherrschen muss, die Zahlen von 2017 nicht auch noch denen von 2016 und 2015 gegenüberzustellen und detailliert zu analysieren.
Das ist was für Buchhalter mit ihren Ärmelschonern und Grünlilien auf der Bürofensterbank. Sollen die sich damit beschäftigen. Ich geh lieber noch ne Runde schwimmen.

Dann kann ich nämlich mit dem zweiten Halbjahr 2017 weitermachen…


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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

Ein Kommentar zu “Kein Hexenwerk: Der Halbjahresabschluss

  1. Ich fand das alles ziemlich interessant und meinetwegen könntest Du 2016 und 2015 … Oh Moment, sehe gerade, meine Grünlilien brauchen dringend Wasser! Wünsche Dir, dass es auch im zweiten Halbjahr so gut läuft, … schwimmt!

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