Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…

Frag doch mal die anderen (Teil 19): Conny Prasser

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Conny Prasser (hier geht es zu ihrem Blog)  lebt im sächsischen Moritzburg bei Dresden, liebt die Natur, Tiere (insbesondere Katzen und Hunde), hat selbst zwei Katzen und versorgt darüber hinaus zahlreiche Gastkater. Sie genießt das Leben, gern auch mal ein gutes Glas Wein oder ein genussvolles Dinner.

01. Ich schwimme, weil…
…ich mich im Wasser einfach am wohlsten fühlen. Ich liebe die Leichtigkeit und das fast mühelose Dahingleiten ebenso wie sämtliche Herausforderungen, die offene Gewässer so bieten können.

02. Wo und wie hast Du schwimmen gelernt? Wie alt warst Du damals?
Wie fast jedes Kind zur damaligen Zeit haben mir das Brustschwimmen meine Eltern beigebracht. Da war ich ca. sechs Jahre alt. Im Schulsport habe ich dann Ansätze von Rücken- und Kraulschwimmen gelernt. Das richtige Kraulen habe ich mir vor ca. 10 Jahren überwiegend selbst beigebracht, als ich mit Triathlon begonnen habe. Natürlich habe ich auch einige Schwimmcamps und –seminare besucht, um die Technik zu optimieren.

03. Am liebsten schwimme ich im See oder Meer weil:
Ich liebe natürliche Gewässer und die Weite, die Seen und das Meer bieten. Hallenbad hasse ich am meisten. Erstens ist das Wasser dort viel zu warm, zweitens hat man meist viel zu wenig Platz zum Schwimmen und drittens bekomme ich durch das Chlor nur sehr schlecht Luft.

04. Wo findet man Dich im Sommer im Wasser, wo im Winter?
Im Sommer schwimme ich natürlich überwiegend in Seen in meiner Umgebung. Die Lausitz bietet einige schöne Seen, die ursprünglich Tagebaugruben waren. Deshalb ist das Wasser dort auch schön klar. Im Winter trainiere ich Eisschwimmen in einer kleinen Tongrube in der Nähe von Moritzburg, sofern diese – wie in diesem Winter – nicht zugefroren ist. Da musste ich ins Freibad in Dresden ausweichen, wo ich das Wasser teilweise vom Eis befreien konnte. Natürlich muss ich auch richtig trainieren – das mache ich ganzjährig dreimal pro Woche im (beheizbaren) Pool in meinem Garten, der eine Gegenstromanlage besitzt.

05. Bist Du Vereins-/Leistungs-/Wettkampf-/Freizeitschwimmer?
In einem Schwimmverein war ich bislang nie. Als Leistungsschwimmer will ich mich auch nicht wirklich bezeichnen. Ich trainiere viel, nehme auch an Wettkämpfen teil – im Winter beim Eisschwimmen und im Sommer bei Langstreckenschwimmen.

06. Was ist Deine Lieblingsschwimmtechnik und welche magst Du gar nicht?
Ich kraule natürlich am liebsten, das ist für mich die Technik, bei der ich am entspanntesten durchs Wasser gleiten kann. Rückschwimmen werde ich wohl nie richtig lernen.

07. Was war das aufregendste, schönste, spannendste, dramatischste Schwimmerlebnis, das Du bisher hattest?
Da gibt es eigentlich sehr viele Ereignisse, die mir da einfallen. Aus der jüngsten Vergangenheit ist mir natürlich meine Eismeile in Holland noch am präsentesten. Da war es wirklich spannend zu erleben, wie Körper und Geist während und nach dem Schwimmen reagierten (ausführlich dazu in meinem Blog)

Auf aufregendsten war vielleicht bislang der Freedom Swim von Robben Island ans Festland von Kapstadt. Die Kulisse war toll (Schwimmen vor dem Tafelberg), aber die Bedingungen an diesem Tag waren sehr hart. Hohe Wellen, ungewöhnliche Strömung (es war Springflut) und schmerzhafte Quallen im offenen Gewässer machten das Schwimmen sehr anstrengend. Dazu kamen Brandungswellen kurz vorm Ziel, die mich wie in einer Waschmaschine durchgeschüttelt haben. Dank der tollen Unterstützung von Christof Wandratsch, der mich auf dem Boot begleitet hat, habe ich dennoch den 3. Platz der Frauen-Wetsuit-Wertung belegt und mein erstes Preisgeld gewonnen.


08. Welche Gründe gibt es für Dich, das Wasser zu verlassen statt weiterzuschwimmen?
Beim Eisschwimmen ist die Frage sehr einfach zu beantworten. Spätestens wenn ich merke, dass ich orientierungslos werde, schwimme ich ans Ufer. Gleiches gilt, wenn ich im Training eine ungewohnte Kälte in mir spüre (das klingt für einen Nichteisschwimmer sicher komisch 😉 ). Ansonsten verlasse ich natürlich sowohl das warme als auch das kalte Wasser, wenn ich irgendwelche gesundheitliche Probleme bekomme, wie z.B. einen Krampf, den ich nicht im Wasser lösen kann. Dies ist mir aber erst einmal – und zwar im Hallenbad – passiert. Ansonsten bin ich eine Kämpferin, mich haut so schnell nichts aus der Bahn bzw. aus dem Wasser.

09. Der schönste Moment beim Schwimmen ist…
… wenn ich den sogenannten Flow komme. Ich denke, alle wissen, was ich damit meine.

10. Gibt es Sportarten, die genauso schön sind wie Schwimmen? Oder sogar noch schöner?
Ich habe acht Jahre lang Triathlon – darunter zwei Langdistanzen – betrieben. Aber ehrlich gesagt, ans Schwimmen kommt nichts ran. Gern fetze ich aber auch mal mit dem Mountainbike durch die Wälder und Felder.

11. Hast Du irgendeinen Schwimm auf der Liste der Dinge, die Du unbedingt noch tun/schwimmen/erleben möchtest?
Auch da gibt es noch viele Schwimmen auf meiner Wunschliste. Der Bodensee will durchquert werden. Aber es gibt auch andere schöne Seen, die ich gern durchschwimmen möchte, z.B. Lago d’Orta.

12. Mit wem würdest Du gern einmal eine Runde schwimmen gehen?
Mein absolutes Vorbild ist Michael Phelps. Ich könnte ihm stundenlang beim Schwimmen zusehen. Ein gemeinsames Schwimmen wird wohl aber ein Traum bleiben.

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Autor: Lutz Prauser

Mal böse, mal artig, mal bösartig. Satirisch, unabhängig, kritisch, motzig, ironisch - ganz wie es die Situation erfordert. Beobachtend, lauernd, zubeißend. Der will eben nur spielen.

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