Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Die Doppelnull verspielen – kann ich

Ich hätte die Doppel-Null haben können. Aber ich habe es versaut. Dabei wäre es so unsagbar leicht gewesen. Einfach 60 Bahnen im Erdinger Freibad schwimmen – fertig.
Dann hätte ich heute weitere 3 Kilometer in meiner Jahresstatistik ergänzen können und damit die 300 Kilometer voll gemacht.

300.

Das muss man sich mal vorstellen. Was für eine symbolträchtige Zahl. Glatt, rund, geradeaus. Ohne Kanten und Schnörkel – spartanisch, kraftvoll. Wie der Film von Zac Snyder.
Wenigstens ein oder zwei Tage hätte ich sagen können: Ich bin dieses Jahr schon 300 Kilometer geschwommen.

Aber wie gesagt: Ich habe es versaut und die Doppelnull in meiner Zahlenstatistik verspielt. Und so lacht mir eben keine 300 in meiner kleinen Excel-Tabelle entgegen. Aber weil ich mich langsam vor lauter Zählen, Statistiken, Auswertungen, Planungen, welche Seen ich noch abklappern möchte Weiterlesen


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Challenge 2017 (Teil 4c): …wieder mal beim Kini

Niemand weiß, was genau sich am Pfingstsonntag 1886 am Ufer des Würmsees, der heute Starnberger Sees, ereignet hat. Der 13. Juni 1886 allerdings endete dramatisch: Mit dem Auffinden der Leichen des bayerischen Königs Ludwig II und seines Arztes von Gudden im See.

Das Ende des Märchenkönigs war wohl auch der Beginn der Mythenbildung. War es Selbstmord? Ein Unfall? Mord? Die Spekulationen rissen nie ab, bis heute nicht, zu viele Ungereimtheiten gab es, zu viele Fragen. Die einen halten die Preußen für die Drahtzieher, die anderen den Prinzregenten Luitpold, den Onkel des Königs, der sich nach dem Tod Ludwigs endgültig an die Spitze Bayerns setzte. Insbesondere der Geheimbund der Guglmänner müht sich nach Kräften, den Mord zu beweisen, derweil Ludwig II. in Bayern verehrt wird wie ein Nationalheiliger, gefeiert und vermarktet wie ein höchst profitable Ikone der Popkultur.

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Freie Bahn – mehr will ich nicht

Immer diese Entscheidungen…

Weiher oder Freibad?
Wenn im Weiher – in welchen? Mit oder ohne Neoprenanzug? Wenn mit Neo, dann im langen Anzug oder im Shorty?
Wenn Freibad -dann Taufkirchen/Vils oder Erding?
Das Für und Wider will gut abgewogen sein. Also grüble ich, wo es möglicherweise am heutigen Samstag voll sein könnte und wo nicht. Ich frage mich, wie warm das Wasser in den Weihern wohl ist, ob es zum üblichen Park-Chaos am Kronthaler Weiher kommen wird, was mich schon wieder ziemlich an mir selber nervt. Denn immer geriet die Frage Wo parken wir denn? die mein Vater immer stellte, noch bevor er losgefahren war, zu einer sinnlosen und ellenlangen Diskussion, die an Absurdität kaum zu überbieten war. Das prägt, ich muss mich hüten, das nicht zu übernehmen!
Letztlich entscheide ich mich für einen Besuch im Erdinger Freibad. Und tue gut daran.
Als am frühen Nachmittag das Bad betrete, traue ich meinen Augen kaum:

Ein knappes Dutzend Leute ist auf dem Gelände, nur einer im Wasser. Das gibt’s doch gar nicht.
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Challenge 2017 (Teil 4b): Pipifax am Bibisee – Teil 1

Warum drücke ich mich vor den großen, prominenten Seen im Münchner Umland? Ich weiß es nicht. Stattdessen fahre ich, weil ich ja auch dieses Jahr neue Seen erkunden will, zum Bibisee.
Genauso gut könnte ich zum Starnberger oder zum Staffelsee fahren. Im einen hab ich noch nie geschwommen, den anderen kenne ich überhaupt noch nicht. Und den Tegernsee auch nicht. Aber irgendetwas hält mich ab von diesen geranienbalkondekorierten, aufg‘maschelten Touristen-Hotspots. Da, wo alle hinfahren, da wo es überall schuhplattelt und „Mei is des schee“ geseufzt wird, bin ich falsch.
Also zum Bibisee.

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Statt ins Wasser ab in die Botanik

Irgendwann kommt der Punkt, an dem ich einfach gar keine Lust mehr habe, schwimmen zu gehen. Schon allein der Gedanke daran lässt die Oberarme schmerzen. Es hilft nichts. Pause ist angesagt. Und einfach mal was anderes zu tun. Es ist ja nicht so, als gäbe es nichts, was mich nicht begeistern kann…
Grünzeug zum Beispiel.
Und Blühendes.
Blaublühender Enzian zum Beispiel.
Und schöne Gärten.

Also fahren meine Frau und ich am Pfingstsonntag ab in die Botanik. Oder um es genauer zu sagen: In den Botanischen Garten Nymphenburg in München.
Wir waren seit Jahren nicht mehr dort.
Es ist kühl und regnerisch, ich rechne nicht mit immensen Besuchermassen… was natürlich ein Irrtum an einem Feiertag ist. Die eine Hälfte der Münchner steht im Stau auf dem Brenner oder der Tauernautobahn. Die andere Hälfte dackelt durch den Tierpark, den Nymphenburger Schlosspark, den Englischen oder eben den Botanischen Garten. Dabei erzählt man sich Rabatten entlang schlendernd lautstark allerlei dummes Zeug über Pflanzen, Tiere oder ihre lästige Verwandtschaft. Weiterlesen


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Frag doch mal die anderen (Teil 18): Florian Müller

Florian Müller, 42 Jahre aus Blaichach aus dem Oberallgäu erzählt von sich, dass er „mit einer tollen Frau verheiratet ist, die mich bei meiner Leidenschaft zur Schwimmerei voll unterstützt, einer 4 jährigen Tochter, bald noch einer weiteren Tochter, und einem 16 jährigen Sohn aus einer vorherigen Beziehung der bei seiner Mutter lebt und mit dem ich regelmäßig Kontakt habe.
Beruflich habe ich 13 Jahre als Vermessungsingenieur im Tunnelbau meine Brötchen verdient. Seit 5 Jahren bin ich zuhause im Allgäu in einem Ingenieur- und Planungsbüro beschäftigt.
Sport vor allem Schwimmen gehören bei mir zum Leben. Wenn ich mal nicht sporteln kann, kann ich doch mal schlecht gelaunt sein.“fdmda-fm-02

01. Ich schwimme, weil….2
… ich dabei ein Gefühl von Freiheit spüre. Nach einer gewissen Zeit stellt sich ein „Flow“ ein und ich kann richtig Gas geben ohne Müdigkeit zu verspüren.
… ich ab und zu den Wettkampf brauche, um mich mit anderen zu messen, das kann auch ab und zu im Training vorkommen.
… ich bei Stress im Alltag und im Job den Kopf wieder frei bekomme
… ich dabei oft mit Gleichgesinnten schwimme und auch neue Leute kennenlerne
… es dort viele Bereiche gibt um an meine Grenzen zu kommen. Weiterlesen


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Challenge 2017 (Teil 4a): Totholz und Bilderrausch

Ich weiß es nicht, wie das passieren konnte.
Als ich 2015 25 Seen in und um München schwimmend entdecken wollte, habe ich mir vorher eine Liste gemacht, wo ich überall hin wollte. Eines der Auswahlkriterien waren die offiziellen Schwimmweiher im eigenen Landkreis, zumindest die, die eine gewisse Größe haben. Den Notzinger Weiher habe ich dabei irgendwie übersehen.
Asche auf mein Haupt, wo doch der dortige Kioskbetreiber Heinrich Link eine ganz entzückende Website ins Netz gestellt hat und die Vorzüge des Naturbadeparadieses anpreist.
Zu Recht.
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