Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


Ein Kommentar

…und es hat Boom gemacht!

Ist es nicht großartig, wenn Pläne funktionieren? Und meiner hat funktioniert, die Zugriffszahlen auf diesen Blog, gern auch Traffic genannt, sind geradezu erektil in die Höhe geschnellt. Was ein bisschen Sex doch ausmachen kann. Nach Veröffentlichung meines Lockvogelbeitrags vor etwas mehr als etwas mehr als einer Woche ging es hier richtig ab.
Will sagen: Ich wurde nahezu überrannt von lust- und entlastungssuchenden Menschen. Interessanterweise ging auch die Schere zwischen Aufrufen und Besuchern weiter auseinander. Bisher war es eher selten, dass Leute sich kreuz und quer durch den Blog geklickt haben – ein Artikel, vielleicht ein zweiter, dann waren die Leser wieder weg.
Jetzt aber wird gesucht und gestöbert, was das Zeug hält. Kann es sein, dass die frustrierten Besucher, die es per Suchmaschine in den Lockvogelartikel gedrückt hat, einfach nicht einsehen können (oder wollen), dass es hier rein gar nicht über frauen in neopren fetisch und bondage geschichten (die gerade jüngste Suchanfrage) zu lesen gibt? Und zu sehen noch viel weniger?
Warum glaubt niemand der mit Bedacht gewählten Überschrift?
Steht da nicht ausdrücklich: Hey Ferkel, Sie sind hier falsch, gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen…?

Weiterlesen

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Lesetipp (Teil 4): „Wasser: Entdeckung des Blauen Planeten“ von Markus Eisl, Gerhard Mansberger und Paul Schreilechner

59 Euro sind kein Pappenstil. Aber es ist ja bald Weihnachten. Und wer auf die Schnelle noch einen richtig guten Geschenktipp braucht oder nicht weiß, was er auf die eigene Wunschliste setzen soll: Wasser: Entdeckung des Blauen Planeten wäre mein ganz persönlicher Tipp. Nicht zuletzt deshalb, weil ich dieses Buch selbst empfohlen bekommen, mir gewünscht und dann auch geschenkt bekommen habe.

Ein beeindruckendes Promo zu diesem buchstäblich gewichtigem Werk finden Sie auf Youtube – einfach hier klicken Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Frag doch mal die anderen (Teil 24): Chrissy Schaller

Chrissy Schaller kommt aus Oberfranken. „So lange ich zurück denken kann, ist das Wasser mein Element“, erzählt sie. „Schwimmen mochte ich schon immer. Eben ein Fisch und das nicht nur vom Sternzeichen. Allerdings bin ich keine normale Schwimmerin. Ich bin die mit der großen Tasche ;)“

01. Ich schwimme, weil…
Anfang 2015 habe ich durch einen Zufall, von der Sportart „Flossenschwimmen“ erfahren. Nachdem ich das erste Mal eine Wettkampf-Monoflosse gesehen hatte, stand fest: Ich möchte das unbedingt lernen. Die Monoflosse hat mich so fasziniert, dass ich es unbedingt ausprobieren wollte. Obwohl ich mich vorher eigentlich für eine gute Schwimmerin gehalten hatte, habe ich bei diesem ersten Versuch gedacht ich Ertrinke. Denn „Finswimming“ sieht leicht und elegant aus, letztendlich hat die Zuordnung zum Extremsport schon seine Berechtigung.
Weniger wegen des Schwimmens, eher deshalb weil ich mit so einer Flosse schwimmen wollte begann ich dann mit diesen Sport. Normalerweise beginnt man mit den normalen Schnorchelflossen bis die Technik soweit sitzt. Trotzdem bettelte ich immer wieder mit der Monoflosse schwimmen zu dürfen.
Wieviel Chlorwasser ich in den ersten Monaten durch den Schnorchel getrunken habe, möchte ich gar nicht wissen. Wie oft hab ich mir ein Ventil am Schnorchel gewünscht um das Wasser da wieder rauszubekommen. Trotzdem möchte ich lobend den geduldigen Trainer am Beckenrand erwähnen, der mich immer wieder ermutigte weiterzumachen. Irgendwann wurde das mit der Atmung immer leichter und auch das fehlende Ventil war kein Problem mehr.
Ende vom Lied war, das ich nach einem knappen Jahr Training so gut war, das ich nicht nur mit der Flosse umgehen, sondern sogar recht brauchbare Zeiten erschwommen habe.
Letztendlich: Ich schwimme weil ich mir ein Leben ohne Monoflosse gar nicht mehr vorstellen kann. Weiterlesen


Ein Kommentar

Hey Ferkel, Sie sind hier falsch, gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen…

Manchmal denke ich, ich sollte…
Dann wieder denke ich: Lass doch, ist doch egal.

Vor einigen Monaten habe ich auf der Startseite ein neues Tool eingebaut, das Widget Top Seiten. Es listet die Blogbeiträge auf, die im Moment am Beliebtesten sind. Klar, dass die neuen Beiträge immer mit dabei sind, es liegt in der Natur der Sache, dass sie kurz nach Veröffentlichung den größten Zuspruch haben. Relativ regelmäßig wird auch der Beitrag über den Parco Nationale Migliarino San Rossore Massaciuccoli aufgerufen, und das so häufig, dass er regelmäßig in der Liste der gerade beliebtesten Texte auftaucht. Google liebt diesen Beitrag und verpasst mir ein tolles Ranking. Es gibt eben nicht allzu viele deutschsprachige Seiten über diesen Park, aber umso mehr italienischsprachige. Es soll mir recht sein, wenn deutsche Toscana- und Versilia-Urlauber hier vorbeischauen und über diesen Spaziergang lesen. Der Beitrag hat zwar mit dem Kernthema des Blogs wenig zu tun, aber er passt doch irgendwie ganz gut hier hinein. Die Rubrik Fremdgehen wurde ja dazu geschaffen, mit solchen Posts das Themenspektrum etwas zu erweitern.

Weitaus weniger begeistert mich, dass der Beitrag Neopren – Geschichten sich ebenfalls hartnäckig in den dieser Beliebtheitsliste hält, mal weiter, mal weniger weit oben.

Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Challenge 2017 (Teil 13): Deckel auf und weg damit

Nach wie vor nenne ich 17 Badehosen mein eigen. Das hat fast etwas Fußballerisches: Elf plus sechs Auswechselbuxen, davon zwei Shorts, die nicht wirklich mitzählen. Drei Hosen müssen  jetzt den Kader verlassen. Denn ich hatte mir ja die enorm schwierige Aufgabe gestellt, drei Badehosen wegzuwerfen. Also habe ich extra eine 17te gekauft, damit ich nach Vollzug nicht mit 13 sondern mit 14 Exemplaren da stehe. Dass die Strichliste der letzten Hosenzählung dem nicht entspricht, ist ihrem Alter geschuldet. Glauben Sie mir: Es sind 17!

Alle Hosen habe ich  in der Buxenparade vorgestellt. 14 nehme ich mit ins kommende Jahr.

Eigentlich ist das genug an Auswahl. Finden Sie nicht? Weiterlesen


Ein Kommentar

Am Ei vorbei und dann zum Fluss

Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU – was sonst?), deren Fachkompetenz sich hauptsächlich darin begründet, ein paar Jahre bei der Erdinger Wasserwacht gewesen zu sein, hat wieder einen rausgehauen. Sie schwärmt seit Neuestem von einer Idee: Dem Nationalpark Isar-Auen. Nun ist die emsige, einstige Busreisen-Unternehmerin seit längerem bemüht, Bayern den nächsten Nationalpark zu bescheren, weil es ihr und unser aller Überlandesvater Horst so verordnet hat. Er will noch einen, also hat sie einen ranzuschaffen. So einfach läuft das hier.
Zwar eignen sich die Regionen um Rhön und Spessart bestens dafür, die störrischen Anwohner dort aber bringen nur wenig Begeisterung dafür auf. Vor allem die Waldbauern, Landwirte und die Jäger nicht, also strammes Wählerklientel der derzeitigen Landesregierung. Die will man nicht verschrecken, Horsts Thron wackelt, da will man nichts provozieren. Doch nicht so einfach, das Ganze.
Doch jetzt naht die Lösung aller Probleme: Warum nicht als Alternative links und rechts der Isar hinter München einen Miniaturnationalpark errichten? Die Landschaft ist malerisch, die Auen sind renaturiert, der Fluss unbefahren, kein Schiffsverkehr, der sich um mögliche Einschränkungen sorgen müsste. Nur ein paar Angler im Freisinger Land zeigen sich bisher bockig, weil sie vielleicht nicht mehr so oft und nicht mehr so viel fischen dürfen wie bisher – und vielleicht auch nicht mehr jeden Isarfisch. Sonst regen sich kaum irgendwelche Bedenkenträger im Lande.
Mutmaßlich wären die Isar-Auen der schmalste Nationalpark, den Deutschland zu bieten hat, nicht mal zwei Kilometer sind die Wälder breit, dahinter lagern sich landwirtschaftliche Nutzflächen, allerlei Ortschaften und der Flughafen im Erdinger Moos. Durchschnitten wird die Landschaft von Autobahnen und dem Zubringer zum Airport. Egal. Ein Nationalpark muss her. Ob der schmale Landstrich die richtigen Voraussetzungen für einen Nationalpark hat, der ja eigentlich ein ausgedehntes (!) Schutzgebiet ist, kann man diskutieren. Täte es ein Naturschutzgebiet nicht auch?
Wie dem auch sei… Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Lesetipp (Teil 3): „Im Zelt“ von Wigald Boning

Wigald Boning? Das ist doch der…
Ja genau, der.
Der was?
Eine gute Frage, will man Boning in eine Schublade packen, was nicht zwingend notwendig ist. Einigen wir uns also darauf, dass das genau der ist, den man aus dem Fernsehen kennt.
Oder zu kennen meint.
Denn es gibt eine komplett andere Seite von Boning, die man erst kennenlernt, wenn man seine Bücher liest. Im Zelt gehört dazu, oder auch die Bekenntnisse eines Nachtsportlers über die an dieser Stelle vielleicht auch noch geschrieben wird.
Boning ist in höchstem Maße sonderbar, enorm konsequent, sehr reflektiert, sehr zurückgezogen und willensstark. Er ist, traut man diesem Selbstzeugnis, und warum sollte man das nicht tun, ganz und gar nicht der Clown, der Comedian, der Scherzkeks und Hans-Dampf, der sich für keinen blöden Witz zu schade ist.
Wie sonst käme einer auf die Idee, über 200 Nächste hintereinander allein in einem Zelt zu schlafen? Weiterlesen


2 Kommentare

Schreiben gegen rechts – C. ist angekommen

Im vergangenen Jahr hat die Berliner Bloggerin Anna Schmidt in ihrem Blog bunt und farbenfroh eine Blogparade zum Thema Schreiben gegen rechts veranstaltet. Nun geht sie in die zweite Runde. Hier mein Beitrag, eine Begebenheit, die schon zwei Jahre zurück liegt… nicht der Beginn, aber ein Abschnitt einer wunderbaren Freundschaft:

C. ist angekommen

Zumindest erweckt es den Anschein. Er spricht sehr gut Deutsch, macht eine Ausbildung, beißt sich durch eine dreijährige Lehre, Förderkurse und Berufsschule, um irgendwann hier wieder in dem Beruf zu arbeiten, in dem er schon einige Jahre gearbeitet hatte. Aber das war in Syrien. Viel ist nicht mehr übrig, von dem, was er dort geschaffen hatte. Viele der Gebäude, in denen er tätig war, liegen in Trümmern.
C. ist ehrgeizig: Er hat, kaum, dass er hierher kam, die Sprache gelernt, sich um die Anerkennung seines Asylantrags gekümmert, eine Lehrstelle und eine eigene, kleine Wohnung gefunden. C. wäre ein Paradebeispiel für gelungene Integration von Flüchtlingen. Und das trotz aller Vorbehalte und gelegentlicher Pöbeleien, die er ertragen muss.

Nur eines kann C. nicht und würde es doch so gerne. So erzählt er in seinem entwaffnenden Charme: gut Schwimmen.
Als er wieder einmal bei uns vorbei kommt, denn er ist mittlerweile ein guter Freund, fragt er halb im Scherz, ob ich nicht Lust hätte, ihm das Schwimmen beizubringen.
C. kann man schwer eine Bitte abschlagen, außerdem finde ich die Idee gut. Also gehen wir es an. C. erzählt, dass er in Syrien wenige Möglichkeiten zum Schwimmen hatte und sich ein wenig selbst beigebracht hat. Wenig später wird er ergänzen, dass er Panik hat: „Vor zwei Sachen. Angst, mit dem Kopf unter Wasser zu kommen und Angst, keinen Boden mehr unter den Füßen zu haben.“

Weiterlesen