Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Challenge 2017 (Teil 2): Der Schrecken der Kurgäste

Ich gebe zu, ich zögere etwas, als ich diese Tür durchschreite, ob ich das, was ich hier gleich treiben werde, berechtigterweise als Teil meiner Challenge 2017 auffasse. Denn es lässt sich darüber streiten, ob unter der Aufforderung an mich selbst, ein fremdes Hallenbad zu besuchen, auch ein Hotelschwimmbad gemeint sein könnte. Ein Hallenbad ist das ja nicht gerade…
Trotzdem! Schon aus Prinzip!

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Widerspruch zum Widerspruch

Es ist ja nicht so, dass es ich es nicht gewöhnt wäre, dass man mir widerspricht. Im Gegenteil. Permanenz führte schon lange zu einer gewissen Abstumpfung und -härtung meines zarten Gemüts, so dass es mich längst nicht mehr überrascht, wenn ich mit meiner Meinung oder meinen Erkenntnissen allein auf weiter Flur stehe.

Es ist nur ungewöhnlich, dass ich so viel Widerspruch auf meine Texte in diesem Blog erhalte. Gestern aber passierte genau das. Und nun drängt es mich nun doch zum Widerspruch zum Widerspruch. Ich weiß, das ist ein heikles Unterfangen, denn mein Widerspruch zum Widerspruch richtet sich ausnahmslos an Frauen. Also: Weiterlesen


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Männer sind so – Teil 7

Männer sind so – Frauen sind anders.

Es wäre geradezu töricht, etwas anderes behaupten zu wollen. Männer und Frauen sind nicht gleich. Das mögen manche Disputanten in der Genderdiskussion anders sehen. Aber keine noch so vehement vorgebrachte Ideologie bringt den Unterschied zwischen den Geschlechtern weg. Aber darum geht es hier auch nicht.
Ich will diese bisweilen bis in die Absurdität geführten Genderdiskussionen nicht um einen weiteren Beitrag bereichern – es ist mir zum Beispiel völlig schnurzpiepegal, ob Ampelmännchen oder Ampelfrauchen, Ampelpärchen mit unterschiedlichen oder gleichen Geschlechtern am Straßenübergang einen freien Weg signalisieren. Und es ist mit ebenfalls – denn auch darüber kann man stundenlang diskutieren – völlig wurscht, ob Papis ihre kleinen Töchter mit unter die Männerdusche im Schwimmbad und Muttis ihre kleinen Jungs mit unter die Frauendusche nehmen. Und ich echauffiere mich auch nicht, dass das Fünferpack Einmalrasierer für die zarten Frauenachseln teurer ist (und pink eingepackt) als das Fünferpack Einmalrasierer für den buschigen Männerbart (blau oder schwarz verpackt).

Nein – es geht hier um mehr. Es geht um den größten wahrzunehmenden Unterschied zwischen Männern und Frauen. Ich habe ihn heute im Stuhl unter den Fingern der Friseurin meines Vertrauens entdeckt: Weiterlesen


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Papa, warum leben wir?

Husten ist nervig. Extrem nervig. Abgesehen von der tödlichen Bedrohung, die von jeder Erkältung ausgeht – vorausgesetzt, man ist ein Mann – wirft sie einen um Tage zurück. Nach einer Woche ohne Schwimmen (mehr billige ich dem Husten nicht zu), sorge ich mich um sinkende Laune, steigende Gereiztheit, weil ich ins Wasser will, sinkende Trainingsroutine, vor allem aber um ernsthafte Schäden in meiner Jahresstatistik.
Also entscheide ich mich, obwohl ich noch immer gelegentlich in Hustengebelle verfalle, heute wieder schwimmen zu gehen. Nur drei Kilometer, ich will es ja nicht übertreiben.
Nach der Arbeit geht es ab ins Hallenbad Giesing-Harlaching. Wenn schon schlechte Laune (wer kann schon unterm Husten fröhlich sein?), dann richtig.
Erwartungsgemäß ist es voll. Zu voll. Und es wird ständig voller. Weiterlesen


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Es geht – wie immer – um alles. Also um die Wurst

Ausschnitt aus einem künftigen Klassiker des 21. Jahrhunderts, der erst noch geschrieben werden muss: Einer Wassermann-Biographie.

Halbwegs zufrieden lehnte er sich im Sitz seines Autos zurück. Alles, was er heute noch machen musste, war heimzufahren. Das Tagwerk war verrichtet und endlich hatte er es auch mal wieder ins Wasser geschafft. Endlich. Zu oft hatte er dem Schwimmen das schnöselige Skifahren oder das nicht weniger schnöde Spazierengehen vorgezogen. Damit war jetzt Schluss. Er musste wieder ins Wasser, sonst würde er sein Jahressoll niemals erreichen. Vier Kilometer würde er an diesem Abend in seine Exceltabelle eintragen können. Wenigstens etwas.
Zu mehr reichte die Motivation nicht. Obwohl es sich zum Ende im Schwimmbad deutlich geleert hatte, war es ihm zwischendurch zu voll geworden. Nicht, dass er zu den schnellsten auf der Bahn gehörte. Aber auch nicht zu den langsamsten. Und so war es ein fortgesetztes Spiel aus Überholen und Überholtwerden, dessen Regeln wohl nicht alle Teilnehmer zu begreifen schienen. Die Dummheit und Ignoranz anderer Menschen konnten ihm regelrecht Schmerzen bereiten – nicht nur bei den Zusammenstößen am Beckenende, weil die Dilettanten nicht mal die simpelsten Regeln des Überholens oder Überholenlassens kannten.
Allein die Existenz anderer Menschen, so beschied er wieder einmal, konnte unglaublich störend sein.16487236_10206805877820315_6539683055264060235_o

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Lyrik auf der Sportbahn

Es gibt wenig, was so erschütternd ist wie Zeilen von Amateur-Dichtern, die sich noch dazu krampfhaft bemühen, humorvoll zu sein. Sie tragen ihre Reime auf Geburtstagen, Jubiläen, Familienfesten und Vereinsfeiern vor – die Zuhörer schütteln sich innerlich vor Grausen, bewahren aber Haltung und spendieren  gelegentlich ein mildes Lächeln. Jeder wartet auf den Tusch, wie man ihn von Karnevalsveranstaltungen kennt. Denn dort ist es genauso. Erzwungene Endreime, asymmetrisches Versmaß mit mal zu vielen, mal zu wenig Silben. Und jeder sehnt ein Ende herbei. Gut gewollt heißt eben nicht gut gekonnt. Und die scheinbare Leichtigkeit wirklich guter Lyriker ist vermutlich harter Arbeit entsprungen.

Gelegentlich quäle ich die Facebook-Gruppe Bist Du heute schon geschwommen nach meinem Schwimmen mit selbstgeschmiedeten Versen, wie es in VHS-Kursen und unter Zuhilfenahme grober Werkzeuge (z.B. Brechstangen) nicht erbärmlicher gereimt werden könnte – und mit allergrößter Unverfrorenheit auch noch in einer Mundart, die nicht mal die meine ist.
Vom ersten Meter auf der Bahn bis zum letzten zermartere ich mir mein Hirn, was sich auf „schwimmen“, „Bahn“, „Strecke“, „Spind“ alles reimen könnte, oder auf „Beckenrand“ und „Beinschlag“. Ich zimmere Limericks zusammen, von denen ich erst mal hätte googeln sollen, wie das Versmaß ist, begehe ein abscheuliches Verbrechen an der Gattung Sonett und sorge dafür, dass alle, die sich ernsthaft um Poesie bemüht haben, im Grabe rotieren , so sie nicht mehr unter den Lebenden weilen – denen dreht sich vermutlich erst das Auge nach innen und dann der Magen nach außen. Weiterlesen


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Der mit den Schwänen spricht

Vielleicht gehört es ja mittlerweile zur Tradition dieses Blogs, einmal im Jahr im Winter in „mein Revier“ zu fahren, zu frieren und zu sagen: Wie weise von mir, dass ich mit dem Eisschwimmen nie angefangen habe. Ziemlich genau vor einem Jahr habe ich das am Tenner See gedacht, vor zwei Jahren an der mittlerweile vom Eigentümer komplett gesperrten Kiesgrube.

Wohlan – dann eben dieses Jahr am Kronthaler Weiher, in dem ich jedes Jahr dutzende Male unterwegs bin. kalt-2017-06-b Weiterlesen