Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Saisonabschluss – der Stress des letzten Wettkampfs

Illustriert mit Fotos von Mirko Groß vom Chiemsee-Langstreckenschwimmen 2017

Erinnern Sie sich daran, dass ich vor kurzem erst getönt hatte: „Idiot“, „Trottel“, „Depp“ und Stein und Bein geschworen habe: „Nie wieder…“?
Das war ungefähr bei der siebten Boje auf dem Langstrecken-Schwimmen im Chiemsee, von dem ich in diesem Blog erzählt hatte. Aber im gleichen Text war auch zu lesen: Es ist phantastisch, ich nehme mir vor, mich gleich am Abend für 2018 anzumelden, und für das Simsseeschwimmen. Und das Tegernseeschwimmen.
Soweit mal zum Thema, dass ich genau weiß, was ich will, bzw. was ich nicht will.

Im Nachgang des Langstreckenschwimmens haben die Veranstalter den Teilnehmern mehrere Mails geschickt, Rückblicke auf das Vergangene und Ausblicke auf das Kommende. Und dieses ist – wer ahnt es nicht – das Chiemsee-Langstreckenschwimmen 2018.
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Challenge 2017 (Teil 11): Die Chiemseequerung – gekniffen wird nicht…

Gekniffen wird nicht – obwohl ich, bin ich ehrlich, mehrfach mit dem Gedanken gespielt habe. 4,5 Kilometer ohne Pause von der Fraueninsel zum Strandbad Übersee zu kraulen, ist für mich kein Pappenstiel. Warum war ich so bescheuert, mich bei Chiemsee-Langstrecken-Schwimmen 2017 anzumelden?
Die Distanz ist weit, zwar bin ich solche Strecken schon öfter geschwommen, aber es könnte windig und wellig sein. Viele Cracks machen mit, viele, die deutlich schneller sind. Zweieinviertel Stunden Zeit gibt man uns, danach pflückt die Wasserwacht alle auf der Strecke Gebliebenen aus dem Wasser – was mein persönliches Waterloo bedeuten würde. Fazit: Gekniffen wird nicht.

Andererseits: Von angemeldeten 250 und tatsächlich erschienenen 217 Schwimmerinnen und Schwimmern muss einer der Letzte sein – und auch der kann erhobenen Hauptes aus dem Wasser kommen. Heißt nicht, dabei sein wäre alles? Und hab ich nicht oft genug im realen und im digitalen Leben davon erzählt, da mitzuschwimmen? Welch ein Gesichtsverlust, zuzugeben, kurz vorher gekniffen zu haben. Das geht gar nicht.
Außerdem: Wie viele in meinem Alter (Ü50) schaffen es, mehr als zwei Kilometer am Stück im freien Wasser zu schwimmen, geschweige denn, dass sie bei solchen Aktionen überhaupt noch mitmachen, wenn sie nicht ausgesprochen geübte, langjährige Schwimmer mit Vereinsanbindung sind? Und das bin ich nun mal nicht.
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Challenge 2017 (Teil 8): Was Neues am Chiemsee – Der Kailbacher Winkel

Oft schon war ich zum Baden oder Schwimmen am Chiemsee. Es ist der See in Bayern, in dem ich mit Abstand am meisten geschwommen bin, die heimischen Weiher mal ausgenommen, aber das sind ja auch keine Seen. In den allermeisten Fällen ging es dabei von Felden bei Bernau los, also im südwestlichen Eck.
Zeit wurde es also, den See mal von seiner anderen Seite kennenzulernen. Aufgabe für 2017 also: Eine Strecke im Chiemsee dort zu schwimmen, wo ich noch nie war. Das ist keine allzu große Herausforderung, der See bietet genug Möglichkeiten, was mich schon jetzt dazu verführt, mir die gleiche Augabe auch 2018 zu stellen und so den zweitbesten See von allen immer wieder neu zu entdecken.

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Challenge 2016 / 13. Teil: Schwimmen um des Schwimmens willen

Zackig – schneidig – präzise – hoppla hopp.
Das kommt der bayerischen Gemütlichkeit nicht zupass „Nur ned hudeln“, grantelt der Österreicher, doch der Bayer steht ihm in nichts nach, wenn die Preißn mal wieder Stress und Hektik verbreiten. Und darum werde ich wohl letztlich nie 100% hier ankommen, so schön das Leben zwischen München und Chiemgau auch ist.
Aber es gibt Tage, da will man einfach mal weiterkommen. Weiterkommen mit der Challenge und weiterkommen mit der eigenen Statistik.
Da das Wetter ein Einsehen mit mir hat und sich als „heiter bis freundlich“ präsentiert, nehme ich mir heute vor, von Felden zur Herreninsel und zurück zu schwimmen. Das ist der „Schwimm zum König“, den ich bereits vor zwei Jahren absolviert habe. Damals mit Herbert und damals mit Begleitboot. Heute mach ich das allein – nur die Boje und ich.bkini-16-02 Weiterlesen


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Challenge 2016 / 7.Teil: Der Mond ist aufgegangen

r-vm-3Matthias Claudius Abendlied Der Mond ist aufgegangen kennt wohl jeder. Vielleicht sollte ich statt dessen mal mit Eichendorffs Mondnacht aufwarten. Das ist dann deutsche Romantik pur.
Die Nacht und der Mond sind unverrückbare Bestandteile dieser Epoche, die sich wie kaum eine andere in die deutsche Befindlichkeit tief eingegraben hat. Immer weiter zogen sich die Künstler dieser Zeit, die Maler, Dichter und Komponisten in ihre Traumwelt zurück. Die Nacht galt als geheimnisvoll, aber auch befreiend vom Drangsal des Alltags. Der kalte, silbrige Mondschein verlieh allem zusätzlich einen magischen Schimmer und gab ihnen das Gefühl der Unbestimmtheit und Ungewissheit und der Verlorenheit des Menschen in den Weiten der Natur.

Ist es daher verwunderlich, dass im Sommer überall Menschen in diesen mythisch und mystisch überhöhten Vollmondnächten in Seen und Weiher steigen? Denn auch das Wasser, das im bleichen Licht des Mondes oft tiefschwarz und seidig scheint, hat etwas Mythisches, Geheimnisvolles, Dunkles.
Nun muss man nicht unbedingt voller Novalis’scher Todessehnsucht durchdrungen, von der Romantik übermannt worden sein und einen elegischen Schwanengesang anstimmen, um in einer Vollmondnacht ins Wasser zu steigen, aus dem man nicht mehr wiederkehren wird.
Manchmal will man einfach nur schwimmen. Weiterlesen


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Challenge 2016 / 5.Teil: Reif für die Inseln

Frauenwöhrth im Chiemsee gehört mit Sicherheit zu den absoluten touristischen Highlights der Region. Kaum ein Urlauber lässt die Fraueninsel aus, wenn er am Bayerischen Meer Ferien macht. Viele Male war ich schon auf der Insel, sie gehört zu den klassischen Ausflugszielen, wenn man nicht allzuweit entfernt wohnt, da kommen auch die Naherholer und Wochenendausflügler gerne vorbei. Geschwommen aber bin ich dort noch nicht. Und darum steht eine Inelumrundung auf der Liste der Challenge 2016.frauenumrundung
Wie immer bei solchen Unterfangen, bei denen ich nicht einfach am Ufer losschwimme, schaue ich mir im Vorfeld das Gewässer auf Google Maps an, überlege und zeichne eine grobe Linie und messe Entfernungen.
Der Plan, der dabei herauskommt:
Von Gstadt will ich mit dem Boot zur Insel übersetzen. Vom Nordsteg plane ich über die Insel zu Fuß zum Südufer zu laufen und vorn dort zur Krautinsel zu schwimmen. Die kleine, unbewohnte Insel ist etwa 500m entfernt. Die Krautinsel wird umrundet, dann geht es zur Fraueninsel, die ich gegen den Uhrzeigersinn umschwimmen möchte, bis ich am Ausgangspunkt wieder angekommen sind. Das Ganze sind Pi mal Daumen 3,6 Kilometer. Das ist beruhigenderweise nicht allzu viel. Machbar. Aufpassen müssen wir vor allem am Nordsteg, wo die Boote aus Gstadt anlegen und zwischen den Inseln, dort kreuzen wir die Route der Ausflugsschiffe. Und dann ist da noch der Hauptanlegesteg, auf dem es zugeht, wie auf dem Stachus…
Wieder habe ich mich mit einem, dieses Mal mir unbekannten Schwimmer aus der Facebookgruppe Bist Du heute schon geschwommen verabredet.
Solche Aktionen machen einfach zu mehreren mehr Spaß, letztlich sichert man sich auch gegenseitig ein wenig ab auf der Strecke.
Heute schwimme ich mit Maximilian, mit dem ich mich späten Mittag am Anleger in Gsadt verabredet habe. Weiterlesen


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2016 – was wird:

2015 – das Jahr im Zahlenrückblick findet Ihr hier.

Es wird nu allerhöchste Zeit, die Schwimmpläne für 2016 zu veröffentlichen. 25 Seen wie im vergangenen Jahr in und um München sollen es nicht wieder sein. Das hatten wir schon. Die Idee, die vor einem Jahr dahinter steckte, war, mich zu nötigen, of und regelmäßig draußen schwimmen zu gehen. Die Idee war gut, hätte es aber nicht zwingend gebraucht. Ich wäre auch so oft genug draußen gewesen. So aber habe ich viele Seen kennengelernt, wunderschöne wie auch langweilige. 2016 muss ich kein Druckmittel mehr zum Freiwasserschwimmen haben. Ich denke, das wird von allein gehen…

Was also tun? Neben den regelmäßigen Hallen- und Freibadbesuchen und dem Schwimmen in den Weihern in der Nachbarschaft habe ich mir für den Frühling, Sommer und Herbst ein paar hoffentlich schöne Dinge ausgedacht, mit denen ich das ganz „normale Schwimmen“ ein wenig interessanter machen möchte – alles Schwimms, auf die ich schon jetzt richtig Lust habe: Weiterlesen


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Challenge 25 – Mein Abschluss-Ranking

image KopieGeschafft. 25 Seen und Weiher habe ich den Sommer über besucht.
Und nun?
Ein Ranking.
Internetbenutzer lieben das – Suchmaschinen auch. Meine liebsten Bücher, CDs, meine schönsten Urlaubsorte… was kann man nicht alles in eine Rangordnung bringen?
Da wäre es töricht, das nicht auch zu machen und so ein paar Leser herzulocken. Wer weiß… vielleicht googelt ja einer nach den schönsten Badeseen in und um München und findet meine Seite.

Es sind alles sehr subjektive Schwimmeindrücke, keine Bewertungen der Gewässer und schon gar keine Beurteilungen über Schwimm- und Wasserqualitäten, die für dieses Ranking ausschlaggebend waren. Oder ganz einfach: Wo hat es mir bei den über 60 Kilometern, die ich geschwommen bin, nun am besten gefallen und wo muss ich nicht noch mal hin?stau02
Fair ist das nicht, da ich einige Gewässer ich schon sehr oft vorher besucht habe, andere nur dieses eine Mal. Mal war ich der Einzige, mal war es gesteckt voll. Mal habe ich mich von der Natur faszinieren lassen, mal bin ich von Menschen eher abgeschreckt worden. Mal war das Wasser arschkalt, mal badewannenwarm, mal ist es zu trübe, mal roch es nach Moder, mal nach Pommes frites. Mal wusste ich etwas über das Gewässer, mal nicht, mal hatte ich auch Vorurteile, mal war ich neugierig. Mal brannte ich vor Lust, mal hatte ich wenig Motivation ins Wasser zu steigen, mal mochte ich es, über Wasserpflanzen hinweg zu schwimmen, mal war ich davon genervt, zwischen den Teichrosen zu landen. Mal teilte ich das Wasser mit Enten, mal mit Gänsen, mal mit Blässhühnern. Und hin und wieder fischelte es unter mir.
Schließlich: Das Wettkampfschwimmen im Simssee lässt sich kaum noch mit anderem Schwimmen vergleichen, geschweige denn, dass ich auch nur einen Hauch vom See selbst mitbekommen habe,
Das alles fließt in mein persönliches Ranking mit ein. Es hilft nichts. Hier also das Ranking zu meiner Challenge 25. Weiterlesen