Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Zicke-Zacke – Eine Geschichte vom Schwimmen

Flupp – flupp – flupp – flupp
Flupp – flupp – flupp – flupp
Flupp – flupp – flupp – flupp

Unermüdlich schnellen die Arme vor, erst der eine, dann später der andere. Die Hand greift ins Wasser. Zieht, drückt.

Flupp – flupp – flupp – flupp
Flupp – flupp – flupp – flupp

Zug um Zug bewegt sich der Schwimmer vorwärts. Meter um Meter

Flupp – flupp – flupp – flupp

Aber das denkt er nicht. Seine Gedanken sind längst mit der Bewegung verschmolzen, und dem türkisfarbenem Wasser. Heute hat er es für sich allein. Als er gestartet war, hatte gerade ein anderer Schwimmer den Weiher verlassen. Ein weiterer zog seine Bahnen zwischen dem Gebäude der Wasserwacht und der Halbinsel am Westufer. Immer hin und her.

Langweilig, befand er. So ähnlich hatte er das gestern erst gemacht. Nur eben nicht auf der kurzen West-Ost-Spanne, sondern der Länge nach.

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Ente hat immer Recht

Ente thinks it is a good idea.
And when Ente says it is a good idea in fact it is a good idea.

Von vorne:
Es war regnerisch in der Nacht und am Morgen ist es kühl und bewölkt.
„Ich weiß nicht“, antworte ich zögerlich, aber Ente duldet keinen Widerspruch.
„Du packst jetzt Deine Sachen und dann fahren wir ins Freibad. Du wirst sehen. Es ist großartig.“
Was will man da noch erwidern?
Ente hat Recht.
Aus zwei Gründen: 1. hat Ente immer Recht und 2. ist sie schwarzgelb. Das verschafft ihr nicht nur Echte Liebe sondern auch Respekt. Immerhin hat Ente die Tabellenführung der Bundesliga übernommen, keine Ahnung, wie lange sich die Schwarz Gelben dort behaupten können, aber darum geht es hier ja nicht…
Gehorsam packe ich in meine Schwimmtasche das jeweils notwendig zu Ergänzende und mache mich auf den Weg ins Erdinger Freibad. Und dort erlebe ich ein blaues Wunder:

„Was ist denn hier los?“ frage ich den Bademeister, denn ich kann es kaum glauben. Im Nichtschwimmerbecken dümpelt eine ältere Frau beharrlich rückenschwimmend, ansonsten ist niemand da. Niemand! Zumindest kein anderer Badegast.
„Ja“, lacht der Bademeister. „Gerade sind die letzten gegangen. Das Schwimmerbecken gehört Dir. Ganz allein.“
„Danke“, antworte ich. „Wie großzügig.“ Ich weiß das wirklich zu schätzen.einsam2
„Gell,“ erwidert er. „Das ist der pure Luxus. Und wenn Du magst, kannst Du auch reingehen. Drinnen im Variobecken ist nämlich auch niemand. Wir haben alle nach Hause geschickt. Damit Du Platz hast.“ Weiterlesen


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Wieder ein perfekter Augenblick

2014-07-23 21.01.26Manchmal ist es diese eine Stunde nach der Arbeit:

Die Ruhe, in der man alles hinter sich lässt; die Einsamkeit, weil niemand da ist.

Die Sonne, die sich doch noch mal sehen lässt, den Himmel in sanfte Farben taucht…

Das Wasser, das nach dem Regen wunderbar weich ist, nicht zu kalt und nicht zu warm. Es trägt einen, als könne man darin niemals untergehen. Wenn man versinkt, dann nur in sich selbst: In seinen Gedanken, die immer leichter werden. In seiner Mitte.

Der Himmel, der dem Wasser die Hand reicht, das gegenüberliegende Ufer, das man erreichen will,verschwimmen lässt. Himmel und Wasser werden zu einer Einheit. Wolken ziehen über einen dahin.

Eintauchen ins Wasser, sich umschließen lassen, sich tragen lassen. Schwimmen. Zug um Zug. Entspannt. Es ist völlig egal, ob man schnell oder langsam schwimmt, kraftvoll oder gemütlich, weit oder nicht. Es geht nicht mehr um Sport. Nur um den Augenblick.

Der schönste Moment des Tages. Selten genug.

 

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Hin und wieder darf ich so etwas erleben und genießen. Ihr kennt das auch, oder?