Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Challenge 2016 / 2. Teil: Spielen im Zustorfer Weiher

2016-zus0129,2km im Neo.
Das ist doch mal was.
Beziegungsweise wäre es.
Geschwommen.
Ich bin aber nicht geschwommen, sondern die Strecke im Auto gefahren.
Ja: Im Neo.
Der Grund ist einfach. Ich wollte unbedingt auch im Rahmen der Challenge 2016 noch einmal zum Zustofer Weiher. Das ist kein besonders aufregendes Gewässer, aber ich muss zugeben, dass ich 2015 bei der Challenge dort sehr geschludert habe. Damals bin ich mehr im sommerwarmen Wasser gedümpelt statt zu schwimmen. Das gilt es aufzuholen.
Soweit ich mich erinnere, sind zwar einige Einstiegstellen und Anglerplätze vorhanden, aber es fehlt an Kiosk, Liegewiese und so weiter, also womöglich an willfähigem Personal vor Ort, das mir den Neoprenanzug schließen wird. Das kann ich ja gar nicht gebrauchen. Weiterlesen


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Erster in Erding? – Alles eine Frage der Vorbereitung

Heute um 8 Uhr öffnete das Erdinger Freibad und ich wollte vorneweg dabei sein. Also habe ich mich gründlich vorbereitet. Denn der matthäischen Strategie, dass man als Letzter zu den Ersten gehören wird, vertraue ich nicht, zumindest nicht in diesem Fall.
Und da man aus Erfahrung klug wird (oder zumindest werden sollte) rekapitulierte ich als Erstes die Erfahrungen des Vorjahres. Bereits 2015  war mein Ziel, zu denjenigen gehören, die unbedingt am Eröffnungstag des Erdinger Freibads morgens um 8 Uhr vor der Tür stehen und Einlass begehren: Der frühe Vogel halt… oder der frühe Wurm.r-freib02

 

Dieses Projekt hat mir irgendwie gut gefallen. Denn immer nur Bahnen im Hallenbad oder im Freibad zu schwimmen wird auf Dauer auch etwas langweilig. Also „werte“ ich meine Besuche dort wenn möglich mit irgendetwas Besonderem und Emotionalem auf. Ich bin ja soooo eventsüchtig. Weiterlesen


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3… 2… 1… und dann alles meins

„Ich geh dann mal“, verabschiedet sich Frank. „Mit wird kalt, ich muss ins Warme.“
„Und ich muss sehen, dass ich ins Wasser komme“, erwidere ich. „Bevor es zu voll wird!“
Das ist maßlos übertrieben, denn es sind am heutigen Sonntag, dem vorletzten Wochenende an dem das Erdinger Freibad geöffnet hat, gerade mal zwei Personen im Wasser: Auf Bahn 1 krault einer unermüdlich, auf Bahn 6 marschiert eine ältere Frau mit einem auf den Rücken geschnallten Schaumstoffstabilisator energisch hin und her.
Wir wären dann also drei.
Überrascht bin ich nicht. Schon vor Wochen hatte mir Frank, der Schwimmmeister gesagt, dass während des Erdinger Herbstfestes erfahrungsgemäß gähnende Leere herrscht. Die Leute ziehen halt das Bierzelt, die Wilde Maus, die Schießbude und den BRK-Glückshafen dem Freibad vor.
„Und die, die schwimmen wollen, kommen zumindest am Wochenende sowieso kaum auf den Parkplatz.“ Rings um das Freibad, das direkt neben dem Festplatz liegt, herrscht verkehrstechnischer Ausnahmezustand. Die Blechlawine der trachtenrragenden Landkreisbewohner schiebt sich auf die Wiese hinter der Eissporthalle, eine Chance, einen Parkplatz vor dem Schwimmbad zu ergattern ist ungefähr genauso groß wie eine freie Bahn an einem Samstag Nachmittag bei 34°C und strahlendem Sonnenschein.
Was soll’s… park ich halt bei Aldi auf dem Kundenparkplatz, es ist Sonntag, Herrn Albrecht wird’s schon nicht stören. Und dann marschiere ich im Strom der Dirndl und Lederhosn zum Festplatz. Auf die Idee mit dem Aldi bin nicht nur ich gekommen.
Den Vormittag hat es aus Kübeln geschüttet, zwar klart es auf, „aber 7 Grad heute morgen, ich glaub ich spinn…“ kommentiert Frank.
„Wird Zeit, die Schneeschaufel herauszuholen“, grinse ich und er meint, er wolle dann mal die Winterreifen aufziehen lassen. Ente00
Noch bevor ich aber ins Wasser steige frage ich Frank, wie viel Liter das Schwimmerbecken eigentlich fasst. Weiterlesen


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Ente hat immer Recht

Ente thinks it is a good idea.
And when Ente says it is a good idea in fact it is a good idea.

Von vorne:
Es war regnerisch in der Nacht und am Morgen ist es kühl und bewölkt.
„Ich weiß nicht“, antworte ich zögerlich, aber Ente duldet keinen Widerspruch.
„Du packst jetzt Deine Sachen und dann fahren wir ins Freibad. Du wirst sehen. Es ist großartig.“
Was will man da noch erwidern?
Ente hat Recht.
Aus zwei Gründen: 1. hat Ente immer Recht und 2. ist sie schwarzgelb. Das verschafft ihr nicht nur Echte Liebe sondern auch Respekt. Immerhin hat Ente die Tabellenführung der Bundesliga übernommen, keine Ahnung, wie lange sich die Schwarz Gelben dort behaupten können, aber darum geht es hier ja nicht…
Gehorsam packe ich in meine Schwimmtasche das jeweils notwendig zu Ergänzende und mache mich auf den Weg ins Erdinger Freibad. Und dort erlebe ich ein blaues Wunder:

„Was ist denn hier los?“ frage ich den Bademeister, denn ich kann es kaum glauben. Im Nichtschwimmerbecken dümpelt eine ältere Frau beharrlich rückenschwimmend, ansonsten ist niemand da. Niemand! Zumindest kein anderer Badegast.
„Ja“, lacht der Bademeister. „Gerade sind die letzten gegangen. Das Schwimmerbecken gehört Dir. Ganz allein.“
„Danke“, antworte ich. „Wie großzügig.“ Ich weiß das wirklich zu schätzen.einsam2
„Gell,“ erwidert er. „Das ist der pure Luxus. Und wenn Du magst, kannst Du auch reingehen. Drinnen im Variobecken ist nämlich auch niemand. Wir haben alle nach Hause geschickt. Damit Du Platz hast.“ Weiterlesen


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Challenge 25/4, 25/5 & 25/6 (Staudhamer See, Poschinger Weiher & Echinger See): Hecht, Gänse, Schnorrer

image KopieEr ist nicht wenig von sich eingenommen, der große Blonde, der am Badesteg in Seewies steht. Er räkelt sich und streckt sich, was heißt: Er bringt sich in Positur. Das bewundern die wenigen anwesenden Gäste auf der Liegewiese dort, es droht Gewitter über Oberbayern, da ist es an diesem Sonntag nicht allzu voll.
Der große Blonde gockelt herum und genießt die Aufmerksamkeit, sortiert sein langes strohblondes Haar und lehnt sich wieder ans Geländer. Die Haut ist sonnengebräunt, will man das Wort -gegerbt vermeiden. Er trägt eine rote Badehose, die wenig mehr als das Allernötigste bedeckt.stau02
Dann aber wird er unruhig. Er, der alternde Platzhirsch, der die Sechzig längst überschritten hat, wittert Konkurrenz.
Knallbunte Silikon-Kappe mit Union Jack Muster, Schwimmbrille, ruhige und gleichmäßige Kraulzüge… ebenfalls sonnengebräunt, aber nicht verbrutzelt und dazu ein armloser Neopren-Shorty glitzernd in Schwarz und Metallic Blau. Das haben sie hier noch nie gesehen, das zieht die Blicke an und demzufolge vom großen Blonden ab.
Mit einem kühnen Hechtsprung springt er ins Wasser, wirft sich ins Zeug, schwimmt ein kurzes Stück neben dem Fremden her, der sich wenig beeindruckt zeigt. Dann kehrt der große Blonde zurück zum Steg.
Unmissverständlich hat er klar gemacht, wer hier der tollste Hecht im Teich ist: Er.
Soll er. Ich mach ihm das nicht streitig. Der Staudhamer See ist kein erhellendes oder berauschendes Schwimmrevier. Eine Runde direkt am Ufer bringt es auf knapp 1,7km. Das reicht mir auch, ich finde es nicht gerade prickelnd.stau01 Weiterlesen


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Einfach mal den Schnabel halten…

Über Toleranz und gegenseitige Rücksicht wird gerne diskutiert… und noch mehr wird selbige eingefordert. Erstaunlicherweise sind es vor allem diejenigen, die Rücksicht und Toleranz für sich und Ihresgleichen reklamieren, die selbst wenig tolerant oder rücksichtsvoll sind.
Das gilt im Mikrokosmos eines Schwimmbads natürlich auch.
Schwimmer ärgern sich über den Badebetrieb, Badegäste über Schwimmer. Nun kann man, wie Ronja Vattes in ihrem Blog, sowohl den Schwimmern als auch den Badegästen (das sind die, die so im Wasser rumdümpeln) etwas Gutes abgewinnen oder zumindest versöhnlich um gegenseitige Rücksicht werben, wie Jürgen Schenke das in seinem Blo getan hat. Mir geht da manchmal leider die Hutschnur hoch und ich mache meinem Ärger Luft, denn ich habe nach wie vor die These, dass diejenigen, die von den Schwimmern Rücksicht verlangen, weil sie sich bedroht fühlen, Spritzwasser ihre Haare nässen könnte oder was weiß ich… im Gegenzug nicht auf die Idee kommen, für Schwimmer zur Seite zu gehen und sie ihre Bahnen ziehen zu lassen.
So kommt es, dass die einen die Schwimmer als rücksichtslose Rüpel, Kampfkrauler, Irre, Schwimmfaschos und Wassernazis beschimpfen, während die anderen die Badegäste als Totholz, Treibgut, Parfumtanker, Taumelkäfer… diffamieren.
Heute aber muss ich ein weiteres Attribut hinzufügen:

Dämliches Federviech

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Ein Freund, ein guter Freund…

… das ist das Schönste was es gibt auf der Welt.
Ein Freund bleibt immer Freund,
und wenn die ganze Welt zusammenfällt.

Das stimmt. Davon kann auch ich ein Lied singen. Ein Freund ist einer, der einem wieder die Füße auf den Boden stellt, egal, ob man abgehoben oder kurz mal umgefallen ist. Bildlich gesprochen. Oder einder, der einen auf die Sonnenseite  zurückholt, wenn man übellaunig geworden ist. Vor allem, wenn man ein paar Tage vor lauter Schmerztabletten, Antibiotika und Cool-Packs die Zähne (oder das was davon übrig geblieben ist) nicht auseinander bekommt. So, wie es mir vergangene Woche ergangen ist.
Nach einer eher unschönen kieferchirurgischen Behandlung hatte ich buchstäblich die Fresse dick. Mein Gesicht mag sich angefühlt haben wie eine Mischung aus einem polierten Rocky Balboa und Messner am Nanga Parbat. Geschwollen, eiskalt – alles einfach sch…
An Sport war nicht nur wegen eines ärztlichen Verbots gar nicht zu denken. Was bereits in diesem Blog Erwähnung gefunden hat und deshalb nicht weiter diskutiert werden muss. Nun sind Männer nicht einfach nur wehleidig: Jede Erkrankung, Verletzung oder Operation ist immer gleich lebensbedrohlich (zumindest gefühlt). Männer jammern dann aber nicht:. Sie ziehen sich schweigsam wie ein Elefantenbulle in eine stille Ecke zum Sterben zurück. Männer sterben immer gleich. Die meisten von Ihnen kennen das vermutlich aus eigener Erfahrung.
Aus dem Sterben wird Gott sei Dank dann meistens nichts. Aber die Nahtoderfahrung sitzt tief, stimmt einen nachdenklich und zeigt einem die Endlichkeit alles Irdischen. Vanitas vanitatum vanitas.
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