Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Ein Hecht, ein toller

… und schon geht sie wieder los, die Freiwassersaison. Endlich. Die erste Runde absolviere ich nach Feierabend im Wörther Weiher. Das hat gute Tradition, das ist eine Art Homerun. Obwohl ich einige Schwimmer im Wasser sehe, die gemütlich einen Kreis ziehen, und obwohl ich im Netz von anderen gelesen habe, dass sie mittlerweile ohne Neoprenanzug ins Wasser steigen, entscheide ich mich für die Pelle. Zum einen sind die anderen Weiher kein Maßstab – vor allem, weil sie vermutlich wesentlich kürzer als ich im Wasser verweilen. Zum anderen können die, die ohne Pelle längere Strecken schwimmen wollen, das gerne tun.
Ich muss das nicht haben.
Nach etwa 2.000 Metern wird mir an Händen und Füßen das Wasser doch langsam zu frisch, die Sonne verschwindet hinter den Bäumen, mir reicht’s.
Gelohnt hat es allemal, ich ärgere mich wieder einmal, dass ich überhaupt einem Gedanken Raum gegeben habe, statt zum Weiher zum Freibad zu fahren – bei dem Wetter…
Ich schwimme zurück zu der Stelle, an der ich meine Sachen am Ufer deponiert habe und hole meine kleine Unterwasserkamera. Nicht zuletzt, um in den einschlägigen Facebookgruppen Vollzug melden zu können, dass ich heute wieder geschwommen bin und das Ganze mit einem topaktuellen Bild garnieren kann, muss ich ein paar Selfies machen. Weiterlesen


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Bloagparade ‚Die schönsten Orte‘: Die Kiesi

Bereits gestern habe ich mit meinem anderen Blog an der Blogparade von Markus Scholz teilgenommen und vom Wald hinterm Haus geschwärmt. Markus bat um Beiträge zum Thema  ‚Eure schönsten Orte‘.
Wenn ich jetzt auch mit diesem Blog teilnehme, dann muss ich zumindest hier nicht lange überlegen, was denn eigentlich der schönste Ort ist, an dem ich hin und wieder zum schwimmen gehe. Natürlich könnte ich es mir einfach machen und sagen: Überall dort, wo genug Wasser zusammenkommt, dass man einigermaßen fröhlich darin schwimmen kann. Egal, ob Meer, See, Fluß, Frei- oder Hallenbad. Überall dort ist es schön. Stimmt. Aber wo ist es denn nun am schönsten?

Nun ist das Schwimmen im gekachelten oder stählernen Becken wunderbar, um Technik zu trainieren oder einfach nur Strecke zu machen – immer hin und her. Das können viele nicht nachvollziehen und in der Tat kann das mit der Zeit auch etwas langweilig werden. Schwimmen im Freiwasser hat einen wesentlich höheren Erlebnisfaktor, vor allem, wenn man sich bemüht, eben nicht nur möglichst schnell von A nach B zu kommen, sondern das Wasser, den See, die Landschaft, das Wetter auf sich wirken zu lassen.  Und genau das macht für mich die Schönheit des Ortes aus.

Dass ich ein Faible für den Langbürgner See habe, davon war sowohl in meinen Posts über das Schwimmen dort (hier und hier). Davon war auch in meinem Beitrag über die Kleinen Fluchten zu lesen, ein Text für Florian Westermanns Blogparade Urlaubsziele 2016. Unnötig zu erwähnen, dass der See 2015 in meinem Ranking unangefochten Platz 1 eingenommen hat, unnötig zu erwähnen, dass ich auch 2016 wieder hinfahren werde. Vermutlich sogar öfter…lbs1 Weiterlesen


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2016 – was wird:

2015 – das Jahr im Zahlenrückblick findet Ihr hier.

Es wird nu allerhöchste Zeit, die Schwimmpläne für 2016 zu veröffentlichen. 25 Seen wie im vergangenen Jahr in und um München sollen es nicht wieder sein. Das hatten wir schon. Die Idee, die vor einem Jahr dahinter steckte, war, mich zu nötigen, of und regelmäßig draußen schwimmen zu gehen. Die Idee war gut, hätte es aber nicht zwingend gebraucht. Ich wäre auch so oft genug draußen gewesen. So aber habe ich viele Seen kennengelernt, wunderschöne wie auch langweilige. 2016 muss ich kein Druckmittel mehr zum Freiwasserschwimmen haben. Ich denke, das wird von allein gehen…

Was also tun? Neben den regelmäßigen Hallen- und Freibadbesuchen und dem Schwimmen in den Weihern in der Nachbarschaft habe ich mir für den Frühling, Sommer und Herbst ein paar hoffentlich schöne Dinge ausgedacht, mit denen ich das ganz „normale Schwimmen“ ein wenig interessanter machen möchte – alles Schwimms, auf die ich schon jetzt richtig Lust habe: Weiterlesen


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…noch lange nicht Schluss!

Da jammern sie wieder… die Freibadfreunde.
Die Ferien sind auch in den südlichen Bundesländern zu Ende – ein Freibad nach dem anderen schließt seine Pforten. Die Zeit des Draußen-Schwimmens ist wieder einmal vorbei. Heulen und Zähneklappern allüberall bei denen, die gern im Freien schwimmen, aber keinen Fuß ins freie Wasser setzen.
Die Armen: Jetzt müssen sie wieder zurück in die Hallenbäder – ein Schicksal, das ich noch ein wenig hinauszögern kann. Ein kleiner Blick in die Datenbank zeigt: 15 mal war ich in diesem Sommer im Freibad, am 05.05. das erste (und einzige) Mal im Prinzregentenbad, danach konsequent in Erding. Viel ist das nicht, vor allem angesichts der für die Freibäder fulminanten Saison: Über 100.000 Besucher hat man in Erding gezählt. 54,5 Kilometer bin ich im gechlorten Outdoorbecken geschwommen, davon vier in München. Weitaus mehr in Seen und Weihern. Soweit zu den nackten Zahlen. Nun bin ich fertig mit dem Schwimmen im Freien… Auch das Erdinger Freibad ist zu.
Der Herbst ist da.

Auch die Seen und Weiher haben ihre wohligen Temperaturen verloren. Schmale 18°C messe ich an der Kiesgrube im sonnenbeschienen Flachbereich. Gut, dass ich das Badethermometer dabei habe. Ein Stückchen weiter im Wasser, dort, wo es schlagartig tiefer wird, sind es 16°C.

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Wenn die Angst nicht mitschwimmen würde… (Teil 1)

Immer wieder lese und höre ich, wie viele Menschen beim Schwimmen im See Angst haben – auch, die, die sehr routiniert, viel und weit schwimmen können. Und wenn es nicht Angst ist, dann ist es zumindest großes Unbehagen und Unsicherheit.
Das überrascht mich nicht, aber ich finde es schade. Denn dorthin, wo ich den größten Spaß beim Schwimmen habe, also im Meer, in Seen, Flüssen oder Weiher, setzen sie selten einen Fuß – und bringen sich damit um das Beste am Schwimmen (Zumindest meiner Meinung nach…):

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Seit längerem lese ich Diskussionen darüber im Netz und beteilige mich gelegentlich daran. Ich möchte verstehen, vor was die Menschen eigentlich Angst haben und frage nach. Und ich versuche, dem einen oder anderen aus dieser Angst ein wenig heraus zu helfen. Denn in den allermeisten Fällen ist sie unbegründet.
Diese Ängste bringen die Schwimmfreunde um das Schönste überhaupt: Nämlich im Wasser ungestört zu sein. An heißen Tagen quetschen Schwimmer und Badegäste sich zu Hunderten in die Freibäder. An Schwimmen ist gar nicht zu denken. Wie entspannt ist es da am See. Natürlich ist es an solchen Tagen an den Ufern der Badeseen auch voll. Aber mit ein paar kräftigen Zügen ist man meistens schnell aus der Plansch- und Badezone heraus und hat das Wasser weitgehend für sich. Trotzdem fehlt es dem einen oder anderen an Mut. Weiterlesen


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Das kalte Grauen

Schaue ich heute aus dem Fenster, bekomme ich das kalte Grauen: Was für ein Mistwetter. Innerhalb von einem Tag sind die Temperaturen um über 10°C gefallen. Es stürmt, Blätter und Äste liegen auf den Straßen, umgeknickte Bäume blockieren Straßenbahnen und den Fernverkehr der Eisenbahnen. Es hat aus Kübeln geschüttet, der erste Herbststurm ist über das Land gezogen. Der Himmel ist eine einzige graue Masse, der Wind fegt noch immer durch die kahlen Äste…

Dabei ist es gerade mal 72 Stunden her, dass Herbert und ich unsere Sonntagsrunden im Wiflinger Weiher gedreht haben. Ich bin kaum dazu gekommen, die Bilder von meiner Kamera herunterzuladen und durchzuschauen, da ist das alles igendwie komplett überholt, wie ein Blick in vergangene Zeiten. Ich vermute mal, der 19. Oktober 2104 dürfte der letzte Tag des Jahres gewesen sein, an dem wir ins Freiwasser gehen konnten.
Es war ein wunderschöner Oktobersonntag, das Thermometer zeigt 23°C an. Herbet und mich zieht es hinaus ins Grüne.hat. Allerdings nicht auf die Wiese am Weiher und auch nicht hinein in den zunehmend brauner werdenden Herbstwald. Wir wollen ins grüne Wasser. Denn das schaut allzu verlockend aus:

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Als wir ins Wasser steigen, sind wir bestens vor Kälte geschützt in unseren Neoprenanzügen. Unter den Augen diverser Spaziergänger und Naherholungsausflügler drehen wir unsere Runden im 16°C warmen bzw. kalten Wasser. Und wir sind nicht die Einzigen, die am vergangenen Sonntag den Schritt ins Nass gewagt haben:
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Das geht noch was…

Das war’s dann. Die Freibadsaison ist zu Ende, die letzten Freibäder in unserer Region haben ihre Pforten geschlossen. Heizung und Wasseraufbereitung sind abgestellt, die Becken werden eingewintert, die Sommersaison 2014 ist vorbei. Fast schon ist es ein wenig Hohn, dass ich die letzten Bahnen, die ich vor zwei Wochen in Erding geschwommen sind, bei fabelhaften, bestem Freibadwetter absolviert habe, während der Sommer für die Freibadbetreiber ja eher ein Desaster war.

Für Schwimmer war es eine gute Saison, zumindest kann ich das für mich im Rückblick behaupten So oft wie in diesem Jahr war ich im vergangenen nicht im Freibad und auch nicht im Weiher. Einen kleinen Überblick geben die Blogposts hier, einen weiteren die vielen Einträge, die ich in der Facebook-Gruppe Bist Du heute schon geschwommen hinterlassen habe.
Andere – die „normalen“ – Badegäste  mögen das anders sehen: Zu Recht. Es war oft kühl und hat oft geregnet. Das ist nicht gerade das, was man haben möchte, wenn man sich auf der Liegewiese ausbreitet, mit Picknick- und Kühltasche bewaffnet die Freibäder und Badestrände bevölkert und seine Wochenenden oder Ferientage dort verbringt. Das sehe ich ein.
Aber wie eben jedes Ding seine zwei Seiten hat, so kann ich sagen: Gottseidank waren die Becken wunderbar leer. Nie gab es Kollisionen mit anderen Schwimmern. Meistens hatte jeder seine Bahn für sich. Das vermeidet Stress mit Kampfkraulern und Vollgasschwimmern.
Kaum, dass es Querschwimmer, Treibholz, Beckenrandspringer, tobende Kinder auf der Bahn oder schwadronierende Oma-Geschwader im besten Moderlieschen gab. Was will man als Schwimmer mehr?

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Sauwetter: 40 Prozent weniger Besucher im Freibad titluierte Anfang September die Lokalzeitung Erdinger Anzeiger, bezogen auf das benachbarte Dorfener Freibad. In Erding dürfte das nicht viel anders gewesen sein.
Die Dauergäste verabschieden sich voneinander mit einem „bis zum nächsten Frühling“ – wenn man sich nicht alsbald in der Halle wiedertrifft.
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Es wird Juli, Männer… also gefährlich

adria2-3Es gibt Gegenden, da mag man uns nicht. Zumindest traut man uns nicht… Da stehen große Schilder, auf denen steht: Schwimmen verboten. Oder – wenn es nicht geschrieben steht – dann „versperrt“ einem ein Piktogramm mit gleichlautender Anweisung ganz klar den Zugang ins Wasser.
Gern möchte man solche Schilder ignorieren. Sie sind etwa so sympathisch wie das Absolute Parkverbot, das Betreten des Rasens verboten oder das Ballspielverbotsschild in den Garagenhöfen der Wohnanlagen. Verbote gibt es überall – viele zu Recht, wenn man darüber nachdenkt, und doch sind sie ärgerlich. Denn sie schränken ein im Bedürfnis, sich frei entfalten zu können. Sie gelten als Spaßbremsen, verursachen Unbequemlichkeiten und führen zu Verärgerung und Trotz.
Eben dazu gehören auch die Schwimmverbote, wie man sie an vielen Orten findet. Natürlich ist es lächerlich, solche Bilder an kleinen Brunnen irgendwo aufzuhängen – andererseits: Als noch Völkerscharen in Rom den Trevi-Brunnen bestiegen, um es Anita Ekberg und Marcello Mastroianni a la La Dolce Vita nachzumachen, war das Wasser täglich eine einzige eklige Brühe. Das Brunnen- und Wasserspielbadeverbot ist rational betrachtet also verständlich – so schön es auch sein mag, sich bei sommerlichen Temperaturen eine Abkühlung zu gönnen.
Manchmal wird ein Revier zum Schutz der dort heimischen Flora und Fauna gesperrt, manchmal aber haben es sich die Badegäste allerdings selbst zuzuschreiben, dass sie in aufgelassenen Kiesgruben, Flussarmen oder Teichen nicht mehr schwimmen dürfen. Hin und wieder fragt man sich schon, warum die einen ihren Müll nicht mitnehmen, die anderen selbigen sogar im Wasser versenken, die nächsten den Teich als Großraumtoilette und wieder andere als Badewanne zum Abwaschen dick aufgetragener Cremeschichten nutzen… Der See erträgt wohl alles. Oder auch nicht. Schilf wird mit Tretbooten niedergefahren, Brutgebiete werden zerstört, Enten werden von Luftmatratzenpaddlern gejagt, Kaulquappen aus dem Wasser gefischt und am Ufer zu Tode getrocknet, weil es ja so eklig ist, wenn die auch mit im Wasser sind usw. usw.
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