Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Challenge 2016 / 9. Teil: Stangerl am Feringasee

Eigentlich, so hatte ich mir in der Challenge-Liste 2016 notiert, wollte ich mich am Feringasee mal dem offenen Training der Münchner Triathleten anschließen, nachdem ich vergangenes Jahr mehrfach dazu eingeladen worden war. Nur: Dieses Jahr höre und sehe ich nichts, davon, und ich bin auch zu faul im Netz danach zu suchen und überhaupt: Man muss ja flexibel sein.
Die Wetterlage des Sommers 2016 besticht nun ebenfalls nicht gerade durch laue Schwimmabende – besser, man bringt es hinter sich, bevor am Spätnachmittag wieder das tägliche fulminante Gewitter mit Starkregen aufzieht, die Katwarn-App zum Daueralarm nötigt und einem den buchstäblich Abend verhagelt.
Das ist auch der Grund, warum ich einfach mal allein zum Feringasee fahre. Der See will für 2016 abgehakt werden.r-feri2016-01
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Pest oder Cholera – wer die Wahl hat…

Sie kennen das – die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Legendär ist zum Beispiel Karl-Heinz Rummenigges wenig taktvolle Äußerung im Jahre 2010, als der FC Bayern dem TSC 1860 München finanziell aus der Klemme und der damit drohenden Insolvenz helfen musste, da habe er nur die Wahl zwischen Pest und Cholera gehabt.
Er wollte sagen, eine Alternative sei so übel wie die andere. Bei so viel Taktgefühl in den Formulierungen kommt Freude auf…

Dabei ist rein statistisch gesehen, die Cholera natürlich das bedeutend kleinere Übel, zumindest medizinisch gesehen. Nur ein Prozent der an der Cholera Infizierten stirbt. Bei der Pest – so lese ich in der Osnabrücker Zeitung – sind es hingegen 60-80%. Das sollte man dann doch berücksichtigen, wenn man wirklich die Wahl hat.
Als ich von der Arbeit heim fahre, überlege ich: Freibad oder Weiher. Eines heute so besch… wie das Andere.
Trotzdem wähle ich nach Feierabend die Pest in Form des wasserverpesteten Wörther Weihers statt des chlorigen Schwimmbads.r-wpw-07
Der Grund ist einfach. Das Freibad ist von der Cholera des Erdinger Sinnflutfestivals „verseucht“. Was jetzt nicht heißt, dass ich etwas gegen das Festival habe, im Gegenteil: Ich gehe gern dorthin. Aber andere eben auch. Weiterlesen


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Challenge 2016 / 8.Teil: Nachschlagsschwimmen am Simssee

Ein Gewitter – so hatte es der Veranstalter den Teilnehmern gemeldet – hatte beim Austrian Open Water Cup in der Nacht eine Boje versetzt. Und so war die auf 2.000m abgemessene Strecke schlagartig 130 Meter kürzer. Ich hatte es erwähnt.

Das ist der eine Grund, noch mal zum Simssee zu fahren. Die 130 Meter wollen natürlich nachgeholt werden – alles andere würde gegen die Ehre gehen. Außerdem geht es ja ums Prinzip – und die gute Ordnung.

Der andere Grund ist, dass ich schon im vergangenen Jahr gedacht habe, ich würde in dem See gern noch mal schwimmen gehen – ohne Wettkampf, ohne Zeitnahme, ohne Transponder. Einfach nur so. Der See und ich.
Also fahren Herbert und ich hin. Ich hole mir meinen Nachschlag und lege noch mal einige Meter drauf.

Dieses Mal aber starten wir im Süden des Sees am Strandbad von Pietzing.
Bleiern liegt der See vor uns, Gewitterstimmung hängt in der Luft. Es ist schwül, über den nahen Alpen türmen sich die Wolken. Kaum ein Lufthauch ist zu spüren.
Einige wenige Badegäste – vornehmlich Urlauber – bevölkern die Liegewiese. Pietzing liegt halt etwas ab vom Schuss. Und das macht es perfekt.
nachschlag02 Weiterlesen


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Das geht noch was…

Das war’s dann. Die Freibadsaison ist zu Ende, die letzten Freibäder in unserer Region haben ihre Pforten geschlossen. Heizung und Wasseraufbereitung sind abgestellt, die Becken werden eingewintert, die Sommersaison 2014 ist vorbei. Fast schon ist es ein wenig Hohn, dass ich die letzten Bahnen, die ich vor zwei Wochen in Erding geschwommen sind, bei fabelhaften, bestem Freibadwetter absolviert habe, während der Sommer für die Freibadbetreiber ja eher ein Desaster war.

Für Schwimmer war es eine gute Saison, zumindest kann ich das für mich im Rückblick behaupten So oft wie in diesem Jahr war ich im vergangenen nicht im Freibad und auch nicht im Weiher. Einen kleinen Überblick geben die Blogposts hier, einen weiteren die vielen Einträge, die ich in der Facebook-Gruppe Bist Du heute schon geschwommen hinterlassen habe.
Andere – die „normalen“ – Badegäste  mögen das anders sehen: Zu Recht. Es war oft kühl und hat oft geregnet. Das ist nicht gerade das, was man haben möchte, wenn man sich auf der Liegewiese ausbreitet, mit Picknick- und Kühltasche bewaffnet die Freibäder und Badestrände bevölkert und seine Wochenenden oder Ferientage dort verbringt. Das sehe ich ein.
Aber wie eben jedes Ding seine zwei Seiten hat, so kann ich sagen: Gottseidank waren die Becken wunderbar leer. Nie gab es Kollisionen mit anderen Schwimmern. Meistens hatte jeder seine Bahn für sich. Das vermeidet Stress mit Kampfkraulern und Vollgasschwimmern.
Kaum, dass es Querschwimmer, Treibholz, Beckenrandspringer, tobende Kinder auf der Bahn oder schwadronierende Oma-Geschwader im besten Moderlieschen gab. Was will man als Schwimmer mehr?

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Sauwetter: 40 Prozent weniger Besucher im Freibad titluierte Anfang September die Lokalzeitung Erdinger Anzeiger, bezogen auf das benachbarte Dorfener Freibad. In Erding dürfte das nicht viel anders gewesen sein.
Die Dauergäste verabschieden sich voneinander mit einem „bis zum nächsten Frühling“ – wenn man sich nicht alsbald in der Halle wiedertrifft.
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Gezählte 5K und gefühlte 45°C

Rückblick. Vor einer Woche:

Da braut sich was zusammen. Schon fallen die ersten Regentropfen vom Himmel. Ein Gewitter ist im Anzug… Wie so oft in den vergangenen Wochen. Man gewöhnt sich langsam daran. Dennoch fällt es schwer, an einem Wochenende einem Gewitter seine positiven Seiten abzugewinnen, es sei denn, man möchte einen gemütlichen Nachmittag auf der Couch verbringen, dazu einen guten Kaffee und ein nettes Fernsehprogramm. Wenn man aber „Hummeln im Hintern“ hat, etwas unternehmen will oder erledigen muss, dann nervt so ein Unwetter. Vor allem nervt es, wenn man am Samstag schwimmen gehen will, den ganzen Vormittag bei strahlend blauem Himmel bis hinein in den Nachmittag mit diesem oder jenem beschäftigt ist und Zeit aus dem Blick verliert. Dann, als man es endlich schafft und im Auto sitzt, baut sich natürlich eine schwarze Wolkenwand auf. zu spät! Natürlich: Das ist jetzt dumm gelaufen.
Blitze zucken, Donner grollen, der Wind fegt durch die Bäume. Das ist ungefähr das beschi….nste Wetter, das man haben kann, um ins Wasser zu steigen. Starkregen allein macht mir ja nichts aus, aber wenn ein Gewitter dazu kommt, dann wird mir das Ganze zu mulmig… was heißt: Zu gefährlich. Also vertage ich meine samstäglichen Schwimmambitionen auf den nächsten Tag. Schließlich folgt auf Regen Sonnenschein, wie auf einen Samstag der Sonntag.
Der aber lässt nicht wirklich Gutes hoffen. Schon wieder zieht eine schwarze Front auf und es beginnt – als ahnte ich es – zu regnen, kaum dass ich im Auto sitze:
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Aber ich habe gut geplant. Weiterlesen


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Whatever happens… Also Schluß mit Mimimi

Wann immer Prof. Dr. Honigtau Bunsenbrenner ein Experiment startete – es ging schief und endete nicht selten mit einer Explosion. Leidtragender der Angelegenheit war sein Assistent Beaker, der schon vorher eine sorgenvolle Miene trug und die Augen vor Panik weit aufriss. Sein Missfallen mit der Gesamtsituation drückte er mit den bedeutungsschweren Worten aus „Mimimi!“.
Vielleicht erinnern Sie sich an die Muppet Show, in der zahlreiche Episoden mit Bunsenbrenner und Beaker stets gleich enden: Mit einer kleinen Katastrophe.
Die Muppet Show ist längst Fernsehgeschichte, die letzte Episode wurde, bevor es die Muppets auf die Kinoleinwand zog, 1980 produziert und in Deutschland erstmals 1982 ausgestrahlt. Geblieben aber sind viele legendäre und mittlerweile zu Sprichworten geadelte Elemente, ob der singende dänische Koch, die Schweine im Weltall oder eben Beakers Mimimi.

Beakers Mimimi heißt noch heute etwa so viel wie „Ich möchte das hier nicht“, „Das gefällt mir nicht!“, „Aufhören!“ – eben eine deutliche Unmutsbekundung. Mimimi, was in gewisser Weise ein quengelndes, nörgelndes und weinerisches Geräusch imitiert, hat insbesondere im Social Web ein neues Zuhause gefunden. Entweder, weil man selbst etwas nicht will – so ist das Montags-Mimimi auf Twitter legendär – oder es fungiert als Antwort auf ein Netzgejammer im Sinne von „Heul nicht rum…!“ als ob man das Gequengel des Anderen nachäfft.
So, jetzt wissen Sie (falls es Ihnen noch nicht bekannt war), was Mimimi bedeutet, und ein gutes Beispiel für dieses Gejammer war mein vorletzter Blogeintrag hier. Wo schwimmen, wenn mein Hallenbad zumacht, das Freibad noch nicht geöffnet ist, die anderen Bäder überfüllt sind und der Weiher noch zu kalt ist … Das ist Mimimi und nichts anderes. Auch die Einträge Alles auf Null und Mann, war ich schlecht sind im Grunde nichts anderes als Mimimi.

Seit gestern ist Schluss damit. Kein weiteres Mimimi – kein Gejammer, kein Gequengel.
Das Freibad in Erding hat endlich wieder geöffnet. Doch bei lausigen 16°C Lufttemperatur unter schweren, schwarzeED-SW5n Wolken, aus denen es immer wieder regnet, fällt es mir morgens unendlich schwer, aufzustehen. Zu allem Überfluss haben wir kein Wasser im Haus. Es ist das vierte Mal innerhalb von fünf Wochen, dass es zu einem Wasserrohrbruch irgendwo in unserer Straße gekommen ist und die Wasserversorgung in unserer beschaulichen Vorstadt vorübergehend eingestellt wird. Das heißt:

  • Erst mal kein Klo, bis auf das Wasser, was schon im Spülkasten ist und später mit der Gartengießkanne aus der Regentonne geholt wird
  • Kein Kaffee oder Tee, es sei denn (was bei uns aus den Erfahrungen der vorangegangenen Wochen der Fall ist) man hat irgendwo einige PET-Flaschen stilles Wasser gebunkert.
  • Keine Wasch- und keine Spülmaschine geht
  • Und, was wirklich schlimm ist: Der Tag startet ohne heiße Dusche
  • Also ein Riesen-Mimimi….

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Abgebrochen…

Eregen2in wenig enttäuscht sitze ich unter dem Vordach der Wasserwacht am Wiflinger Weiher und schaue dem Regen zu. Es prasselt. Gewaltig. Blitze durchzucken hin und wieder den Himmel, ein Donner kracht.
Das war’s dann für heute.
Ich habe das Training abgebrochen.
Nicht wegen des Regens – aber aus Sicherheitsgründen.
„Nun ja“, spottet mein innerer Schweinehund. „Das war ja angekündigt. Und Du hast die Wetterberichte gehört. Gewitter und Schauer waren angekündigt. Du hättest Dir den Weg hierher sparen können.“
„Ja“, steige ich in den inneren Dialog ein. „Aber erinnere Dich an Sonntag. Wir waren in Erding, es hat gewittert und geschüttet. Bei uns zu Hause ist kein einziger Tropfen vom Himmel gefallen. Und das war keine 20km entfernt.“
Der Schweinehund schweigt. Ich trete nach: „Gewitter sind ein absolut lokales Ereignis. Es hätte also genauso gut sein können, dass es gut geht.“
„Du hättest es trotzdem wissen können“, erwidert er. „Sonst behauptest Du doch immer, Du kennst Dich aus, starrst in die Wolken, bla… bla… bla. Du hättest es sehen können“
Da hat er recht. Ich meine immer, zumindest daheim relativ genau sehen zu können, ob ein Gewitter, das im Anmarsch ist, sich über unserem Dorf entladen oder weiterziehen wird. Aber ich bin nicht in unserem Dorf.
„Ok“, gebe ich zu. „Aber es hätte doch auch vorbeiziehen können. Oder sich Zeit lassen können. Wir wissen doch beide, dass es manchmal recht lange dauert, bis das Gewitter in Fahrt kommt. Oder es kommt gar nicht und donnert 30km weiter westlich vorbei.“
Hätte, wäre, wenn…
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Starkregen

Starkregen, so nennt es der Bayerische Wetterdienst und warnt eifrig davor, ist das, was vom Himmel fällt, als ich heute zum Weiher komme. Es schüttet aus Kübeln, wie ich es selten erlebt habe.
Heute gilt’s. Die erste, ernsthafte Bewährungsprobe für meinen Neo. Lufttemperatur etwa 15°, wie warm oder kalt das Wasser ist, weiß ich nicht. Die Kreidetafel am Kiosk zeigt eine Temperatur an, die nicht stimmen kann. Sicher ist sie vom Vortag, der Kiosk ist verschlossen. Es ist ganz einfach niemand da. Also hat’s auchniemand gemessen und die Tafel aktualisiert.

Fertig – für heute…

Das macht nichts, im Gegenteil. Heute gehört der Weiher mir, mir ganz allein. Nicht mal ein paar Spaziergänger oder Jogger, keine Radler, gechweige denn irgendwelche Badegäste.
Schnell bin ich umgezogen und in den Neo geschlüpft, schnell sind die Klamotten in einer Plastiktüte verstaut und regensicher unter dem Vordach der Wasserwachthütte verstaut.
Ein wenig Aufwärmen und dann rein ins Wasser. Es fühlt sich an den nackten Füßen nicht wirklich kalt an, aber auch lang nicht mehr so warm wie an den Vortag. Ich schätze mal, es hat so rund 19°, vielleicht auch 20°. Ein erster Gedanke: Nur in Badehose würde ich jetzt sagen: Keinen Schritt weiter. Aber im Neo? Ich bin gespannt, ob der Anzug hält, was die Verkäuferin, die angeheftete Produktbeschreibung am Kragen und die einschlägigen Kommentare im Internet versprochen haben.
Dicke Regentropfen klatschen um mich ins Wasser. Es ist fabelhaft.

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