Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Das war’s schon wieder

Schnell ist es dieses Mal gegangen. Mir kommt es vor, als wäre die Wintersaison extrem kurz ausgefallen. Tempora fugit. Wieder mal.

Das ist natürlich Einbildung ,die Wintersaison war so lang, wie sie immer war. Seit im September 2016 das Freibad schloss, war ich insgesamt  92 mal laut meiner Buchführung im Hallenbad, meistens bei uns in der Kreisstadt. Gelegentlich war ich in Markt Schwaben, einige Male in Giesing-Harlaching und vier mal außerhalb auf Reisen. Ich denke, ich kann mit der „Ausbeute“ zufrieden sein.
Es ist natürlich Ehrensache, an diesem, dem letzten Sonntag, noch mal nach Erding zu fahren und ein paar „Abschieds“kilometerchen zu schwimmen. Langsam, gemütlich, jede Minute auskostend. Es gibt überhaupt keinen Grund zur Eile. Weiterlesen


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It’s nor fair – it’s really not ok

In den Tiefen des Entwürfeordners, aus dem sich dieses Blog gelegentlich speist, entdecke ich einen Beitrag vom Oktober 2015. Warum ich ihn damals geschrieben, aber nicht veröffentlicht habe, weiß ich nicht: Aber das hole ich jetzt einfach nach und lasse ihn von meinem Blog automatisch veröffentlichen, während ich selbst im Schwimmbad weile.

Was der liebe Herbert da mit mir treibt, kann man nur mit zwei Zeilen aus einem älteren Song von Lily Allen (genau, das ist die mit der quäkigen Stimme) beschreiben:

Oh, it’s not fair and it’s really not okay
It’s really not okay, it’s really not okaykalle2

Was werfe ich meinem Schwimmkumpel vor? Er verschaukelt mich.

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Papa, warum leben wir?

Husten ist nervig. Extrem nervig. Abgesehen von der tödlichen Bedrohung, die von jeder Erkältung ausgeht – vorausgesetzt, man ist ein Mann – wirft sie einen um Tage zurück. Nach einer Woche ohne Schwimmen (mehr billige ich dem Husten nicht zu), sorge ich mich um sinkende Laune, steigende Gereiztheit, weil ich ins Wasser will, sinkende Trainingsroutine, vor allem aber um ernsthafte Schäden in meiner Jahresstatistik.
Also entscheide ich mich, obwohl ich noch immer gelegentlich in Hustengebelle verfalle, heute wieder schwimmen zu gehen. Nur drei Kilometer, ich will es ja nicht übertreiben.
Nach der Arbeit geht es ab ins Hallenbad Giesing-Harlaching. Wenn schon schlechte Laune (wer kann schon unterm Husten fröhlich sein?), dann richtig.
Erwartungsgemäß ist es voll. Zu voll. Und es wird ständig voller. Weiterlesen


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Lyrik auf der Sportbahn

Es gibt wenig, was so erschütternd ist wie Zeilen von Amateur-Dichtern, die sich noch dazu krampfhaft bemühen, humorvoll zu sein. Sie tragen ihre Reime auf Geburtstagen, Jubiläen, Familienfesten und Vereinsfeiern vor – die Zuhörer schütteln sich innerlich vor Grausen, bewahren aber Haltung und spendieren  gelegentlich ein mildes Lächeln. Jeder wartet auf den Tusch, wie man ihn von Karnevalsveranstaltungen kennt. Denn dort ist es genauso. Erzwungene Endreime, asymmetrisches Versmaß mit mal zu vielen, mal zu wenig Silben. Und jeder sehnt ein Ende herbei. Gut gewollt heißt eben nicht gut gekonnt. Und die scheinbare Leichtigkeit wirklich guter Lyriker ist vermutlich harter Arbeit entsprungen.

Gelegentlich quäle ich die Facebook-Gruppe Bist Du heute schon geschwommen nach meinem Schwimmen mit selbstgeschmiedeten Versen, wie es in VHS-Kursen und unter Zuhilfenahme grober Werkzeuge (z.B. Brechstangen) nicht erbärmlicher gereimt werden könnte – und mit allergrößter Unverfrorenheit auch noch in einer Mundart, die nicht mal die meine ist.
Vom ersten Meter auf der Bahn bis zum letzten zermartere ich mir mein Hirn, was sich auf „schwimmen“, „Bahn“, „Strecke“, „Spind“ alles reimen könnte, oder auf „Beckenrand“ und „Beinschlag“. Ich zimmere Limericks zusammen, von denen ich erst mal hätte googeln sollen, wie das Versmaß ist, begehe ein abscheuliches Verbrechen an der Gattung Sonett und sorge dafür, dass alle, die sich ernsthaft um Poesie bemüht haben, im Grabe rotieren , so sie nicht mehr unter den Lebenden weilen – denen dreht sich vermutlich erst das Auge nach innen und dann der Magen nach außen. Weiterlesen


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Weihnachten 2016: Stayin‘ Alive

Eine Erkältung kommt drei Tage und bleibt drei Tage. Wie es dann weitergeht, ist abhängig von immens vielen Faktoren. Viele Männer sterben ja dann an dem tödlichen Männerschnupfen. Das ist hinreichend erforscht und thematisiert worden, das muss hier nicht erneut zur Sprache kommen.
Für alle anderen gilt: Eine Erkältung geht auch drei Tage. So will es das Gesetz.

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Nicht ins Ischeland… bloß nicht!

Es war schon ein Kreuz mit meinen Eltern. So gern sie mit uns nach Hohenlimburg (die damals eingemeindete Nachbarortschaft von Hagen) ins Hallenbad fuhren, als wir Kinder waren, ein Besuch des Freibads wurde uns eigentlich immer abgeschlagen. Da konnten wir uns den Mund fusselig reden, wie wir wollten.
Die Liste der Gründe, die meine Mutter anführte, wuchs sich von mal zu mal mehr aus.
Drei Freibäder gab es in meiner Kindheit in Hagen. Das eine in Haspe am Hestert, das war ja viel zu weit weg. Da hätte man außerdem quer durch die ganze Stadt fahren müssen – viel zu aufwendig. Da ist man ja länger auf der Straße als im Freibad.
Das zweite am Hengsteysee war nicht viel näher. Eher selten, dass wir das mal besuchten. Da gab es schließlich kaum Parkplätze.
Und das dritte am Ischeland kam ja schon mal ganz und gar nicht in Frage. Erstens: Viel zu voll. Zweitens: Da sind all die vielen komischen Leute (wen immer meine Mutter damit meinte…)
Und als Drittes kam das Totschlagargument: „Ihr geht doch sowieso fast nicht ins Wasser sondern liegt nur auf der Decke auf der Wiese. Das könnt ihr zu Hause im Garten auch…“
Fertig.

Längst gibt es das Ischelandbad nicht mehr. Es ist dem Westfalenbad gewichen, einer Anlage aus Freizeit-, Sole- und Sportbecken. ische05 Weiterlesen


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Gleich mal das Revier markieren

Das Erdinger Hallenbad hat seit heute wieder geöffnet. Das Rennen, erster an der Kasse sein zu wollen, lasse ich dieses Mal gepflegt aus. Aber natürlich fahre ich hin. Schließlich gehört es zum guten Ton eines Stammgasts, am ersten Tag der vor uns liegenden Winteraison 2016/17 zu den Besuchern zu gehören… revhb-01

Das ist auch die Gelegenheit, gleich mal das Revier für das nächste halbe Jahr zu markieren. Nicht, dass ich ein Hund wäre und Duftmarken mittels… na ja, Sie wissen schon… hinterlasse. Oder ein deutscher Touri, der sein Handtuch einfach ausbreitet und damit Liegen, Stühle oder gleich ganze Küstenabschnitte am Mittelmeer annektiert.revhb-02
Weit gefehlt, Leute, das geht auch ohne. Weiterlesen