Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Challenge 2016 / 10. Teil: Hartsee Happiness

Und da ist er wieder, der Sommer 2016, der sich bisher nicht gerade von seiner verführerischen Seite gezeigt hat. Heute aber herrscht bestes Wetter – Grund, den Hartsee anzufahren. Auch ihn habe ich 2015 schon mal besucht, war sehr angetan und wollte mir darum auch dieses Jahr diesen Toteissee vornehmen.
Diese Ausflüge in den Chiemgau gehören unbedingt zu den Kleinen Fluchten, den Eintagsurlauben, über die ich hier ja schon gebloggt habe.
Während sich – weil Samstag und Ferienbeginn hier und Ferienende dort ist – auf der Autobahn Stoßstange an Stoßstange reiht, fahren meine Frau und ich „hintenrum“ über die Dörfer zur Eggstätter Seenplatte. Sollen die Urlauber Stau spielen – ich weiß was Besseres.
Natürlich trifft man an einem Wochenende mitten im Sommer auch am Hartsee auf reichlich Badegäste, nicht nur Einheimische, auch viele Urlauber. Der See hat eben was: Er ist nicht so groß wie Chiem- und Simssee, deutlich flacher und daher wärmer, das Wasser ist ein wenig moorig und daher enorm weich. Es gibt keinerlei Bootsverkehr und eine charmante Freizeitanlage mit Biergarten. Kein Wunder, dass der See so beliebt ist.

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Blogparade ‚Urlaubsziele 2016‘: Kleine Fluchten

chiem03Warum nicht einfach mal Aristoteles betätigen? Der alte Knochen hat schließlich über 2.000 Jährchen auf dem Buckel und kennt sich aus: „Das, was aus Bestandteilen so zusammengesetzt ist, dass es ein einheitliches Ganzes bildet – nicht nach Art eines Haufens, sondern wie eine Silbe –, das ist offenbar mehr als bloß die Summe seiner Bestandteile. Eine Silbe ist nicht die Summe ihrer Laute: ba ist nicht dasselbe wie b plus a, und Fleisch ist nicht dasselbe wie Feuer plus Erde.“ So steht es in seiner Metaphysik – natürlich nicht in deutsch, aber hier mit altgriechischen Texten aufzuwarten ist Posing pur. Braucht auch keiner…
Verkürzt heißt es: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ und diese These sollte vielleicht nicht immer nur naturwissenschaftlich betrachtet werden – vielleicht auch mal philosophisch. Was heißt: Die Summe aller Urlaubstage ist mehr als ein ganzer Urlaub. Das gilt umso mehr, wenn man zwar seinen Urlaub im Ausland plant, aber im Sommer noch freie Tage nimmt, weil man Kleine Fluchten in großer Zahl auf dem Programm hat…
Urlaub ist eben mehr als ein- oder zweimal irgendwohin zu verreisen – rein aristotelisch gesehen. Weiterlesen


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2016 – was wird:

2015 – das Jahr im Zahlenrückblick findet Ihr hier.

Es wird nu allerhöchste Zeit, die Schwimmpläne für 2016 zu veröffentlichen. 25 Seen wie im vergangenen Jahr in und um München sollen es nicht wieder sein. Das hatten wir schon. Die Idee, die vor einem Jahr dahinter steckte, war, mich zu nötigen, of und regelmäßig draußen schwimmen zu gehen. Die Idee war gut, hätte es aber nicht zwingend gebraucht. Ich wäre auch so oft genug draußen gewesen. So aber habe ich viele Seen kennengelernt, wunderschöne wie auch langweilige. 2016 muss ich kein Druckmittel mehr zum Freiwasserschwimmen haben. Ich denke, das wird von allein gehen…

Was also tun? Neben den regelmäßigen Hallen- und Freibadbesuchen und dem Schwimmen in den Weihern in der Nachbarschaft habe ich mir für den Frühling, Sommer und Herbst ein paar hoffentlich schöne Dinge ausgedacht, mit denen ich das ganz „normale Schwimmen“ ein wenig interessanter machen möchte – alles Schwimms, auf die ich schon jetzt richtig Lust habe: Weiterlesen


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Challenge 25 – Mein Abschluss-Ranking

image KopieGeschafft. 25 Seen und Weiher habe ich den Sommer über besucht.
Und nun?
Ein Ranking.
Internetbenutzer lieben das – Suchmaschinen auch. Meine liebsten Bücher, CDs, meine schönsten Urlaubsorte… was kann man nicht alles in eine Rangordnung bringen?
Da wäre es töricht, das nicht auch zu machen und so ein paar Leser herzulocken. Wer weiß… vielleicht googelt ja einer nach den schönsten Badeseen in und um München und findet meine Seite.

Es sind alles sehr subjektive Schwimmeindrücke, keine Bewertungen der Gewässer und schon gar keine Beurteilungen über Schwimm- und Wasserqualitäten, die für dieses Ranking ausschlaggebend waren. Oder ganz einfach: Wo hat es mir bei den über 60 Kilometern, die ich geschwommen bin, nun am besten gefallen und wo muss ich nicht noch mal hin?stau02
Fair ist das nicht, da ich einige Gewässer ich schon sehr oft vorher besucht habe, andere nur dieses eine Mal. Mal war ich der Einzige, mal war es gesteckt voll. Mal habe ich mich von der Natur faszinieren lassen, mal bin ich von Menschen eher abgeschreckt worden. Mal war das Wasser arschkalt, mal badewannenwarm, mal ist es zu trübe, mal roch es nach Moder, mal nach Pommes frites. Mal wusste ich etwas über das Gewässer, mal nicht, mal hatte ich auch Vorurteile, mal war ich neugierig. Mal brannte ich vor Lust, mal hatte ich wenig Motivation ins Wasser zu steigen, mal mochte ich es, über Wasserpflanzen hinweg zu schwimmen, mal war ich davon genervt, zwischen den Teichrosen zu landen. Mal teilte ich das Wasser mit Enten, mal mit Gänsen, mal mit Blässhühnern. Und hin und wieder fischelte es unter mir.
Schließlich: Das Wettkampfschwimmen im Simssee lässt sich kaum noch mit anderem Schwimmen vergleichen, geschweige denn, dass ich auch nur einen Hauch vom See selbst mitbekommen habe,
Das alles fließt in mein persönliches Ranking mit ein. Es hilft nichts. Hier also das Ranking zu meiner Challenge 25. Weiterlesen


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Challenge 25/15 (Hartsee): Boaah wat is dat härrlich!

image KopieMargarethe Pallaschke (nennen wir sie mal so) kommt aus dem  Hartsee. Die rüstige Mitsiebzigerin schlingt ihr Handtuch um sich. Ihr Mann Manfred schaut kurz von der Chiemgauzeitung, die er sich am Kiosk gekauft hat, hoch.
„Ich geh getz ma n bissken inne Sonne und wärm mich wacker auf“, lässt sie ihn wissen. Der Mann brummt nur – als Zeichen der Zustimung, und das er verstanden hat, was seine Margarethe im gesagt hat. Mehr Worte bedarf es nicht.
„Willse nich auch ma n bissken schwimmen? Tut Dir doch gut, hat doch der Dokta gesacht…“
Manfred brummt nur.
An ihrem Redeschwall und seiner Einsilbigkeit erkenne ich die Westfalen – und natürlich an dem unverwechselbaren Dialekt. Ich weiß sofort, wo die beiden herkommen, schließlich bin ich auch da wech.
Zahlreiche Fahrzeuge auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz in Eggstätt tragen NRW-Kennzeichen, das ist mir schon bei der Ankunft aufgefallen, sogar ein Hagener steht dort. Also muss man die Westfalen ja auch irgendwo finden. Und so ist es dann auch.
„Dat is so schön hier, und alles so grün, woll Manfred?“ begeistert sich Frau Pallaschke. „Is doch dat Beste, wasse machen kanns. Schwimmen inne freien Natur. Härrlich!“
Du meine Güte, kommt die Frau, die in nächster Nähe zu uns auf der Liegewiese mit ihrem Mann spricht, ins Schwärmen.
Zwischen Minigolf (Büdchen geschlossen, bitte am Kiosk melden), Beachvolleyball (viel zu heiß), Liegewiese (papierchenfrei), Spielplätzen (unfallsicher), Betontischtennisplatten (unvermeidbar), Kiosk (Schöller statt Langnese) und Restaurant (heute Ruhetag!) beweist das Freizeitgelände am Hartsee wieder einmal, wie man es der deutschen Seele Recht macht: Der Kies ist geharkt, der Rasen neu ausgesät, die Blumengäste sind bepflanzt, die Gartensprenger laufen, der Müll ist verräumt, die bayerische Mundart wird gepflegt. So liebt es schließlich der Urlauber von der Ruhr oder der Elbe, wenn er seine Ferien in Bayern verbringt. Irgendwie ist das ja noch Deutschland, aber irgendwie auch so schön exotisch. Und so lieben es auch die Pallaschkes.hartsee1
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Challenge 25…

image KopieBekanntlich wächst der Mensch mit seinen Aufgaben und Herausforderungen. Ebenso bekanntlich heißt es nur heute nicht mehr Herausforderung, es heißt Challenge. Eine solche kann man sich suchen, wird man nicht von anderen zu einer Challenge gedrängt.
2014 hatte ich mir vorgenommen, von Felden zur Herreninsel zu schwimmen. Das war die Herausforderung an mich selbst. Nicht ohne Stolz habe ich verkündet: Einmal König und zurück. Und ich habe mich im Sommer der Ice Bucket Challenge gestellt, nicht freiwillig. Das kam von außen.
Eine Zeitlang habe ich gegrübelt, was ich mir für 2015 vornehmen könnte. Auf die Idee hat mich Wigald Boning gebracht, der sich auch für keine Herausforderung zu schade ist und den Sommer über immer wieder über Facebook von seinen Schwimmerlebnissen in diversen Berliner Gewässern geschrieben hat. „Was der kann“ – so mein Gedanke – „das kann ich schon lange“.
Das stimmt zwar nicht, denn Wigald hat mittlerweile schwimmend den Bodensee durchquert. Ich würde nicht mal den Hafen von Friedrichshafen hinter mir lassen, ohne gestorben zu sein. Aber egal. Erstens gehört klappern zum Geschäft und zweitens wächst der Mensch bekanntlich… ach ja, das erwähnte ich bereits.
Inspiriert also durch Wigald Bonings Erkundung der Hauptstadtgewässer habe ich folgenden Plan gefasst, den ich gleich als guten Vorsatz für das kommende Jahr verstanden wissen will.
25 Seen und Weiher möchte ich im kommenden Sommer be- oder erschwimmen. Dazu habe ich mir zunächst vom Münchner Stadtportal die Badeseen nennen lassen, das gleiche noch mal von der BayRegio, die Badegewässerliste des eigenen Landkreises und schließlich die Badeseenliste des Münchner Merkurs durchgeschaut. Herausgekommen ist die Challenge 25. Weiterlesen