Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Challenge 2017 (Teil 9): Wenn es Nacht wird…

Der Reiz des Schwimmens bei Vollmond ist riesig. Und die Faszination auch, von der ich ja bereits schon einmal etwas geschrieben habe.
Mit Schwimmen hat das Ganze freilich weniger zu tun, aber es ist unglaublich faszinierend, unter dem silbrigen Schein des Mondes in das dunkle, fast schwarze Wasser zu steigen und eine vorher festgelegte Strecke zu schwimmen, sofern man seinen Weg überhaupt findet.
Zwar sind nüchtern betrachtet die Herausforderungen, nachts schwimmen zu gehen, nicht wesentlich anders als tagsüber, trotzdem ist es ein kolossaler Unterschied. Es geht, das liegt in der Natur der Sache, ums Sehen und Gesehen werden, bzw. Kaum-mehr-was-sehen und Gar-nicht-mehr-gesehen-werden. Selbst wenn der Mond vom Himmel leuchtet, ist es nachts im Wasser nicht nur schwer, sich zu orientieren, es ist auch enorm schwer, einen Mitschwimmer im Auge zu behalten.
Das Ufer verschwimmt zu Konturen, Start und Zielpunkte sind kaum mehr auszumachen, wenn sie nicht besonders markant sind. Die kleine Unterwasserkamera scheitert nahezu bei jedem Bild. Weiterlesen

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Challenge 2017 (Teil 8): Was Neues am Chiemsee – Der Kailbacher Winkel

Oft schon war ich zum Baden oder Schwimmen am Chiemsee. Es ist der See in Bayern, in dem ich mit Abstand am meisten geschwommen bin, die heimischen Weiher mal ausgenommen, aber das sind ja auch keine Seen. In den allermeisten Fällen ging es dabei von Felden bei Bernau los, also im südwestlichen Eck.
Zeit wurde es also, den See mal von seiner anderen Seite kennenzulernen. Aufgabe für 2017 also: Eine Strecke im Chiemsee dort zu schwimmen, wo ich noch nie war. Das ist keine allzu große Herausforderung, der See bietet genug Möglichkeiten, was mich schon jetzt dazu verführt, mir die gleiche Augabe auch 2018 zu stellen und so den zweitbesten See von allen immer wieder neu zu entdecken.

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It’s nor fair – it’s really not ok

In den Tiefen des Entwürfeordners, aus dem sich dieses Blog gelegentlich speist, entdecke ich einen Beitrag vom Oktober 2015. Warum ich ihn damals geschrieben, aber nicht veröffentlicht habe, weiß ich nicht: Aber das hole ich jetzt einfach nach und lasse ihn von meinem Blog automatisch veröffentlichen, während ich selbst im Schwimmbad weile.

Was der liebe Herbert da mit mir treibt, kann man nur mit zwei Zeilen aus einem älteren Song von Lily Allen (genau, das ist die mit der quäkigen Stimme) beschreiben:

Oh, it’s not fair and it’s really not okay
It’s really not okay, it’s really not okaykalle2

Was werfe ich meinem Schwimmkumpel vor? Er verschaukelt mich.

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Challenge 2016 / 8.Teil: Nachschlagsschwimmen am Simssee

Ein Gewitter – so hatte es der Veranstalter den Teilnehmern gemeldet – hatte beim Austrian Open Water Cup in der Nacht eine Boje versetzt. Und so war die auf 2.000m abgemessene Strecke schlagartig 130 Meter kürzer. Ich hatte es erwähnt.

Das ist der eine Grund, noch mal zum Simssee zu fahren. Die 130 Meter wollen natürlich nachgeholt werden – alles andere würde gegen die Ehre gehen. Außerdem geht es ja ums Prinzip – und die gute Ordnung.

Der andere Grund ist, dass ich schon im vergangenen Jahr gedacht habe, ich würde in dem See gern noch mal schwimmen gehen – ohne Wettkampf, ohne Zeitnahme, ohne Transponder. Einfach nur so. Der See und ich.
Also fahren Herbert und ich hin. Ich hole mir meinen Nachschlag und lege noch mal einige Meter drauf.

Dieses Mal aber starten wir im Süden des Sees am Strandbad von Pietzing.
Bleiern liegt der See vor uns, Gewitterstimmung hängt in der Luft. Es ist schwül, über den nahen Alpen türmen sich die Wolken. Kaum ein Lufthauch ist zu spüren.
Einige wenige Badegäste – vornehmlich Urlauber – bevölkern die Liegewiese. Pietzing liegt halt etwas ab vom Schuss. Und das macht es perfekt.
nachschlag02 Weiterlesen


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Challenge 2016 / 7.Teil: Der Mond ist aufgegangen

r-vm-3Matthias Claudius Abendlied Der Mond ist aufgegangen kennt wohl jeder. Vielleicht sollte ich statt dessen mal mit Eichendorffs Mondnacht aufwarten. Das ist dann deutsche Romantik pur.
Die Nacht und der Mond sind unverrückbare Bestandteile dieser Epoche, die sich wie kaum eine andere in die deutsche Befindlichkeit tief eingegraben hat. Immer weiter zogen sich die Künstler dieser Zeit, die Maler, Dichter und Komponisten in ihre Traumwelt zurück. Die Nacht galt als geheimnisvoll, aber auch befreiend vom Drangsal des Alltags. Der kalte, silbrige Mondschein verlieh allem zusätzlich einen magischen Schimmer und gab ihnen das Gefühl der Unbestimmtheit und Ungewissheit und der Verlorenheit des Menschen in den Weiten der Natur.

Ist es daher verwunderlich, dass im Sommer überall Menschen in diesen mythisch und mystisch überhöhten Vollmondnächten in Seen und Weiher steigen? Denn auch das Wasser, das im bleichen Licht des Mondes oft tiefschwarz und seidig scheint, hat etwas Mythisches, Geheimnisvolles, Dunkles.
Nun muss man nicht unbedingt voller Novalis’scher Todessehnsucht durchdrungen, von der Romantik übermannt worden sein und einen elegischen Schwanengesang anstimmen, um in einer Vollmondnacht ins Wasser zu steigen, aus dem man nicht mehr wiederkehren wird.
Manchmal will man einfach nur schwimmen. Weiterlesen


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Challenge 2016 / 6.Teil: Simssee, I did it again

Vielleicht ist das Unterfangen törricht. Ich weiß es nicht. In einem Alter, in dem andere kürzer treten, sich dem Magnetismus des Sofas hingeben und sich sportlich überwiegend mit dem Kommentieren von Fußballspielen im Fernsehen begnügen, schwimme ich mal wieder einen Wettkampf.
Aber heißt es nicht auch: Je oller, je doller?
Und hat nicht der Veranstalter des Chiemgau Thermen Langstreckenschwimmens nicht quasi mir zum persönlichen Gefallen die Wertungsklassen geändert? Jetzt heißt es

1993 – 2000 Junioren
1977 bis 1992 Masters 1
1976 bis 1967 Masters 2
1966 und älter Masters 3

Das kommt mir sehr zupass, denn nun muss ich mich nicht mehr hinter den 20 oder 30 Jahre jüngeren durchtrainierten Triathlethen und Ausdauerschwimmern einsortieren – als ob die nur die 2km Distanz schwimmen würden…
14 Schwimmer sind es nur noch in meiner Klasse, Zielsetzung ist, nicht der Vierzehnte zu werden. Denn Dabeisein ist noch lange nicht alles.
Dabei könnte ich mich ja mal nicht mit den Leuten messen, die mitschwimmen, sondern mit denen, die das nicht tun. 2 Kilometer am Stück zu schwimmen, durchzukraulen, das schaffe ich entspannt. Auch mehr. Aber wie viele Freunde, Bekannte, Kollegen in meinem Alter können das auch?
Gut – der eine oder andere kann Dinge, die ich nicht kann, zum Beispiel kilometerweit durch die Berge mit einem Gleitschirm zu fliegen oder ebenfalls kilometerweit durch die Gegend zu rennen oder zu radeln. Aber das ist nicht der Punkt.
Der Punkt ist, nicht am Sofa zu kleben.
Also bin ich zum zweiten Mal nach 2015 dabei.r-sims17-08

Insgeheim nehme ich mir vor, nicht als letzter durchs Ziel zu schwimmen, ein paar Bist-Du-heute-schon-geschwommen-Leute zu treffen und meine durchaus schwache Leistung vom Vorjahr deutlich zu verbessern. Ansonsten kann ich es auch einfach lassen.

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Alle Jahre wieder…

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind. Im Schlepptau dieses heimtückischen Geschöpfs kommen all die Leckereien. Und in Folge von viel zu viel gutem Essen, Süßkram und Alkohol kommen die Pfunde. Das kennen Sie vermutlich.

Alle Jahre wieder kommt aber auch die Fastenzeit und damit mein hochheiliges Versprechen, einige Kilo wieder loszuwerden. Nicht das Neue Jahr mit seinen albernen Vorsätzen ist der Judgment Day. Bei mir ist das der Aschermittwoch (Kunststück, ich wurde an einem solchen geboren).
In der Fastenzeit geht es Kraftvoll gegen Fett  (2015), ich setze Alles auf Null (2014) und nerve meine Mitmenschen mit Geschwafel vom Abnehmen (2102). Eigentlich ist es jedes Jahr der gleiche Scheiß. Darum gehe ich schon gar nicht mehr auf die Waage. Sich täglich beleidigen zu lassen… wer braucht das schon?
Also stelle ich mich am Aschermittwoch auf die Waage, sammle innere Stärke und bemühe mich um maximale Contenance und dann – mit einem beherzten Ruck ziehe ich die Füße auseinander, um den erbarmungslosen Fakten in Form einer Anzeige ins Auge zu blicken:

waage

Dieses Jahr trifft es mich knüppeldick. Immerhin sehe ich die Waage noch, ein schwacher Trost. Aber die Ziffern sind gnadenlos. Da hilft es auch nicht, vorher ausgiebig aufs Klo gegangen zu sein, geduscht zu haben, sich zu fönen und zu rasieren und mit allen Tricks, noch ein paar Gramm Verlust zusammenzukratzen. Ich bin gewichtsmäßig wieder da, wo ich vor vier Jahren war.

Face the fucking facts!

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2016 – was wird:

2015 – das Jahr im Zahlenrückblick findet Ihr hier.

Es wird nu allerhöchste Zeit, die Schwimmpläne für 2016 zu veröffentlichen. 25 Seen wie im vergangenen Jahr in und um München sollen es nicht wieder sein. Das hatten wir schon. Die Idee, die vor einem Jahr dahinter steckte, war, mich zu nötigen, of und regelmäßig draußen schwimmen zu gehen. Die Idee war gut, hätte es aber nicht zwingend gebraucht. Ich wäre auch so oft genug draußen gewesen. So aber habe ich viele Seen kennengelernt, wunderschöne wie auch langweilige. 2016 muss ich kein Druckmittel mehr zum Freiwasserschwimmen haben. Ich denke, das wird von allein gehen…

Was also tun? Neben den regelmäßigen Hallen- und Freibadbesuchen und dem Schwimmen in den Weihern in der Nachbarschaft habe ich mir für den Frühling, Sommer und Herbst ein paar hoffentlich schöne Dinge ausgedacht, mit denen ich das ganz „normale Schwimmen“ ein wenig interessanter machen möchte – alles Schwimms, auf die ich schon jetzt richtig Lust habe: Weiterlesen