Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Lesetipp (Teil 5): „Wasser und andere Welten“ von John von Düffel

Gibt es einen Schriftsteller, der mehr und intensiver übers Schwimmen geschrieben hat als John von Düffel?
Ich wüsste spontan keinen. Er wird uns also in dieser Reihe mehrfach begegnen, denn auch andere Bücher des Schriftstellers und Dramaturgs werden in dieser Reihe noch zur Sprache kommen. Zunächst aber die Essay-Sammlung Wasser und andere Welten aus dem Jahr 2002.
Vorab: Düffel ist selbst ein begeisterter Schwimmer – und das merkt man dem Buch an. Der Mann weiß einfach worüber er schreibt.

Und da es in diesem Blog hauptsächlich ums Schwimmen geht, wird es langsam Zeit, sich in den Lesetipps diesem Thema und damit diesem Autor und eben diesem Buch zuzuwenden.
In 21 Kapiteln macht sich von Düffel Gedanken zum Wasser, viele davon kreisen ums Schwimmen zu – und jedes ist eine Liebeserklärung an diesen Sport.
Das Schöne daran: von Düffel ist kein Leistungssportler, es geht nicht um Training, um Trainingsprogramme, Wettkämpfe und Bestzeiten. Es geht um das persönliche, individuelle Erfahren, um die Sinnlichkeit und um Badehosen.
Ernsthaft? Weiterlesen

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Ich bin fein raus

Stultus neque scribere neque natare scit.

So hätten weiland, glaubt man der FAZ, die alten Römer über einen ungebildeten Menschen gesprochen. Ist ihnen ein solcher unter die Augen gekommen, dann hätten sie – statt wie wir  heute wenig prosaisch sagen „der ist zu doof, ein Loch in den Schnee zu pinkeln“ – gestöhnt: Stultus neque scribere neque natare scit.
An dieser gepflegten Ausdrucksweise erkennt man eben den wahren Humanisten.
Eine Quelle für dieses Zitat findet sich freilich nicht, Fehlanzeige bei Horaz, Ovid, Sencea, Vergil oder Cicero, also wird flugs eine Redensart daraus gemacht – und diese der antiken römischen Bildungselite in den Mund geschoben.
Wer unter den Lesern dieses Blogs nicht das Privileg und das Vergnügen hatte, diese wunderbare, alte Sprache in der Schule lernen zu dürfen, sich also heute mit Küchen-, Jäger- und Anglerlatein begnügen muss, dem sei an dieser Stelle verraten, dass der Römer in etwa formulierte, dass töricht (im Sinne von „dumm, unfähig“) sei, wer weder des Schreibens noch des Schwimmens mächtig ist.mens-sana_bearbeitet-1
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