Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Challenge 2017 (Teil 8): Was Neues am Chiemsee – Der Kailbacher Winkel

Oft schon war ich zum Baden oder Schwimmen am Chiemsee. Es ist der See in Bayern, in dem ich mit Abstand am meisten geschwommen bin, die heimischen Weiher mal ausgenommen, aber das sind ja auch keine Seen. In den allermeisten Fällen ging es dabei von Felden bei Bernau los, also im südwestlichen Eck.
Zeit wurde es also, den See mal von seiner anderen Seite kennenzulernen. Aufgabe für 2017 also: Eine Strecke im Chiemsee dort zu schwimmen, wo ich noch nie war. Das ist keine allzu große Herausforderung, der See bietet genug Möglichkeiten, was mich schon jetzt dazu verführt, mir die gleiche Augabe auch 2018 zu stellen und so den zweitbesten See von allen immer wieder neu zu entdecken.

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Challenge 2017 (Teil 4c): …wieder mal beim Kini

Niemand weiß, was genau sich am Pfingstsonntag 1886 am Ufer des Würmsees, der heute Starnberger Sees, ereignet hat. Der 13. Juni 1886 allerdings endete dramatisch: Mit dem Auffinden der Leichen des bayerischen Königs Ludwig II und seines Arztes von Gudden im See.

Das Ende des Märchenkönigs war wohl auch der Beginn der Mythenbildung. War es Selbstmord? Ein Unfall? Mord? Die Spekulationen rissen nie ab, bis heute nicht, zu viele Ungereimtheiten gab es, zu viele Fragen. Die einen halten die Preußen für die Drahtzieher, die anderen den Prinzregenten Luitpold, den Onkel des Königs, der sich nach dem Tod Ludwigs endgültig an die Spitze Bayerns setzte. Insbesondere der Geheimbund der Guglmänner müht sich nach Kräften, den Mord zu beweisen, derweil Ludwig II. in Bayern verehrt wird wie ein Nationalheiliger, gefeiert und vermarktet wie ein höchst profitable Ikone der Popkultur.

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Challenge 2016 / 13. Teil: Schwimmen um des Schwimmens willen

Zackig – schneidig – präzise – hoppla hopp.
Das kommt der bayerischen Gemütlichkeit nicht zupass „Nur ned hudeln“, grantelt der Österreicher, doch der Bayer steht ihm in nichts nach, wenn die Preißn mal wieder Stress und Hektik verbreiten. Und darum werde ich wohl letztlich nie 100% hier ankommen, so schön das Leben zwischen München und Chiemgau auch ist.
Aber es gibt Tage, da will man einfach mal weiterkommen. Weiterkommen mit der Challenge und weiterkommen mit der eigenen Statistik.
Da das Wetter ein Einsehen mit mir hat und sich als „heiter bis freundlich“ präsentiert, nehme ich mir heute vor, von Felden zur Herreninsel und zurück zu schwimmen. Das ist der „Schwimm zum König“, den ich bereits vor zwei Jahren absolviert habe. Damals mit Herbert und damals mit Begleitboot. Heute mach ich das allein – nur die Boje und ich.bkini-16-02 Weiterlesen


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Einmal zum König und zurück

Es war ein fataler Irrtum.
Als König Ludwig II. sein Schloß auf Herrenchiemsee baute, um der profanen Welt zu entfliehen, dachte er, eine Insel sei ein sicherer Ort, unerreichbar für den schnöden Pöbel. Nun, Herrenchiemsee – gelegen inmitten des Chiemsees – ist mittlerweile ein beliebtes touristisches Ausflugsziel. Heerscharen von Urlaubern werden herangekarrt, oder sie karren sich selbst ans Bayerische Meer, werden mit Schiffen übergesetzt und trampeln im Schloß, im Park und im Garten des „Kini“ herum. Es ist ein Glück, dass der Monarch dies nicht mehr mit hat ansehen müssen. Die Herreninsel ist aber auch ein allzu schönes Ausflugsziel. Nicht nur für Urlauber. Auch für Schwimmer.
Deshalb fassen wir einen verwegenen Plan.
In diesem Jahr wollen wir von Felden aus zur Insel schwimmen, und den gleichen Weg auch wieder zurück. Ganz ungewöhnlich ist das nicht, zumindest eine Strecke habe ich bereits im vergangenen Jahr absolviert. Es war ein Anfang, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Dieses Mal möchte ich Hin- und Rückweg durch das Wasser nehmen. Und ich bin nicht allein. Freund Herbert schwimmt mit mir. Seit Wochen haben wir alles abgesprochen, seit Wochen treffen wir uns im Erdinger Schwimmbad oder Kronthaler Weiher und schrauben unsere Schwimmdistanz Schritt für Schritt weiter nach oben.
Sicher, zwischen den Ufern sind es nur 2,4 Kilometer Luftlinie, also etwa 4,8 Kilometer für beide Wegstücke. Aber wer schwimmt schon Luftlinie, wenn er einen weiten Bogen schlagen kann und noch dazu Segelbooten und dem Ausflugsdampfer ausweichen muss? Und überhaupt: Die lustigen kleinen Wellen und die Strömung treiben einen ganz schön hin und her. Da wird die Distanz automatisch etwas länger.chiemsee
Wie dem auch sei: Wir sind sicher, die Strecke bewältigen zu können, wenn das Wetter einigermaßen mitspielt. Andere schließlich schwimmen noch ganz andere Distanzen, da werden wir das doch locker hinbekommen. Drei Tage haben wir ins Auge gefasst, die ersten beiden fallen schon mal buchstäblich wegen Gewitter ins Wasser. Bleibt der Dritte, und für uns die letzte Gelegenheit in diesem eher bescheidenen Sommer. Also los!SONY DSC
Als sonntags morgens um sieben Uhr der Wecker klingelt, denke ich, was für eine bescheuerte Idee das eigentlich war. Ich würde mich gern noch mal umdrehen und ein Stündchen oder zwei weiterschlagfen. Aber alles ist durchgeplant, Schwimmstart um 10.15 Uhr, genau dann, wenn in Felden der Ausflugsdampfer abfährt. Dann haben wir genug Zeit, die Route zu durchqueren, bevor der Dampfer zurückkehrt. Das heißt: Früh aufstehen, denn der Chiemsee ist nun auch nicht gerade ums Eck. Noch mal umdrehen im warmen Bett ist also nicht. Und? Hab ich recht? Das ist doch eine bekloppte Idee!
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