Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Challenge 2017 (Teil 10): Die Goldene Stunde – Ein Glücksmoment und ein Abschied

Bereits im vergangenen Jahr stand Schwimmen zur Goldenen Stunde auf meiner To-Do-Liste. Und schon da war klar, dass das unter sportlichen Aspekten eher eine Nullnummer wird. Die Herausforderung besteht nicht darin, eine bestimmte Strecke zu absolvieren, einen See kennenzulernen oder ein paar Kilometer abzureißen. Es geht einfach nur um das präzise Takten dieses einen Moments: Beim ersten oder letzten Sonnenlicht des Tages im Wasser zu sein. Ähnlich wie bei Vollmond-Schwimmen geht es nur darum, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein – und eben den richtigen Moment abzupassen. Dieses Jahr ist mir das nur halbwegs gelungen:

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Challenge 2017 (Teil 9): Wenn es Nacht wird…

Der Reiz des Schwimmens bei Vollmond ist riesig. Und die Faszination auch, von der ich ja bereits schon einmal etwas geschrieben habe.
Mit Schwimmen hat das Ganze freilich weniger zu tun, aber es ist unglaublich faszinierend, unter dem silbrigen Schein des Mondes in das dunkle, fast schwarze Wasser zu steigen und eine vorher festgelegte Strecke zu schwimmen, sofern man seinen Weg überhaupt findet.
Zwar sind nüchtern betrachtet die Herausforderungen, nachts schwimmen zu gehen, nicht wesentlich anders als tagsüber, trotzdem ist es ein kolossaler Unterschied. Es geht, das liegt in der Natur der Sache, ums Sehen und Gesehen werden, bzw. Kaum-mehr-was-sehen und Gar-nicht-mehr-gesehen-werden. Selbst wenn der Mond vom Himmel leuchtet, ist es nachts im Wasser nicht nur schwer, sich zu orientieren, es ist auch enorm schwer, einen Mitschwimmer im Auge zu behalten.
Das Ufer verschwimmt zu Konturen, Start und Zielpunkte sind kaum mehr auszumachen, wenn sie nicht besonders markant sind. Die kleine Unterwasserkamera scheitert nahezu bei jedem Bild. Weiterlesen


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Rapid Fire – Fotoexzesse

… und dann läuft wieder mal der See aus, und es gibt nichts, was ich dagegen tun könnte.

So was passiert eigentlich dauernd, wenn ich mit meiner Kamera unterwegs bin und Selfies mache. Fotos brauche ich, nicht nur Freund Alex, der zum festen Personal dieses Blogs gehört, predigt mir regelmäßig, dass ein Blog Bilder braucht. Er selbst ist ein leuchtendes Vorbild, sein inhaltlich komplett anderer Blog ist auch voller Bilder, die meisten aber stammen aus seinem Atelier, denn Alex ist Künstler.

Also lasse ich keine Gelegenheit aus, meine kleine Unterwasserkamera mitzunehmen und wie wild zu fotografieren, wann immer sich die Gelegenheit bietet und/oder ich Lust dazu habe. Weiterlesen


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Zicke-Zacke – Eine Geschichte vom Schwimmen

Flupp – flupp – flupp – flupp
Flupp – flupp – flupp – flupp
Flupp – flupp – flupp – flupp

Unermüdlich schnellen die Arme vor, erst der eine, dann später der andere. Die Hand greift ins Wasser. Zieht, drückt.

Flupp – flupp – flupp – flupp
Flupp – flupp – flupp – flupp

Zug um Zug bewegt sich der Schwimmer vorwärts. Meter um Meter

Flupp – flupp – flupp – flupp

Aber das denkt er nicht. Seine Gedanken sind längst mit der Bewegung verschmolzen, und dem türkisfarbenem Wasser. Heute hat er es für sich allein. Als er gestartet war, hatte gerade ein anderer Schwimmer den Weiher verlassen. Ein weiterer zog seine Bahnen zwischen dem Gebäude der Wasserwacht und der Halbinsel am Westufer. Immer hin und her.

Langweilig, befand er. So ähnlich hatte er das gestern erst gemacht. Nur eben nicht auf der kurzen West-Ost-Spanne, sondern der Länge nach.

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Der mit den Schwänen spricht

Vielleicht gehört es ja mittlerweile zur Tradition dieses Blogs, einmal im Jahr im Winter in „mein Revier“ zu fahren, zu frieren und zu sagen: Wie weise von mir, dass ich mit dem Eisschwimmen nie angefangen habe. Ziemlich genau vor einem Jahr habe ich das am Tenner See gedacht, vor zwei Jahren an der mittlerweile vom Eigentümer komplett gesperrten Kiesgrube.

Wohlan – dann eben dieses Jahr am Kronthaler Weiher, in dem ich jedes Jahr dutzende Male unterwegs bin. kalt-2017-06-b Weiterlesen


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Challenge 2016 / 12. Teil: Discover Gold

Schwimmen in der goldenen Stunde ist eigentlich eine blöde Idee. Denn Schwimmen ist – vor allem mit dem Kopf in und unter Wasser – sicher keine besonders visuell aufregende Erfahrung. Zumindest nicht das Schwimmen, wenn man es einigermaßen vernünftig betreibt. Nun ist die Goldene Stunde aber ein Begriff aus der Fotografie – also aus dem Zentrum der Visualität.gs-07
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Challenge 25 – Mein Abschluss-Ranking

image KopieGeschafft. 25 Seen und Weiher habe ich den Sommer über besucht.
Und nun?
Ein Ranking.
Internetbenutzer lieben das – Suchmaschinen auch. Meine liebsten Bücher, CDs, meine schönsten Urlaubsorte… was kann man nicht alles in eine Rangordnung bringen?
Da wäre es töricht, das nicht auch zu machen und so ein paar Leser herzulocken. Wer weiß… vielleicht googelt ja einer nach den schönsten Badeseen in und um München und findet meine Seite.

Es sind alles sehr subjektive Schwimmeindrücke, keine Bewertungen der Gewässer und schon gar keine Beurteilungen über Schwimm- und Wasserqualitäten, die für dieses Ranking ausschlaggebend waren. Oder ganz einfach: Wo hat es mir bei den über 60 Kilometern, die ich geschwommen bin, nun am besten gefallen und wo muss ich nicht noch mal hin?stau02
Fair ist das nicht, da ich einige Gewässer ich schon sehr oft vorher besucht habe, andere nur dieses eine Mal. Mal war ich der Einzige, mal war es gesteckt voll. Mal habe ich mich von der Natur faszinieren lassen, mal bin ich von Menschen eher abgeschreckt worden. Mal war das Wasser arschkalt, mal badewannenwarm, mal ist es zu trübe, mal roch es nach Moder, mal nach Pommes frites. Mal wusste ich etwas über das Gewässer, mal nicht, mal hatte ich auch Vorurteile, mal war ich neugierig. Mal brannte ich vor Lust, mal hatte ich wenig Motivation ins Wasser zu steigen, mal mochte ich es, über Wasserpflanzen hinweg zu schwimmen, mal war ich davon genervt, zwischen den Teichrosen zu landen. Mal teilte ich das Wasser mit Enten, mal mit Gänsen, mal mit Blässhühnern. Und hin und wieder fischelte es unter mir.
Schließlich: Das Wettkampfschwimmen im Simssee lässt sich kaum noch mit anderem Schwimmen vergleichen, geschweige denn, dass ich auch nur einen Hauch vom See selbst mitbekommen habe,
Das alles fließt in mein persönliches Ranking mit ein. Es hilft nichts. Hier also das Ranking zu meiner Challenge 25. Weiterlesen


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Das Ding aus dem Sumpf

Und noch mal ein kleiner Blick zurück auf das Wochenende vor einer Woche:

Ein wenig war es ja so, als sei am 19. September der Sommer noch einmal zurückgekommen. Zumindest, so lange die Sonne schien, war es T-Shirt-warm. Das Wasser hingegen brachte es Kronthaler Weiher in Erding kaum auf Temperaturen über 16°C, zumindest, wenn man sich ein wenig vom Ufer entfernte. Das bemerkte ich schnell, als ich meine Runde im Weiher geschwommen bin. Es ist eben doch schon Herbst.

Ich bin allein im Wasser – einige Stand-Up-Paddler sind unterwegs, mitten auf dem Wasser verharren zwei Ruderboote. Die Ruderer beobachten mich, vermutlich finden sie das etwas seltsam, was sie gerade zu sehen bekommen, so wie auch die Spaziergänger die ihre Wochenendrunde am Weiher drehen. Ich bin diese Blicke aber mittlerweile gewohnt, kaum, dass ich sie noch wahrnehme.
Entgegen dem Vortag im Chiemsee (also Freitag vor einer Woche) oder dem Schwimmen in der Kiesgrube gibt es heute im Wasser keine Schrecksekunde zu überwinden, auch keine lähmende Kälte, die einem die Gliedmaßen fährt und das Schwimmen schwer macht. In Ufernähe ist das Wasser relativ warm -perfekt für eine wunderbar entspannte Runde am Wochenende.septso4 Weiterlesen