Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Der mit den Schwänen spricht

Vielleicht gehört es ja mittlerweile zur Tradition dieses Blogs, einmal im Jahr im Winter in „mein Revier“ zu fahren, zu frieren und zu sagen: Wie weise von mir, dass ich mit dem Eisschwimmen nie angefangen habe. Ziemlich genau vor einem Jahr habe ich das am Tenner See gedacht, vor zwei Jahren an der mittlerweile vom Eigentümer komplett gesperrten Kiesgrube.

Wohlan – dann eben dieses Jahr am Kronthaler Weiher, in dem ich jedes Jahr dutzende Male unterwegs bin. kalt-2017-06-b Weiterlesen


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Challenge 2016 / 12. Teil: Discover Gold

Schwimmen in der goldenen Stunde ist eigentlich eine blöde Idee. Denn Schwimmen ist – vor allem mit dem Kopf in und unter Wasser – sicher keine besonders visuell aufregende Erfahrung. Zumindest nicht das Schwimmen, wenn man es einigermaßen vernünftig betreibt. Nun ist die Goldene Stunde aber ein Begriff aus der Fotografie – also aus dem Zentrum der Visualität.gs-07
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Challenge 25 – Mein Abschluss-Ranking

image KopieGeschafft. 25 Seen und Weiher habe ich den Sommer über besucht.
Und nun?
Ein Ranking.
Internetbenutzer lieben das – Suchmaschinen auch. Meine liebsten Bücher, CDs, meine schönsten Urlaubsorte… was kann man nicht alles in eine Rangordnung bringen?
Da wäre es töricht, das nicht auch zu machen und so ein paar Leser herzulocken. Wer weiß… vielleicht googelt ja einer nach den schönsten Badeseen in und um München und findet meine Seite.

Es sind alles sehr subjektive Schwimmeindrücke, keine Bewertungen der Gewässer und schon gar keine Beurteilungen über Schwimm- und Wasserqualitäten, die für dieses Ranking ausschlaggebend waren. Oder ganz einfach: Wo hat es mir bei den über 60 Kilometern, die ich geschwommen bin, nun am besten gefallen und wo muss ich nicht noch mal hin?stau02
Fair ist das nicht, da ich einige Gewässer ich schon sehr oft vorher besucht habe, andere nur dieses eine Mal. Mal war ich der Einzige, mal war es gesteckt voll. Mal habe ich mich von der Natur faszinieren lassen, mal bin ich von Menschen eher abgeschreckt worden. Mal war das Wasser arschkalt, mal badewannenwarm, mal ist es zu trübe, mal roch es nach Moder, mal nach Pommes frites. Mal wusste ich etwas über das Gewässer, mal nicht, mal hatte ich auch Vorurteile, mal war ich neugierig. Mal brannte ich vor Lust, mal hatte ich wenig Motivation ins Wasser zu steigen, mal mochte ich es, über Wasserpflanzen hinweg zu schwimmen, mal war ich davon genervt, zwischen den Teichrosen zu landen. Mal teilte ich das Wasser mit Enten, mal mit Gänsen, mal mit Blässhühnern. Und hin und wieder fischelte es unter mir.
Schließlich: Das Wettkampfschwimmen im Simssee lässt sich kaum noch mit anderem Schwimmen vergleichen, geschweige denn, dass ich auch nur einen Hauch vom See selbst mitbekommen habe,
Das alles fließt in mein persönliches Ranking mit ein. Es hilft nichts. Hier also das Ranking zu meiner Challenge 25. Weiterlesen


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Das Ding aus dem Sumpf

Und noch mal ein kleiner Blick zurück auf das Wochenende vor einer Woche:

Ein wenig war es ja so, als sei am 19. September der Sommer noch einmal zurückgekommen. Zumindest, so lange die Sonne schien, war es T-Shirt-warm. Das Wasser hingegen brachte es Kronthaler Weiher in Erding kaum auf Temperaturen über 16°C, zumindest, wenn man sich ein wenig vom Ufer entfernte. Das bemerkte ich schnell, als ich meine Runde im Weiher geschwommen bin. Es ist eben doch schon Herbst.

Ich bin allein im Wasser – einige Stand-Up-Paddler sind unterwegs, mitten auf dem Wasser verharren zwei Ruderboote. Die Ruderer beobachten mich, vermutlich finden sie das etwas seltsam, was sie gerade zu sehen bekommen, so wie auch die Spaziergänger die ihre Wochenendrunde am Weiher drehen. Ich bin diese Blicke aber mittlerweile gewohnt, kaum, dass ich sie noch wahrnehme.
Entgegen dem Vortag im Chiemsee (also Freitag vor einer Woche) oder dem Schwimmen in der Kiesgrube gibt es heute im Wasser keine Schrecksekunde zu überwinden, auch keine lähmende Kälte, die einem die Gliedmaßen fährt und das Schwimmen schwer macht. In Ufernähe ist das Wasser relativ warm -perfekt für eine wunderbar entspannte Runde am Wochenende.septso4 Weiterlesen


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Challenge 25/13 (Kronthaler Weiher): Heimspiel in blühenden Landschaften

image KopieAutobahnen haben ja auch ihr Gutes. Das sagt einer, dem die Autobahn direkt vor die Nase gebaut wird, und der mit ansehen muss, wie die gerade im Bau befindliche A94 das nahegelegene wunderschöne Isental komplett versauen wird.
Was also ist das Gute, außer, dass durch den Autobahnbau sich das Verkehrsaufkommen in unserem Dorf verzigfacht hat?
Für den Autobahnbau wird Kies benötigt – und zwar in irren Mengen. Das meine ich jetzt nicht nur im übertragenen Sinn sondern durchaus wörtlich. Und genau aus diesem Grund holen die hiesigen Kiesgruben- und Kieswerkbesitzer aus der Erde raus, was das Land westlich und östlich von München hergibt. Und es gibt viel zu holen. Nicht umsonst spricht man auch vom Weißen Gold.kroni2
Wenn dann irgendwann mal so eine Kiesgrube aufgelassen wird, bleibt ein mal mehr mal weniger großes Loch zurück. Das füllt sich schnell mit Wasser… und wenn die Kommune willens und finanzstark genug ist, gibt es bald nicht nur einen neuen See sondern auch ein  weiteres Naherholungsgebiet.
Und kaum sind ein paar Jahre um, ein paar Enten, Blässhüher und Haubentaucher  am Wasser, das Ufer parkartig begrünt, ein Kiosk und vielleicht ein Minigolfplatz angelegt, dann können wir von den spirchwörtlichen blühenden Landschaften sprechen – ungefähr so muss sich das auch Altkanzler Kohl vorgestellt haben, als er nach der Wende blühende Landschaften versprach. Nicht und in Bayern… aber wir haben sie nun mal.

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Challenge 25…

image KopieBekanntlich wächst der Mensch mit seinen Aufgaben und Herausforderungen. Ebenso bekanntlich heißt es nur heute nicht mehr Herausforderung, es heißt Challenge. Eine solche kann man sich suchen, wird man nicht von anderen zu einer Challenge gedrängt.
2014 hatte ich mir vorgenommen, von Felden zur Herreninsel zu schwimmen. Das war die Herausforderung an mich selbst. Nicht ohne Stolz habe ich verkündet: Einmal König und zurück. Und ich habe mich im Sommer der Ice Bucket Challenge gestellt, nicht freiwillig. Das kam von außen.
Eine Zeitlang habe ich gegrübelt, was ich mir für 2015 vornehmen könnte. Auf die Idee hat mich Wigald Boning gebracht, der sich auch für keine Herausforderung zu schade ist und den Sommer über immer wieder über Facebook von seinen Schwimmerlebnissen in diversen Berliner Gewässern geschrieben hat. „Was der kann“ – so mein Gedanke – „das kann ich schon lange“.
Das stimmt zwar nicht, denn Wigald hat mittlerweile schwimmend den Bodensee durchquert. Ich würde nicht mal den Hafen von Friedrichshafen hinter mir lassen, ohne gestorben zu sein. Aber egal. Erstens gehört klappern zum Geschäft und zweitens wächst der Mensch bekanntlich… ach ja, das erwähnte ich bereits.
Inspiriert also durch Wigald Bonings Erkundung der Hauptstadtgewässer habe ich folgenden Plan gefasst, den ich gleich als guten Vorsatz für das kommende Jahr verstanden wissen will.
25 Seen und Weiher möchte ich im kommenden Sommer be- oder erschwimmen. Dazu habe ich mir zunächst vom Münchner Stadtportal die Badeseen nennen lassen, das gleiche noch mal von der BayRegio, die Badegewässerliste des eigenen Landkreises und schließlich die Badeseenliste des Münchner Merkurs durchgeschaut. Herausgekommen ist die Challenge 25. Weiterlesen


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Einmal hin und einmal her…

Einmal hin und einmal her
rundherum, das fällt nicht schwer…

Das sagt sich so leicht und singt sich in dem aus der Mode gekommenen Kinderlied Brüderlein, komm tanz mit mir vielleicht sogar noch leichter. Denn einmal hin und einmal her sind im Kronthaler Weiher auf der größtmöglichen Distanz  693m – gemessen mit Google-Maps. Das meint die Entfernung vom Südufer des Weihers hinüber zur Aufschüttung, die den für Wassersportler benutzbaren künstlichen See vom aktiven Kiesabbau trennt. Einmal hin und einmal her (bzw. zurück) wären dann knapp 1.400m. Aber wer schwimmt schon Luftlinie wenn er Schlangenlinien, Kreise, Haken und Zick-Zack-Kurse schwimmen kann? Schließlich gilt es, auf 4,5km zu kommen.
Bei drei mal hin und zurück ist eine „künstliche Streckenerweiterung“ wie ich sie vornehme, notwendig, denn ich will auf 4,5 km kommen. Warum? Davon später.
Die geschwommene Strecke könnte ich natürlich mit GPS und Runtastic oder einer ähnlichen App messen. Nur – so versichert mir mein joggender Freund Alex – funktioniert das nicht wirklich. Er läuft zwar meistens die gleiche Strecke, aber die Distanzmessungen weichen trotzdem immer wieder ab. Manchmal sind es über 100 Meter. Das mag beim Joggen egal sein. Beim Schwimmen allerdings nicht.  GPS ist auf so kurze Distanzen einfach zu ungenau.
Unlängst las ich von einem meiner Schwimmfreunde, der seine Strecke über ein Satellitensystem aufgezeichnet und hinterher mit einer Karte abgeglichen hat. Auch er bestätigt, dass zum Einen die Distanz im Freiwasser eine reiner Zufallswert war und zum anderen, so berichtet er, zeigt die Strecke sogar an, er sei über Land geschwommen… Das sagt alles. Und ganz abgesehen davon: Wer einmal sein Handy im Wasser versenkt hat, traut sicher keiner noch so vielversprechenden wasserdichten Verpackung mehr und trägt es am Leib. Und dafür extra eine wasserdichte GPS-Uhr kaufen? Man kann auch alles übertreiben. Weiterlesen