Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Challenge 2017 (Teil 7): Langbürgner See – Bisher der Beste von allen!

„Entschuldigung. Sind Sie von hier, kennen Sie ich aus?“ Die Frau schaut etwas hilflos aus. Zwei Touristen im Status vollkommener Orientierungslosigkeit stehen am Ufer. Ein Ehepaar, Mitte 50 aus Ulm.
Die Angesprochene, eine ältere Frau, die mit ihrer Enkeltochter gerade zum Schwimmen gekommen ist, bejaht, nur um gleich darauf die nächste Frage der Urlauberin zu verneinen:
„Nein, das ist nicht der Eggstätter See. Das ist der Langbürgner See.“
Die Touristin, die sich das schon gedacht hat, bemerkt aber auch eine gewisse Ratlosigkeit bei der Einheimischen. Und schon bin ich unvermittelt in das Gespräch mit hineingezogen. Ich will gerade meine Seenquerung beginnen – einmal vom nördlichsten zum südlichsten Zipfel und zurück.
Der Eggstätter See, so erklärt die Frau, sei ihr von der Pensionswirtin in Bad Endorf empfohlen worden. Man sei dort auf Urlaub und wolle heute nicht unbedingt zum Chiem- oder Simssee.

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Challenge 2016 / 11. Teil: Gott liebt Bayern

Natürlich kann man auch einen Sommer verbringen, ohne im Langbürgner See zu schwimmen.
Die meisten Menschen machen das. Erstaunlicherweise auch die, die in der Region wohnen und sich kaum eine Gelegenheit entgehen lassen, sich zum Schwimmen in den Chiemsee zu stürzen. Dabei hat doch der liebe Gott diesen wunderbaren See mit seiner grenzenlosen Liebe zu Bayern, Hingabe zum Detail und allen Schwimmern als Geschenk eigenhändig gebastelt… oder durch die Eiszeit basteln lassen. Es stimmt einfach alles. Der See ist nicht zu groß, nicht zu klein, kaum jemand kommt hierher (schon gar keine Urlauberhorden), das Wasser ist angenehm warm, seidenweich und relativ klar…
Da kann mich auch das vormittäglich bedeckte Wetter und der letzte Regenguss nicht abhalten. Mit einem entschlossenen „Nein!“ streiche ich den Plan, ins Freibad zu fahren. Heute will ich endlich wieder in den Tritt kommen, ich will an einen See und ich möchte meine Challenge weitermachen.
Zur Sicherheit packe ich meine Neoprenanzüge ein, aber mit jedem Kilometer, den ich mich den Chiemgau nähere, reißt der Himmel weiter auf. Was bleibt ist stahlblauer Himmel und viele weiße Schäfchenwolken – Himmel der Bayern eben, als habe der liebe Gott Petrus beauftragt, mir persönlich einen Gefallen zu tun.lb-08-01
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Bloagparade ‚Die schönsten Orte‘: Die Kiesi

Bereits gestern habe ich mit meinem anderen Blog an der Blogparade von Markus Scholz teilgenommen und vom Wald hinterm Haus geschwärmt. Markus bat um Beiträge zum Thema  ‚Eure schönsten Orte‘.
Wenn ich jetzt auch mit diesem Blog teilnehme, dann muss ich zumindest hier nicht lange überlegen, was denn eigentlich der schönste Ort ist, an dem ich hin und wieder zum schwimmen gehe. Natürlich könnte ich es mir einfach machen und sagen: Überall dort, wo genug Wasser zusammenkommt, dass man einigermaßen fröhlich darin schwimmen kann. Egal, ob Meer, See, Fluß, Frei- oder Hallenbad. Überall dort ist es schön. Stimmt. Aber wo ist es denn nun am schönsten?

Nun ist das Schwimmen im gekachelten oder stählernen Becken wunderbar, um Technik zu trainieren oder einfach nur Strecke zu machen – immer hin und her. Das können viele nicht nachvollziehen und in der Tat kann das mit der Zeit auch etwas langweilig werden. Schwimmen im Freiwasser hat einen wesentlich höheren Erlebnisfaktor, vor allem, wenn man sich bemüht, eben nicht nur möglichst schnell von A nach B zu kommen, sondern das Wasser, den See, die Landschaft, das Wetter auf sich wirken zu lassen.  Und genau das macht für mich die Schönheit des Ortes aus.

Dass ich ein Faible für den Langbürgner See habe, davon war sowohl in meinen Posts über das Schwimmen dort (hier und hier). Davon war auch in meinem Beitrag über die Kleinen Fluchten zu lesen, ein Text für Florian Westermanns Blogparade Urlaubsziele 2016. Unnötig zu erwähnen, dass der See 2015 in meinem Ranking unangefochten Platz 1 eingenommen hat, unnötig zu erwähnen, dass ich auch 2016 wieder hinfahren werde. Vermutlich sogar öfter…lbs1 Weiterlesen


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Blogparade ‚Urlaubsziele 2016‘: Kleine Fluchten

chiem03Warum nicht einfach mal Aristoteles betätigen? Der alte Knochen hat schließlich über 2.000 Jährchen auf dem Buckel und kennt sich aus: „Das, was aus Bestandteilen so zusammengesetzt ist, dass es ein einheitliches Ganzes bildet – nicht nach Art eines Haufens, sondern wie eine Silbe –, das ist offenbar mehr als bloß die Summe seiner Bestandteile. Eine Silbe ist nicht die Summe ihrer Laute: ba ist nicht dasselbe wie b plus a, und Fleisch ist nicht dasselbe wie Feuer plus Erde.“ So steht es in seiner Metaphysik – natürlich nicht in deutsch, aber hier mit altgriechischen Texten aufzuwarten ist Posing pur. Braucht auch keiner…
Verkürzt heißt es: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ und diese These sollte vielleicht nicht immer nur naturwissenschaftlich betrachtet werden – vielleicht auch mal philosophisch. Was heißt: Die Summe aller Urlaubstage ist mehr als ein ganzer Urlaub. Das gilt umso mehr, wenn man zwar seinen Urlaub im Ausland plant, aber im Sommer noch freie Tage nimmt, weil man Kleine Fluchten in großer Zahl auf dem Programm hat…
Urlaub ist eben mehr als ein- oder zweimal irgendwohin zu verreisen – rein aristotelisch gesehen. Weiterlesen


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Challenge 25…

image KopieBekanntlich wächst der Mensch mit seinen Aufgaben und Herausforderungen. Ebenso bekanntlich heißt es nur heute nicht mehr Herausforderung, es heißt Challenge. Eine solche kann man sich suchen, wird man nicht von anderen zu einer Challenge gedrängt.
2014 hatte ich mir vorgenommen, von Felden zur Herreninsel zu schwimmen. Das war die Herausforderung an mich selbst. Nicht ohne Stolz habe ich verkündet: Einmal König und zurück. Und ich habe mich im Sommer der Ice Bucket Challenge gestellt, nicht freiwillig. Das kam von außen.
Eine Zeitlang habe ich gegrübelt, was ich mir für 2015 vornehmen könnte. Auf die Idee hat mich Wigald Boning gebracht, der sich auch für keine Herausforderung zu schade ist und den Sommer über immer wieder über Facebook von seinen Schwimmerlebnissen in diversen Berliner Gewässern geschrieben hat. „Was der kann“ – so mein Gedanke – „das kann ich schon lange“.
Das stimmt zwar nicht, denn Wigald hat mittlerweile schwimmend den Bodensee durchquert. Ich würde nicht mal den Hafen von Friedrichshafen hinter mir lassen, ohne gestorben zu sein. Aber egal. Erstens gehört klappern zum Geschäft und zweitens wächst der Mensch bekanntlich… ach ja, das erwähnte ich bereits.
Inspiriert also durch Wigald Bonings Erkundung der Hauptstadtgewässer habe ich folgenden Plan gefasst, den ich gleich als guten Vorsatz für das kommende Jahr verstanden wissen will.
25 Seen und Weiher möchte ich im kommenden Sommer be- oder erschwimmen. Dazu habe ich mir zunächst vom Münchner Stadtportal die Badeseen nennen lassen, das gleiche noch mal von der BayRegio, die Badegewässerliste des eigenen Landkreises und schließlich die Badeseenliste des Münchner Merkurs durchgeschaut. Herausgekommen ist die Challenge 25. Weiterlesen