Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


Hinterlasse einen Kommentar

Theorie und Praxis

Theorie

Drei Tage – drei Kommunen – drei Bäder.
Das klingt nach einem Plan für diese Woche. Im Detail bedeutet das:

Mittwoch: Nach Markt Schwaben, dort ins Hallenbad
Donnerstag: Nach München, entweder ins Schyrenbad oder Schwimmbad Giesing-Harlaching
Freitag: Taufkirchen/Vils, Waldbad, das heute aufmacht

Das bringt Abwechslung und Abwechslung bringt Freude – na ja: Meistens. Auf jeden Fall aber beinhaltet der Plan den Freibad-Saisonstart.
Für den Donnerstag erlaube ich dem Wetterbericht, für mich die Entscheidung zu treffen. Ist es einigermaßen akzeptabel, werde ich früh Feierabend machen und das Schyrenbad aufsuchen. Dort war ich noch nie, womit ich in meiner Challenge 2017 gleich den Besuch eines wildfremden Freibades abhaken könnte. Saut das Wetter ordentlich rum, bleibt mir immer noch das vertraute Hallenbad in Harlaching. Dann werde ich später Feierabend machen, und zum Bad fahren. So kann ich wenigstens die eine Stunde ausnutzen, in der beide Sportbahnen frei und nicht von Schulen oder Vereinen blockiert sind. Das verspricht, eine gute Woche zu werden, selbst wenn mein „Stammschwimmbad“ in Erding mittlerweile die Pforten geschlossen und das Freibad dort noch nicht geöffnet hat.
Die Praxis freilich sieht anders aus. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Spazieren statt schwimmen gehen. Ein Besuch im Schwabener Moos

sempt06bDie Blogs anderer zu lesen heißt auch immer, Ideen aufzugreifen: Was oft bedeutet, dass ich mich gerne von anderen Bloggern auf Themen und Inhalte stoßen lasse, denen ich mich auch einmal annehmen könnte. Aber ich greife natürlich auch gerne Ideen auf, so zum Beispiel aus Ulrich Strelzings Blog Auf-denBerg.de. Der Iron Blogger schildert dort seine Anfang Januar absolvierte Winterwanderung zu den Semptquellen mit wunderschönen Bildern. Für den Markt Schwabener Strelzing (ja, ich schau auch gelegentlich in ein Impressum) ist das buchstäblich ein Homerun.
Sein Bericht war eine willkommene Inspiration, am vergangenen Wochenende einen Spaziergang zwischen Forstinning und Markt Schwaben zu machen. Denn das Schwabener Moos ist auch für uns gleich um’s Eck – und doch Terra incognita.
Aber das kann man ja ändern.
Gut, wenn man dann noch eine Kollegin hat, die ebenfalls aus der Region stammt und die man vorab noch befragen kann. Weiterlesen


Ein Kommentar

Männer sind so – Teil 4

So sind sie, die Männer, wie in Teil 1,  Teil 2  und Teil 3 bereits skizziert. Es gibt noch mehr zum Thema und ich maße mir an, kompetent darüber zu schreiben – aus persönlicher Betroffenheit. Ich weiß, wie Männer sind, ich bin selbst einer. Hier also ein weiteres Beispiel typisch männlichen Schwimmbadverhaltens:

Ein wenig verwundert bin ich, dass auf der für Sportler abgetrennten Bahn Hochbetrieb herrscht, als ich an einem Mittwoch spätnachmittags im Markt Schwabener Schwimmbad ankomme. Das ist normalerweise nicht die Zeit, in der sich die Massen im Becken und somit aneinander vorbei quetschen.
Ich mag die Fülle nicht. Wer mag so etwas schon, aber sei’s drum – jetzt bin ich nun mal da, also los.
Es dauert auch nicht lange, da ziehen sich ein paar Schwimmer von der Sportbahn zurück. Zwei geben genervt auf, weil ein anderer Mann nicht nur rücksichtslos mittig auf der Bahn schwimmt und niemanden vorbei lässt, sondern auch noch wüste Beschimpfungen ausstößt, wenn man ihn trotzdem überholt.
„Der meint wohl“, so kommentiert einer der beiden bei einer Pause am Beckenrand, „ihm gehöre das Schwimmbad.“
„Oh ja“, bestätige ich und ergänze, dass er es sogar absichtlich so einrichtet, andere auszubremsen und nicht vorbeizulassen.
„Unfassbar, da kann man echt die Lust verlieren…“ erwidert mein Gesprächspartner. „Der legt’s echt drauf an und vergrault alle auf der Bahn.“ Ich nicke ihm bestätigend zu. Der andere stemmt sich hoch, verlässt das Schwimmbecken, schnappt sich seine Paddle und sein Pullbuoy, verabschiedet sich mit einem ironischen  „Viel Spaß dann noch…“ und geht.
Ich starte wieder und wundere mich, dass man neuerdings nicht nur dienstags im Schwimmbad auf Arschlöcher trifft. Jetzt also auch Mittwochs. Das kenne ich noch gar nicht. Aber vertreiben lassen werde ich mich nicht.
Wozu fährt man jahrelang Auto und ist erfahrener Skiliftschlangensteher? Es gibt eine Menge Strategien, andere Menschen, die einem vorsätzlich die Bahn versperren, erst sanft und dann immer deutlicher auf die Pelle zu rücken. Wenn der mich nicht überholen lassen will, dann kollidieren wir eben. Stur sein kann ich. Männer sind so. Aber ich will hier nicht schon wieder über diese lästigen Bahnblockierer nörgeln. Das wird ja auf die Dauer auch langweilig…

Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Opa Kruse

Los geht die Geschichte eigentlich hier im Teil 1

 

Es nützt nichts. Erst der Gemeine Rückenschwimmer, dann die vier Taumelkäfer… Bahn 2 ist überbevölkert. Ich bin der Klügere, also gebe ich nach und weiche. Davon war vor kurzem hier zu lesen.

Noch immer brodelt es auf der Sportbahn. Doch auch im verbliebenen Bereich des Schwimmbeckens ist es voller geworden.
„Wo kommen um 19.30 Uhr all die Leute her?“ könnte ich mich fragen. „Und warum kommen die erst jetzt?“ Denn ganz offensichtlich ist ein Teil der Besucher längst in einem Alter, in dem behäbiges Rentnerschwimmen angesagt ist. Nun habe ich weder etwas gegen Rentner noch dagegen, dass sie schwimmen. Ich habe ja auch nichts dagegen, dass sie einkaufen gehen. Aber es wundert mich doch, warum sie dazu die am stärksten frequentiertesten Zeiten nutzen müssen. Würde man sie befragen, vielleicht würden sie sich vom Gekreische und Gespritze der Kinder am Nachmittag gestört fühlen. Da ist es abends doch viel ruhiger und entspannter. Für sie sicher: Für die anderen leider nicht. Denn Rücksicht wird nicht gegeben. Rücksicht wird gefordert.
Opa Kruse sieht das auch nicht viel anders. Denn als ich den voluminösen Wasserinsekten ausweiche, bleibt mir nichts, als mich etwas weiter zum Beckenrand zu bewegen. Hier aber ist das Reich von Opa Kruse. Der ist gemeinsam mit seinen drei Enkelkindern ins Schwimmbad gegangen. Die Kinder, die mit Taucherbrille, Schwimmnudel und allerlei sonstigem Zeugs im Wasser toben, sind mir schon aufgefallen, als ich gekommen bin. Sie sind der Grund, weshalb ich die äußerste Bahn gar nicht erst in Betracht gezogen habe. Kinder, und das ist ihr gutes Recht, toben gern im Flachwasser herum und machen dabei unvorhersehbare Bewegungen, so dass man ihnen schlecht ausweichen kann. Ein Schritt, den sie zurückmachen ohne sich umgesehen zu haben und zack, ist man mit ihnen zusammengestoßen.
Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Insektenkunde – ungewollt

Als unverbesserlicher, soziopathischer Misanthrop weiß ich schon im Vorfeld: Das wird Ärger geben.
Dabei habe ich mir extra den Donnerstag ausgesucht, um nach langer Zeit mal wieder in Markt Schwaben schwimmen zu gehen. Zum einen ist der Anfahrtsweg zu diesem Schwimmbad doch etwas kürzer als nach Erding. Die eingesparten 10 Minuten (mindestens, wenn sich kein mautprellender LKW sich über die Verbindungsstraßen quetscht, statt auf der Autobahn zu bleiben) kann ich gewinnbringend in Bahnen umsetzen. Außerdem lockt in Erding verführerisch das Dampfbad, da schneidet man gern mal hinten 10 oder 20 Bahnen von der geplanten Schwimmeinheit ab.
Also wieder mal Markt Schwaben. Der Donnerstag war bisher der einzige Abend, an dem die Sportbahn für vereinslose Schwimmer zur Verfügung stand und ich hoffe, das ist auch diese Saison so. Das Schild am Eingang bestätigt meine Vermutung. Alles wird gut…
20141127_204056
Oder auch nicht.

Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Das Ende naht…

Das Ende naht.
Daran besteht dieses Mal kein Zweifel. Waren die Anzeichen anfangs eher undeutlich und kaum wahrnehmbar, so ist es jetzt offensichtlich. Ich bemerke sie, und die anderen tun es auch. Vorbei ist die Spekulation, wann es denn so weit sein wird. Jetzt herrscht Gewissheit. Nur noch wenige Tage. Dann ist es vorbei. Deutlich und unbersehbar steht es an der Wand geschrieben.
Verehrte Badegäste, wir schließen das Hallenbad am 27. April. Unser Freibad eröffnet voraussichtlich am 10. Mai!
Da steht das Menetekel geschrieben. Direkt an der Eingangstür des Erdinger Hallenbades.
Die Wintersaison geht zu Ende. Einerseits freut mich das, andererseits schaue ich mich sorgenvoll nach Alternativen um.
Wie gern würde ich wieder ins Freiwasser wechseln. Ein neuer Neoprenanzug liegt bereit. Aber Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt und demzufolge Wassertemperaturen im einstelligen Bereich sind nun nicht gerade das, was ich gern hätte.
Ein wenig neidisch schaue ich auf die Posts in der Facebookgruppe Bist Du heute schon geschwommen. Immer mehr Wagemutige stürzen sich jetzt ins Freiwasser, nicht nur im Urlaub irgendwo in lauschigen Klimazonen oder am Gardasee, auch hier. Stolz berichten sie von Wassertemperaturen von 11°C und 20 Minuten schwimmen. Mein Respekt ist ihnen gewiss. Nachmachen werde ich das nicht. Noch nicht.
Auch das ist ein deutliches Anzeichen, dass die Wintersaison zu Ende geht. Und es wird auch Zeit.
Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Wir sind nicht allein…

Ein leeres Schwimmbad, und wenn es noch so klein ist, hat seine Reize. So habe ich es sehr genossen, in aller Herrgottsfrühe in einem Mainzer Hotelschwimmbad ein paar Bahnen zu schwimmen – lange, bevor das Tagesprogramm anstand, lange, bevor die Kollegen zum Frühstück erschienen. Das Becken war zwar sehr kurz, das ist in Hotels so üblich wegen der Sicherheitsbestimmungen, aber das macht nichts, für ein paar Bahnen reicht’s dann doch.

Selten genug kommt es vor, dass ich solche Gelegenheiten habe, aber wenn, dann nutze ich sie immer. Bei einem geschäftlichen Kurztripp ist das „Notfallpaket“ immer in der Tasche: Eine Badehose, eine Schwimmbrille und villeicht ein paar Paddles, zumindest, wenn ich zuvor auf der Website des Hotels nachgesehen habem ob sie ein Schwimmbad haben. Geht was, ist es gut. Geht nichts, ist auch nichts verloren. Geschwärmt habe ich davon in einem anderen Blogeintrag schon einmal, darum muss ich das jetzt nicht wiederholen. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Warum Kacheln zählen?

„Kacheln zählen“ ist der Sport meiner Wahl, und das nicht nur für ein paar Wochen, sondern als Langzeitprogramm.
Und warum?
Ich bin nun mal ein hemmungsloser Nostalgiker und knüpfe gern an ruhmreiche Tage an – und Schwimmen war nun mal die einzige Sportart, in der ich in Schulzeiten eine charmante vom damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens (ja genau der Sportsfreund, der so gern im Frühtau zum wandern in die Berge zog) per Eindruck unterschrieben Urkunde erhalten habe. Kenner wissen es: Bundesjugendspiele. Das ist lange her, das war in den 80ern, aber Westfalen vergessen bekanntlich solch gravierende Erlebnisse nie.
Schwimmen macht Spaß. Und ich bilde mir ein, es einigermaßen zu können. Das war schon mal das erste und wichtigste Kriterium. Aber es gab noch weitere gute Gründe, ins Wasser zu gehen. Allesamt Ausschlusskriterien für die meisten anderen Sportarten.
Als Wiedereinsteiger wollte ich, völlig verweichlicht, etwas Witterungsunabhängiges. Regen, Kälte, nasse Klamotten: alles nicht mein Ding. Wer in Alpennähe wohnt, wird zwangsläufig zum Schönwetterskifahrer, bei Schnee, Regen oder Nebel muss man gar nicht erst los fahren. Das übertrage ich gern auf viele andere Aktivitäten.
Es gab Zeiten, da konnte ein Waldweg nicht matschig genug sein, da sind wir sogar absichtlich mit den Mountainbikes durch die Pfützen und Drecklöcher gedonnert. Da gab es nichts Schöneres, als am Ende der Tour das schlammbesudelte Bike vor der Haustür wieder sauberzumachen oder die kopfschüttelnden Blicke der Wanderer auf sich zu ziehen, wenn man nach einer Gewalttour im Sauerland dreckverkrustet am Parkplatz sein Bike einlädt.
Aber das ist auch schon eine Weile her. Und man wird ja nicht jünger.
Weiterlesen