Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


Ein Kommentar

Mehr Meer wäre schön gewesen…

Ein wenig war schon zu lesen (also drei Beiträge) vom diesjährigen Sommerurlaub auf der griechischen Insel Euböa. So von der Wanderung in der Dimosari-Schlucht und zu  den antiken Säulen (Kylindri) am Mount Ochi. Aber das zentrale Thema dieses Blogs ist es ja nicht, über das Leiden der Sklaven in der Antike nachzudenken oder seine verlorene Schuhsohle zu betrauern. Es geht hier ja überwiegend ums Schwimmen. Also blicke ich in diesem Beitrag  darauf zurück und fasse zusammen: Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Mimimi am Mittelmeer

Da liegt sie vor mir, eine er unzähligen Buchten am Kap Paximadi im Süden der Insel Euböa. Ein Traum: Azurblaues Wasser, an einigen Stellen Türkis. Trotz des scharfen Windes, der seit Tagen kontinuierlich aus Norden bläst, ist das Wasser einigermaßen ruhig und angenehm warm. Eine Kantina, kaum mehr als ein Imbisswagen, hält Liegen und Schirme bereit. Und manchmal ist sie sogar geöffnet, dann gibt es kalte Getränke oder griechischen Mokka. Paradiesisch.
Aber wie das nun mal so ist mit paradiesischen Zuständen, darf der sündige Mensch sie vielleicht schauen, nicht aber genießen. Vertrieben wurde er aus dem Paradies. Weil er die Finger nicht vom Obst lassen konnte. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Knips it like Capa

Wie bereits erwähnt: Das ist kein Fotoblog. Trotzdem komme ich noch einmal auf Brandungsfotografie des vergangenen Sommers zurück – und zwar im Rahmen einer eigentlich absurden Idee, die ich damals hatte: Knips it like Capa.
Knips it like Capa – das muss man nicht auf Anhieb verstehen. Hilfreich ist es aber zu wissen, dass hier der Filmtitel Kick it like Beckham verballhornt wurde und das knipsen für fotografieren steht. Ein etwas aus der Mode gekommenes Wort, kennt vielleicht auch nicht mehr jeder.r-cappa5

Weiterlesen


4 Kommentare

Buxenparade (Teil 5): Think global and pep your swim

r-tralibuxFlorenz ist ein absolutes Muss für alle Toskana-Urlauber. Nicht nur der wunderbaren Baudenkmäler wegen, die die ganze Innenstadt einnehmen. Kunst und Kultur strahlen einen einfach aus jeder Ecke an. Dazu ein italienisches Dolce Vita, man muss nicht am Trevi-Brunnen in Rom stehen, um diese spezielle Lebensart Italiens zu genießen.
In Florenz geht das genauso. Und es ist genauso voll. Auch  – oder vor allem – wegen der Touristen.
Nackt stehen viele steinerne Florentiner in der Gegend herum – dem einen oder anderen täte eine elegante Badebuxe vielleicht gut. Der David-Replik von Michelangelo natürlich nicht, der Nackerte ist weltberühmt – eine stilbildende Ikone in der Kunst und in der Kitschvermarktung.
Aber das ist ein anderes Thema…
Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Foto und Meer – Das Brandungsfoto und wie es gemacht wurde

Als ich in der vergangenen Woche ein Selfie vom Strand an der Versilia hier veröffentlichte und es gleichzeitig durch die sozialen Netzwerke jagte, gab es einige Reaktionen, vor allem aber die Frage: Wie macht man das?
Nun ist das hier kein Fotoblog. Davon gibt es im Netz ja auch reichlich. Es geht in erster Linie ums Schwimmen. Aber eben auch um seine „Nebenaspekte“. Außerdem beantworte ich gern die Frage, wie dieses Foto entstanden ist:r-brans2
Die Frage ist relativ einfach zu beantworten. Leute, die oft und gerne Selfies machen (oder machen müssen, weil niemand da ist, der sie fotografiert), haben längst das Stadium überwunden, sich mit dem Handy vor den Badezimmerspiegel zu stellen, einen ernsten Gesichtsausdruck aufzulegen und sich dann im Spiegel zu fotografieren – nebst Handy, Handtuchhalter, Duschkabine, Toilette im sowie Zahnbürste und Co vor dem Spiegel.
Entscheidend nämlich für ein Selfie ist nicht nur der eigene Gesichtsausdruck. Auch das Drumherum ist von großer Bedeutung. Aber wem sage ich das… Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Willy, Helmut und die Wellen

„Was leichtes, ich will mich schließlich erholen!“
Getreu dieser Devise packte meine Mutter vor jedem Urlaub Berge von Taschenbüchern in den Koffer. Viele waren  geliehen, einige vom Flohmarktgekauft, nicht wenige davon fuhren gar nicht erst wieder mit nach Hause. Sie verschlang die Schmöker der Reihe nach und entsorgte einen Teil davon direkt vor Ort. Sie wusste, dass diese  Bücher kein zweites Mal gelesen werden, also konnten sie auch gleich weg.
Da ich grundsätzlich viele Dinge anders als meine Eltern mache (schon aus Prinzip), nehme ich in die Ferien liebend gern schwere Lektüre mit. Zwar will ich mich auch erholen, aber ich freue mich darauf, endlich Bücher zu lesen, für die ich daheim nicht die Zeit, die Muße oder die Ruhe habe. Das sind dann Bücher, bei denen man den einen oder anderen Satz zweimal lesen muss, bei dem man dank WLAN und Wikipedia mal etwas nachschlagen will oder sollte, und bei dem man nach dreißig Seiten erst mal Denkpause braucht. Und wann schafft man das daheim schon? Nicht mal an einem regennassen Novembersonntag, denn da ist man ja zum Schwimmen im Hallenbad.
Für diesen Sommer habe ich mir die Geschichte der komplexen Beziehung Willy Brandts und Helmut Schmidts vorgenommen, aufgezeichnetvon Gunter Hofmann.

r-leicht1
Seite um Seite grabe ich mich in die Geschichte der Nachkriegs-SPD. Namen tauchen auf – viele sind für mich historisch, aber an manch einen Politiker erinnere ich mich. Von dem war in den Nachrichten oft die Rede: Ehmke, Eppler, Bahr und Wehner, aber auch Strauß, Kiesinger und Adenauer. Ereignisse tauchen aus der Vergangenheit auf: Mauerbau, Sturmflut, die erste große Koalition, Guillaume, Radikalenerlass, RAF.
Dazwischen laufen Henrich Böll und Günther Grass durch’s Bild, die in den 70ern der SPD bei den Wahlkämpfen tatkräftige Hilfestellung gegeben haben. Zwei Schriftsteller und ebenfalls Nobelpreisträger wie Brandt, die ich auch bevorzugt gelesen habe. Schwere Kost auch von ihnen – aber denkende Köpfe machen es einem eben nicht leicht. Weiterlesen


Ein Kommentar

Vielleicht bin ich nicht mal gut… aber ein Mensch (Blogger für Flüchtlinge #1)

Instagram-bloggerfuerfluchtlinge-300x300Nein… das hier ist kein politisches Blog. Auch keines, das sich um gesellschaftskritische oder -relevante Themen kümmert.
Hier geht es nur um den Spaß am Sport, am Schwimmen. Um meinen Spaß. Aber das Leben besteht eben nicht nur aus Schwimmen – und auch nicht nur aus Spaß.
Lange habe ich gezögert, bei der Aktion Blogger für Flüchtlinge mitzumachen
Was soll ich hier den Lesern, die sich möglicherweise für Geschichten und Geschichtchen rings um’s Schwimmen in Frei- und Hallenbädern, Seen, Weihern und im Meer interessieren, groß über Flüchtlinge erzählen? Das Thema ist komplex, zu komplex. Selbst Teilaspekte werden dem nicht gerecht.
Was ich angesichts der Bilder in den Medien empfinde, angesichts der Hassposts, die ich auf Facebook lese und regelmäßig melde, empfinde, ist kaum mehr ausdrückbar, ohne selbst zum Hassprediger zu werden.
Hin und wieder habe ich klare, bisweilen zornige Worte in dem Blog Czyslansky gefunden: Sei es in einem offenen Brief an den polnischstämmigen Josef Bryla, der – obwohl selbst Wirtschaftsmigrant – Flüchtlinge als solche diffamiert, sei es, wenn Facebook wieder einmal nicht einsieht, dass bestimmte Beiträge die Gemeinschaftsstandards der wirklichen Welt verletzen, aber die der Plattform nicht… oder eben, wenn mittlerweile eine Welle der Entlassungen nach Hassposts durch die deutsche Wirtschaft rollt.
Das sollte klar machen, was ich zu dem Thema denke und einen hoffentlich kleinen Beitrag zur Stimmungmache für #RefugeesWelcome leisten.

Und jetzt doch noch was im Schwimmblog?
Was schreiben?
Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Es wird Juli, Männer… also gefährlich

adria2-3Es gibt Gegenden, da mag man uns nicht. Zumindest traut man uns nicht… Da stehen große Schilder, auf denen steht: Schwimmen verboten. Oder – wenn es nicht geschrieben steht – dann „versperrt“ einem ein Piktogramm mit gleichlautender Anweisung ganz klar den Zugang ins Wasser.
Gern möchte man solche Schilder ignorieren. Sie sind etwa so sympathisch wie das Absolute Parkverbot, das Betreten des Rasens verboten oder das Ballspielverbotsschild in den Garagenhöfen der Wohnanlagen. Verbote gibt es überall – viele zu Recht, wenn man darüber nachdenkt, und doch sind sie ärgerlich. Denn sie schränken ein im Bedürfnis, sich frei entfalten zu können. Sie gelten als Spaßbremsen, verursachen Unbequemlichkeiten und führen zu Verärgerung und Trotz.
Eben dazu gehören auch die Schwimmverbote, wie man sie an vielen Orten findet. Natürlich ist es lächerlich, solche Bilder an kleinen Brunnen irgendwo aufzuhängen – andererseits: Als noch Völkerscharen in Rom den Trevi-Brunnen bestiegen, um es Anita Ekberg und Marcello Mastroianni a la La Dolce Vita nachzumachen, war das Wasser täglich eine einzige eklige Brühe. Das Brunnen- und Wasserspielbadeverbot ist rational betrachtet also verständlich – so schön es auch sein mag, sich bei sommerlichen Temperaturen eine Abkühlung zu gönnen.
Manchmal wird ein Revier zum Schutz der dort heimischen Flora und Fauna gesperrt, manchmal aber haben es sich die Badegäste allerdings selbst zuzuschreiben, dass sie in aufgelassenen Kiesgruben, Flussarmen oder Teichen nicht mehr schwimmen dürfen. Hin und wieder fragt man sich schon, warum die einen ihren Müll nicht mitnehmen, die anderen selbigen sogar im Wasser versenken, die nächsten den Teich als Großraumtoilette und wieder andere als Badewanne zum Abwaschen dick aufgetragener Cremeschichten nutzen… Der See erträgt wohl alles. Oder auch nicht. Schilf wird mit Tretbooten niedergefahren, Brutgebiete werden zerstört, Enten werden von Luftmatratzenpaddlern gejagt, Kaulquappen aus dem Wasser gefischt und am Ufer zu Tode getrocknet, weil es ja so eklig ist, wenn die auch mit im Wasser sind usw. usw.
Weiterlesen