Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Statt ins Wasser ab in die Botanik

Irgendwann kommt der Punkt, an dem ich einfach gar keine Lust mehr habe, schwimmen zu gehen. Schon allein der Gedanke daran lässt die Oberarme schmerzen. Es hilft nichts. Pause ist angesagt. Und einfach mal was anderes zu tun. Es ist ja nicht so, als gäbe es nichts, was mich nicht begeistern kann…
Grünzeug zum Beispiel.
Und Blühendes.
Blaublühender Enzian zum Beispiel.
Und schöne Gärten.

Also fahren meine Frau und ich am Pfingstsonntag ab in die Botanik. Oder um es genauer zu sagen: In den Botanischen Garten Nymphenburg in München.
Wir waren seit Jahren nicht mehr dort.
Es ist kühl und regnerisch, ich rechne nicht mit immensen Besuchermassen… was natürlich ein Irrtum an einem Feiertag ist. Die eine Hälfte der Münchner steht im Stau auf dem Brenner oder der Tauernautobahn. Die andere Hälfte dackelt durch den Tierpark, den Nymphenburger Schlosspark, den Englischen oder eben den Botanischen Garten. Dabei erzählt man sich Rabatten entlang schlendernd lautstark allerlei dummes Zeug über Pflanzen, Tiere oder ihre lästige Verwandtschaft. Weiterlesen


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Was soll das mit den Pfählen und wer eigentlich ist Jana?

Parcouring ist ja auch so eine Sportart, bei der ich sehr gerne mal hinschaue, aber mit Fug und Recht von mir sagen kann: Ich bin zu alt für diesen Scheiß.
Seinen Höhepunkt erlebte der Trend vor rund zehn Jahren, als Extremsportler Sébastian Foucan, der aus dem Parcouring das Freerunning entwickelte, einen fulminanten Auftritt in James Bond 007: Casino Royale hatte. Gemütlich im Kinosessel zu setzen, während Foucan in der Rolle eines Ganoven von Mr. Bond quer durch die Straßen gejagt wird. Zu Fuß natürlich. Das ist eher so mein Ding… Aber selber rennen?
Ich doch nicht. Da halte ich es lieber mit dem einzigen Besucher, den wir diese Woche am Steinsee östlich von München antreffen.r-stein-16-ab
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Challenge 25/23 & 25/24 (Fasanieriesee und Feldmochinger See): Gefall mir doch, Du Baggerloch!

image KopieEin paar Besuche habe ich meinem Revier, dem Wörther Weiher, und dem Erdinger Freibad abgestattet, jetzt aber wird es Zeit, die Challenge 25 zum Abschluss zu bringen. Drei Seen fehlen noch, den Ammersee möchte ich mir aufheben, das soll der Abschluss werden. Also fahre ich am Dienstag nach der Arbeit wieder einmal quer durch München, aus dem Süden hinauf in den hohen Norden. Fasanerie- und Feldmochinger See warten dort von mir bisher unbeschwommen und der erste der beiden ist fällig.
Eigentlich sind es ja drei Seen dort, allesamt wie üblich aufgelassene Kieslöcher, Überbleibsel des Straßenbaus, freizeitgeländemodifiziert und für die Naherholungssuchenden im Münchner Norden eine wohltuende Abwechslung zwischen Autobahn, Kleingärten, Stadtrandidylle, sozialem Brennpunkt, Übergang zum freien Land, Rangierbahnhof und Kleinstadtidylle. Der dritte im Bunde ist der Lerchenauer See, den ich – ausgestattet mit allerlei Vorurteilen und großer Neugier – bereits im Juni besucht habe. Nun also zuerst der nächstgrößere Bruder:

1.  Fasaneriesee
Chlorhühnchen Petra, mit der ich mich über Schwimmreviere austausche, schreibt mir abwinkend, dass sie keinen Bedarf hat, als ich ihr mitteile, ich führe zum Fasanerie- oder zum Feldmochinger See. Weiterlesen


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Challenge 25/16 & 25/17 (Riemer See und Feringasee): Vorurteile… und was draus geworden ist

image KopieZwei auf einen Streich… im Münchner Osten gibt es zwei Seen, die ich noch auf der Liste habe, den Riemer und den Feringasee. Eigentlich hatte ich die Idee, die Seen auf dem Weg von der Arbeit nach Hause aufzusuchen: Runter von der Autobahn, rauf auf den Parkplatz, rein in die Badeklamotten und ab in die Seen. Das war der Plan.
Nur wie so oft wird aus Plänen nichts. Zumindest dann nicht, wenn die Lokalradiosender in den Verkehrshinweisen mit schöner Regelmäßigkeit mitteilen, dass alle Parkplätze am Feringasee belegt sind und man auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen solle.
Und schon habe ich keine Lust mehr, dahin zu fahren. Da bin ich komplett traumatisiert.
Denn seit frühester Kindheit war die zentrale Frage in unserer Familie: „Wo parken wir denn eigentlich?“
Mein Vater konnte alle damit gewaltig nerven, für ihn war es immer ein großes Problem, wo er das Auto lassen konnte. Möglichst sicher natürlich, dass ja nur niemand den Wagen knackt und klaut.
Das Problem löste sich für ihn erst, als er endlich seinen Behindertenausweis bekam. Fortan parkte er, der noch halbwegs gut zu Fuß war, auf Behindertenparkplätzen. Pech eben für echte Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer, aber hatte schließlich auch ein G auf dem Ausweis.
Die Parkplatzsorge prägt. Wo parken, wenn kein Platz ist?
Also mache ich im Vorfeld Pläne, wie Petra in ihrem Chlorhühnchen-Blog so schön beschrieb.
Konsequenterweise beschließen Herbert und ich diese beiden Seen an einem eher etwas kühlerem Dienstag zu besuchen – unter der Woche, kühles Wetter, keine Ferien. Wir werden also einen Parkplatz finden. Und wir werden einen Platz auf der Wiese für unsere Sachen finden. Und im Wasser werden wir Platzt zum Schwimmen haben. Das ist der Vorteil freier Tage, und diese gilt es auszunutzen. gute Planung ist halt die halbe Miete.
Zunächst führt uns der Weg nach Riem… Weiterlesen


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Blogparade ‚München‘: Challenge 25/7 & 25/8 (Birkensee und Lußsee): Im Westen viel Neues

ironbloggerMUC-blogparade-muenchenDieser Beitrag ist Teil der Blogparade  der Iron Blogger München im Juli 2015: An 31 Tagen schreiben 31 Blogger – das sind 31 Beiträge über München. Das hier ist der dritte Beitrag. Hier finden Sie die Übersicht zu all den anderen.  Mein Beitrag folgt Matthias Langes Text über die Probleme der Münchner Kindertagestätte Lucky Children.  Auf meinen folgt dann ein Beitrag von Bundeskater und Bundeskatze auf Reisen über Naturerlebenisse im Englischen Garten.

Für diejenigen, die nicht zu den Stammlesern meines Blogs gehören zur Erklärung, worum es hier eigentlich geht: Im vergangenen Winter habe ich eine Liste mit 25 Seen und Weihern in und um München veröffentlicht. Mein Ziel: Diese Gewässer während der Freiwassersaison 2015 zu besuchen, in jedem zu schwimmen und darüber zu bloggen. Einige habe ich bereits „abgearbeitet“, andere habe ich noch buchstäblich vor der Brust. Eine Liste mit den Verlinkungen, zu dem was war, ist am Ende des Textes, auch eine Auflistung der Gewässer, die noch kommen werden.
Hier nun reiche ich Anmerkungen zum siebten und achten Schwimm nach – in einem unbekannten Land: Dem Münchner Westen. Die Stammleser, vor allem die berühmt-berüchtigte FB-BDHSG-Gruppe weiß natürlich: Der Schwimm ist schon ein paar Tage her, Nr. 12 (Pilsensee) ist auch schon erledigt.

image KopieDie Überschrift ist ein wenig irreführend. Für mich ist im Münchner Westen alles alles neu, selbst das, was es seit Jahren gibt.
Obermenzing, Lochhausen, Langwied?
Nie gehört.
Nie dagewesen.
Denn der Münchner Westen ist für mich Terra incognita, ein weißer Fleck auf der Landkarte, eine Gegend unergründlicher Geheimnisse.
Das wird jetzt anders, denn Herbert und ich fahren zu den Langwieder Seen. Dort, wo sich die A99 und die A8 kreuzen und die Eschenrieder Spange dem Autofahrer einige Kilometer Abkürzung verheißt, bilden die drei stark befahrenen Autobahnen ein Dreieck. In dessen Mitte liegt die Langwieder Seenplatte – etwas hochtrabend so genannt, die drei ehemaligen Kiesgruben, die heute den Langwieder, den Luß- und den Birkensee darstellen. Mecklenburger, Holsteiner und andere Seenplattenbesitzer können da nur grinsen. Nun ja…
Weil deutsche Autobahnen einen wunderbaren Charme ausstrahlen und zu dem Dauergebrause noch eine ebenfalls oft frequentierte Bahnstrecke direkt am Nordufer des Birkensees entlang führt, ist es in diesem Naherholungsgebiet zumindest akustisch mit der Idylle nicht zum Besten bestellt. Darauf kann man sich schon mal einstellen,  aber wir sind ja schließlich zum Schwimmen hier und nicht zum Suchen einer Naherholung.
Zwei der drei Seen wollen wir uns vornehmen und damit den siebten und achten See meiner Liste hinzufügen. Der dritte See bleibt links liegen – oder rechts, wie auch immer. Den holen wir ein anderes Mal nach. Drei sind bekanntlich einer zu viel.
Den Anfang macht der Kleinste der drei: Der Birkensee. Warum der Birkensee so heißt, wo er doch von Weiden umgeben ist, ist schon mal das erste Geheimnis des Westens. Denn dass es Weiden sind, die weit ins Wasser ragen und mich vom Ufer fern halten, das erkenne sogar ich… Es gibt viele sonderliche Dinge in diesem unentdeckten Land.

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Ein Zug donnert wenige Meter direkt hinter den Büschen an meinem Ohr vorbei. Gab es einen Hauch von Idylle, nun ist es damit vorbei. Wesentlich besser als um die Beschaulichkeit ist es am Birkensee allerdings um die Anschaulichkeit nackter Tatsachen bestellt, denn am Ufer des Birkensees liegt ein FKK-Gebiet. Weiterlesen


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De Prinz kütt…

Alles ist falsch an dieser Überschrift. Alles. Kein Prinz weit und breit, kein Fasching und erst recht kein Karneval. Wir sind in München und nicht am Rhein und längst ist es Mai. Wäre es nicht viel sinnvoller, für dieses Blogpost die Überschrift zu wählen Alles neu macht der Mai?
Das ist gar nicht mal so abwegig, aber auch nicht richtig. Denn so neu ist alles gar nicht, nur eben das Schwimmambiente.
Noch nie zuvor war ich im Münchner Prinzregentenbad (Sie ahnen, was mich zu De Prinz kütt inspiriert hat). Und dass ich heute dorthin fahre, ist auch nur der Situation geschuldet, dass mein heimisches Hallenbad zu-, das Freibad aber noch nicht geöffnet hat. Das Erdinger Freibad öffnet erst kommendes Wochenende und ich habe mir fest vorgenommen, einer der Ersten zu sein, die an der Kasse stehen und Einlass begehren.
Die vierzehn Tage also gilt es zu überbrücken. Einige Male war ich wegen des mehr als bescheidenen Wetters in der Markt Schwabener Schwimmhalle (die wirklich so heißt). Aber bei angekündigten bis zu 30°C und gemessenen 25°C bringen mich keine zehn Pferde in die Schwimmhalle.
Ich will raus… ins Freibad. Zu viele Schwimmer haben schon Bilder gezeigt, wie sie die Freibadsaison eröffnet haben. Das macht nicht nur lange Zähne, das macht auch Lust. Und das ist gut so.
Immerhin haben schon zwei Freibäder in München geöffnet, fahre ich eben in die Landeshauptstadt. Zur Wahl stehen das Schyrenbad und das Prinzregentenbad. Ich kenne beide nicht. Also entscheide ich aus ganz praktischen Erwägungen:

1. welches Bad ist näher und besser anzufahren
2. wo kann man parken

Ein Kollege malt mir den Horror aus, irgendwo an der Isar am Schyrenbad einen Parkplatz finden zu wollen. Damit ist die Entscheidung zugunsten des Prinzregentenbades gefallen. Wieder einmal möchte ich eine kleine Freudenträne weinen, dass am Erdinger Freibad hunderte von kostenlosen Parkplätzen zur Verfügung stehen und immer einer frei ist. Immer. Außer, es ist Herbstfest.
Ich finde – man glaubt es kaum – in direkter Nachbarschaft zum Prinzregentenbad einen Parkplatz, ziehe einen Parkschein, riskiere ein Knöllchen, denn ich zweifle, dass ich mit der Maximalparkzeit auskommen werde und betrete Neuland.

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Ganz aus Eisen

130623_ib_Logo_München-01Alex ist Schuld. Wieder einmal. Eigentlich ist Alex an allem Schuld.
Er war zwar nicht der Erste, der mich bequatscht hat, ein Blog einzurichten. Aber er hat es mir aufgesetzt, hilft mir, wenn ich mal wieder nicht weiter weiß mit diesem neumodischen Internetkram. Ich gehöre ja schon zum alten Eisen.
Er war nicht der Erste, der mich bequatscht hat, ein Buch aus dem Zwetchgenmann-Blog zu machen. Aber ohne ihn und seine Hilfe gäbe es Renate und das Dienstagsarschloch nicht.
Er war nicht der Erste, der mich bequatscht hat, es mal wieder mit Sport zu versuchen, aber er hat mir das Buch Dicker Mann auf dünnen Reifen so ans Herz gelegt, dass ich aus lauter Angst, auch ein dicker Mann zu werden, vor einigen Jahren angefangen habe, an meiner Figur zu arbeiten und dieses Blog zusätzlich eingerichtet habe.
Er hat mich ins Autorenteam zu Czyslansky geholt. Auch dort wird heftig gebloggt.
Er schickt mir Bilder und Geschichten-Anregungen, weil er überall nur noch Renates sieht.

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Also bitte! Wir sind in einem Sportgeschäft

Beim Entrümpeln meines Handies stoße ich auf eine Bildergalerie, in der ich Fotos aufbewahre, die ich irgendwann mal prophylaktisch gemacht habe. Das sind Fotos, zu denen ich in diesem oder meinem anderen Blog mal einen Beitrag schreiben will. Etwas überrascht finde ich dieses Bild von zwei mir wildfremden Menschen, die den Sommer am Chiemsee-Ufer genießen.
wabbeln

Was wollte ich damals über diese beiden schreiben? Pharisäisches wie „Gut, dass ich nicht so aussehe“? Oder Besserwisserisches wie „Etwas mehr Bewegung täte Euch auch mal gut?“
Ich weiß es nicht mehr, und vielleicht ist das auch besser so.
Obwohl das natürlich stimmt, dass den beiden etwas mehr Bewegung gut täte. Die nämlich fehlt. Nun sehen die beiden nicht gerade aus, wie jemand, dem Bewegung fehlt – also psychisch gesehen. Was sagen will: sie vermissen sie nicht.
Und da sind wir schon mitten in einem Thema, auf das mich ein Twitter-Tweet vor einiger Zeit gebracht hat:

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