Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Challenge 2017 (Teil 4d): Tegernsee – schön ja, aber nicht der beste See von allen

Da liegt er also vor mir, jener legendäre Tegernsee, von dem Schwimmfreundin und Bloggerin Petra behauptet, er sei der schönste See überhaupt.
Aber Petra, Stammlesern meines Blogs bekannt, da ich öfter mal mit ihr schwimme (wovon in diesen Beiträgen zu lesen war) ist voreingenommen, und das weiß sie selbst. Schließlich ist sie am Tegernsee aufgewachsen, also waschechte Einheimische, native speaker noch dazu, darum sieht sie die Welt ein wenig durch die Brille der Oberländer. Das ist ihr gutes Recht.

Und so versucht sie, seit Jahr und Tag, mir den Tegernsee schmackhaft zu machen. Wenig Verständnis hat sie dafür, dafür, dass ich mich an die kleinen, bisweilen eher absurden Seen begebe, den Tegernsee aber links liegen lasse.
Heute jedoch hat sich das geändert.

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Challenge 2016 / 7.Teil: Der Mond ist aufgegangen

r-vm-3Matthias Claudius Abendlied Der Mond ist aufgegangen kennt wohl jeder. Vielleicht sollte ich statt dessen mal mit Eichendorffs Mondnacht aufwarten. Das ist dann deutsche Romantik pur.
Die Nacht und der Mond sind unverrückbare Bestandteile dieser Epoche, die sich wie kaum eine andere in die deutsche Befindlichkeit tief eingegraben hat. Immer weiter zogen sich die Künstler dieser Zeit, die Maler, Dichter und Komponisten in ihre Traumwelt zurück. Die Nacht galt als geheimnisvoll, aber auch befreiend vom Drangsal des Alltags. Der kalte, silbrige Mondschein verlieh allem zusätzlich einen magischen Schimmer und gab ihnen das Gefühl der Unbestimmtheit und Ungewissheit und der Verlorenheit des Menschen in den Weiten der Natur.

Ist es daher verwunderlich, dass im Sommer überall Menschen in diesen mythisch und mystisch überhöhten Vollmondnächten in Seen und Weiher steigen? Denn auch das Wasser, das im bleichen Licht des Mondes oft tiefschwarz und seidig scheint, hat etwas Mythisches, Geheimnisvolles, Dunkles.
Nun muss man nicht unbedingt voller Novalis’scher Todessehnsucht durchdrungen, von der Romantik übermannt worden sein und einen elegischen Schwanengesang anstimmen, um in einer Vollmondnacht ins Wasser zu steigen, aus dem man nicht mehr wiederkehren wird.
Manchmal will man einfach nur schwimmen. Weiterlesen


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Der letzte schöne Sommertag…

„Na ja. Nett“, kommentiert Petra den vor ihr liegenden See und ich bin ein wenig enttäuscht. Vielleicht, so überlege ich im Geheimen, hätte ich ihr nicht so vorschwärmen sollen. Aber der Langbürgner See gehört nun mal zu meinen Topfavoriten, wenn es um Freiwasserschwimmen im Umkreis von einer Fahrstunde von meinem Daheim geht.  Im Mai war ich mit Herbert dort. Der aber schulter-schwächelt und hat auf Anraten seines Arztes das Schwimmen eine Weile eingestellt. Da kam mir Petras Vorschlag, am Dienstag schwimmen zu gehen, gerade Recht. Sie wolle in einem richtigen See schwimmen, und da kam mit der Gedanke, ihr diesen  wunderschönen See zu zeigen…
Und dann sagt sie „Nett“… Wo doch jeder weiß, dass Nett der kleine Bruder von Scheiße ist.
Das meint Petra allerdings nicht so und das weiß ich auch. Ihr fehlt, so erwähnt sie „eben der Blick auf den weiten See und die Berge im Hintergrund.“ lbse06
Wer so spricht, ist natürlich verwöhnt vom Tegernsee, wo Petra aufgewachsen ist. Aber kaum sind wir 600 Meter und damit aus der Bucht am Südende des Sees herausgeschwommen, revidiert sie ihre Meinung. Je länger wir im See schwimmen, umso mehr gefällt er ihr. Gut, dass sie nicht am ersten Urteil festhält und ihre anfängliche Skepsis mehr und mehr von der Schönheit des Eiszeitsees verdrängt wird. So leicht lässt sie sich eben nicht beeindrucken. Weiterlesen