Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Gastbeitrag: Achtung! Innerer Schweinehund entlaufen

Seit geraumer Zeit verfolge ich in der Facebook-Gruppe Bist du heute schon geschwommen die Einträge der schwimmbegeisterten Mitglieder. Immer wieder hat dort Nicolas Bessert von seinem Kampf gegen den inneren Schweinehund geschrieben. Das war höcht amüsant und für alle Schwimmer nachvollziehbar. Als ich ihn endlich um einen Gastbeitrag für mein Blog gebeten habe, war es schlagartig vorbei mit den Hinweisen auf den Schweinehund bei Facebook. Statt dessen meldet sich Nicolas bei mir mit einem ganz anderen Problem: Hier ist sein Beitrag. Herzlichen Dank dafür.

Von Nicolas Bessert:

Mir ist mein innerer Schweinehund entlaufen. Das letzte Mal, das ich ihn gesehen habe muss zu den Weihnachtsfeiertagen gewesen sein. Ich erinnere mich noch, das er so was sagte wie „guck mal, da ist ja noch ein Rest Mousse au Chocolate übrig…“.
Bitte helft ihn mir suchen. Oft ist er ja ziemlich nervig, aber er gehört doch zu mir! Weiterlesen

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Mantra-Schwimmen

Kirsten Bruhn ist eine faszinierende Frau, die allergrößte Anerkennung verdient. Ihre sportlichen Leistungen sind phänomenal, sie hat mehr Rekorde geholt und Medaillen geholt als die meisten aktiven Sportler. Sie ist, das lässt sich wohl behaupten, eine der erfolgreichsten Schwimmerinnen, die wir derzeit in unserem Land haben.

London 2012 Paralympic Games - SchwimmenUnd sie ist nach einem Motorradunfall inkomplett querschnittsgelähmt.  Vielleicht steht sie dehalb nicht so im Rampenlicht wie Britta Steffen oder weiland Franziska van Almsiek. Das ist umso weniger nachzuvollziehen, denn Kirsten Bruhn hat ihre phänomenale Karriere erst in einem Alter begonnen, in dem sich die anderen Schwimmerinnen aus dem aktiven Profisport zurückziehen, um für irgendwelche Drogerieartikel oder was weiß ich Werbung zu machen. Sie hatte bereits die 30 übershritten.

Kirsten Bruhn macht auch Werbung: Für sich, für die Sache und für den Film „Gold – Du kannst mehr, als Du denkst„, der dieses Jahr in die Kinos kam, leider kein großer Erfolg war  – was bei Dokumentationen kein Wunder is tund bei Behindertenthematik erst recht nicht. Zweimal habe ich Kirten Bruhn bei Vorabpräsentationen des Films auf der Bühne gesehen und ihr zugehört. Ich gebe zu, dasfand ich etwas anstrengend. Ihre Stimme und ihre Sprechweise passen nicht ganz in meine Vorstellung von angenehmen. Aber was sie zu sagen hat, ist nicht nur bewegend, es ist motivierend und  nachdenklich stimmend zugleich. Es lohnt sich, ihr zuzuhören.
Vor einiger Zeit hörte ich eine Radio-Talkshow im Bayerischen Rundfunk mit ihr. Diese Frau verdient, das sagte ich schon, großen Respekt und Hochachtung.  Selten haben mich Radio-Talk-Shows so zum Nachdenken gebracht. Was kann man nicht alles von dieser Frau lernen?
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Bescheißen und Belohnen

„Schaut doch mal. Das ist fast schon rührend… Der alte Mann mit den grauen Haaren. Zwängt sich in ’nen fina-freigegebenen Jammer, da quillt das Bäuchlein über den Bund. Dann streift er die Paddel über, der Einzige, der das hier macht.“

„Da reiht er sich ein in die Sportschwimmer, müht sich redlich, kann mit dem Tempo aber kaum mithalten. Kein Wunder: Das sind Bundeswehrsoldaten, die sich auf den Leistungsnachweis vorbereiten. Eîner ist Sportoffizier.

„Und die anderen sind Oberstufenschüler, die für’s Abitur trainieren und Triathleten in ihrem Winterquartier.“

„Aber er müht sich doch so tapfer. Er macht kaum Pause, krault fast die ganze Zeit, höchstens mal eine oder zwei Bahnen Brust.“

„Trotzdem wird er überholt, die anderen ziehen bei den Wenden vorbei. Er kommt halt nicht mehr ganz mit.“

„Tja, sag ich doch: Fast schon rührend.“

Hey! Reden die von mir?
Ich bin weder altes Eisen, noch Treibholz im Wasser und schon gar kein Totholz. Ihr da auf der Sportschwimmerbahn: Ihr könntet alle – na ja, fast alle – rein rechnerisch meine Kinder sein. Und dafür, finde ich, habe ich mich gut gehalten. Andere in meinem Alter liegen längst als Fleischklops auf dem heimischen Sofa, verdauen Chips und RTL2 und sind so träge wie ein Rollmops auf Beinen. Weiterlesen


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Abgebrochen…

Eregen2in wenig enttäuscht sitze ich unter dem Vordach der Wasserwacht am Wiflinger Weiher und schaue dem Regen zu. Es prasselt. Gewaltig. Blitze durchzucken hin und wieder den Himmel, ein Donner kracht.
Das war’s dann für heute.
Ich habe das Training abgebrochen.
Nicht wegen des Regens – aber aus Sicherheitsgründen.
„Nun ja“, spottet mein innerer Schweinehund. „Das war ja angekündigt. Und Du hast die Wetterberichte gehört. Gewitter und Schauer waren angekündigt. Du hättest Dir den Weg hierher sparen können.“
„Ja“, steige ich in den inneren Dialog ein. „Aber erinnere Dich an Sonntag. Wir waren in Erding, es hat gewittert und geschüttet. Bei uns zu Hause ist kein einziger Tropfen vom Himmel gefallen. Und das war keine 20km entfernt.“
Der Schweinehund schweigt. Ich trete nach: „Gewitter sind ein absolut lokales Ereignis. Es hätte also genauso gut sein können, dass es gut geht.“
„Du hättest es trotzdem wissen können“, erwidert er. „Sonst behauptest Du doch immer, Du kennst Dich aus, starrst in die Wolken, bla… bla… bla. Du hättest es sehen können“
Da hat er recht. Ich meine immer, zumindest daheim relativ genau sehen zu können, ob ein Gewitter, das im Anmarsch ist, sich über unserem Dorf entladen oder weiterziehen wird. Aber ich bin nicht in unserem Dorf.
„Ok“, gebe ich zu. „Aber es hätte doch auch vorbeiziehen können. Oder sich Zeit lassen können. Wir wissen doch beide, dass es manchmal recht lange dauert, bis das Gewitter in Fahrt kommt. Oder es kommt gar nicht und donnert 30km weiter westlich vorbei.“
Hätte, wäre, wenn…
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Ich bin wieder hier, in meinem Revier…

Ich bin wieder hier…

Ich bin wieder hier in meinem Revier
war nie wirklich weg hab mich nur versteckt
ich rieche den Dreck ich atme tief ein
und dann bin ich mir sicher wieder zu Hause zu sein

(Marius Müller-Westernhagen)

Bei Durchsicht meiner Kamera sind mir diese Bilder wieder in die Hand gefallen: Mein Revier; nach Dreck riecht es dort nicht, aber nach Wasser, nach Wald, nach Wiese. Ich wäre gern wieder hier, in diesem Revier.
Eigentlich hatte ich im vergangenen Herbst die Bilder gemacht, um darüber zu schreiben, wie schön es ist, nach einer Zahn-Op im Herbst noch ein paar Runden im freien Wasser schwimmen zu können. Nun. Es kam anders. Geblieben sind die Bilder. Und jetzt, so weit weg, wie es nur geht, vom Freiwasserschwimmen , überkommt mich die Sehnsucht danach. Ich wär gern wieder hier, in diesem Revier. Weg war ich ja auch nie wirklich, nicht mal versteckt. Der Herbst und der Winter sind, bei allem Gerede von Neopren und Eisschwimmen nicht wirklich geeignet, Strecke im Freien zu machen. Warum kann nicht Sommer sein?

in meinem Revier.

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Nervt es Sie, wenn ich davon rede?

Schon möglich, dass Ihnen das permanente Reden von Abnehmen, von Fitness, Bewegungssucht usw. auf den Zeiger geht. Das ist Ihr gutes Recht und ich habe größtes Verständnis dafür.
Andererseits: Mir scheint, dass das Thema bei Menschen meines Alters schlagartig an Bedeutung gewonnen hat.
Alle reden davon, viele tun etwas, und wenn man in geselliger Runde zusammenkommt, dann dauert es nicht allzu lange, bis das Thema zur Sprache kommt.
Der Eine schiebt ein sauertöpfisches Gesicht vor sich her, pickt im Salat herum, während andere um ihn am Tisch den Schweinebraten genießen.
Ein Weiterer antwortet ausschweifig auf die Frage, wie es ihm geht. Statt mit einem „Gut“ oder „Geht so“ bzw. der nordeutschen Variante „Muss“ alles offen zu lassen, erzählt er umfangreich, dass er gerade fastet, sportelt, auf dem Abnehmtripp ist, eine besondere Diät durchführt oder was auch immer.
Ein Dritter, mit dem man sich für’s Kino verabreden will. ist plötzlich zeitlich durchgeplant – er muss trainieren. Er muss, er muss, er muss…

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