Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Bahn frei für die drei Muskeltiere

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Musketiere – das Original

Um es gleich vorweg zu sagen: Das „l“ im Wort Muskeltiere steht dort mit Absicht. Als Kind hatte ich eine Abenteuerschallplatte mit der Geschichte der Musketiere und habe das „l“ immer mitgehört, was letztlich dazu geführt hat, dass ich von den Muskeltieren Athos, Porthos und Aramis erzählt habe: Allgemeines Gelächter allüberall und ich stand wieder einmal da wie blöd. Ich wusste nicht mal, warum die alle über mich lachen…

An dieser Stelle aber passt es ganz gut, das Wort aus der Versenkung meiner Kindheit zu holen. Denn nach absolviertem Schwimm beobachte ich drei Krauler, die sich nach und nach die Sportbahn erobern. Es herrscht Hochbetrieb, die letzten Feierabendschwimmer sind aus ihren Büros herausgequollen. Acht Menschen ziehen unermüdlich ihre Kreise, das Tempo der Schwimmer ist relativ ähnlich, daher geht es trotz der Fülle einigermaßen entspannt und friedlich zu. Schwimmen und schwimmen lassen – überholen und überholen lassen. Das funktioniert bestens, trotz der Enge.

Doch dann kommen die drei Muskeltiere: Durchtrainiert, markig und aufmerksamkeitsheischend stehen sie am Beckenrand bevor auch sie sich auf die Sportbahn begeben. Sie alle tragen Badekappen mit Aufdrucken diverser Triathlonveranstaltungen, auf den Kappen prangen handgeschriebene Nummern – das weist die als Teilnehmer dieser Veranstaltungen aus. Und das wollen sie auch in der Halle gewürdigt wissen. Weiterlesen

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Ich seh wieder was…

DSCF1568Trüb ist alles um mich – milchig trüb. Fast ist es so, als hätten sich die Stadtwerke der Empfehlung des Postillon angenommen, die satirisch und bitterböse anmerkten:  „Der Milchpreis fällt und fällt – nun werden neben dem Lebensmittelhandel auch andere Wirtschaftszweige auf das gesunde Getränk aufmerksam. Mehrere deutsche Schwimmbäder haben das teure Wasser in ihren Becken bereits in den letzten Tagen durch günstige Milch ersetzt.“
Und im Weiher ist es nicht viel besser:

Aber so ist es nicht. Die Trübnis um mich herum hat überhaupt nichts mit dem Wasser zu tun, in dem ich schwimme. Zumindest im Freibad nicht, denn das ist immer noch nur Wasser. Und klar wie immer. Die Milchidee hat hier keiner aufgegriffen. Es ist einfach der Schmodder auf den „Gläsern“ meiner Schwimmbrille, der mich kaum meher etwas sehen lässt.
Auf der einen Seite ist das ein sehr angenehmer Zustand. Viele Dinge, die unter Wasser geschehen, will man auch gar nicht sehen. Weiterlesen


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Männer sind so – Teil 4

So sind sie, die Männer, wie in Teil 1,  Teil 2  und Teil 3 bereits skizziert. Es gibt noch mehr zum Thema und ich maße mir an, kompetent darüber zu schreiben – aus persönlicher Betroffenheit. Ich weiß, wie Männer sind, ich bin selbst einer. Hier also ein weiteres Beispiel typisch männlichen Schwimmbadverhaltens:

Ein wenig verwundert bin ich, dass auf der für Sportler abgetrennten Bahn Hochbetrieb herrscht, als ich an einem Mittwoch spätnachmittags im Markt Schwabener Schwimmbad ankomme. Das ist normalerweise nicht die Zeit, in der sich die Massen im Becken und somit aneinander vorbei quetschen.
Ich mag die Fülle nicht. Wer mag so etwas schon, aber sei’s drum – jetzt bin ich nun mal da, also los.
Es dauert auch nicht lange, da ziehen sich ein paar Schwimmer von der Sportbahn zurück. Zwei geben genervt auf, weil ein anderer Mann nicht nur rücksichtslos mittig auf der Bahn schwimmt und niemanden vorbei lässt, sondern auch noch wüste Beschimpfungen ausstößt, wenn man ihn trotzdem überholt.
„Der meint wohl“, so kommentiert einer der beiden bei einer Pause am Beckenrand, „ihm gehöre das Schwimmbad.“
„Oh ja“, bestätige ich und ergänze, dass er es sogar absichtlich so einrichtet, andere auszubremsen und nicht vorbeizulassen.
„Unfassbar, da kann man echt die Lust verlieren…“ erwidert mein Gesprächspartner. „Der legt’s echt drauf an und vergrault alle auf der Bahn.“ Ich nicke ihm bestätigend zu. Der andere stemmt sich hoch, verlässt das Schwimmbecken, schnappt sich seine Paddle und sein Pullbuoy, verabschiedet sich mit einem ironischen  „Viel Spaß dann noch…“ und geht.
Ich starte wieder und wundere mich, dass man neuerdings nicht nur dienstags im Schwimmbad auf Arschlöcher trifft. Jetzt also auch Mittwochs. Das kenne ich noch gar nicht. Aber vertreiben lassen werde ich mich nicht.
Wozu fährt man jahrelang Auto und ist erfahrener Skiliftschlangensteher? Es gibt eine Menge Strategien, andere Menschen, die einem vorsätzlich die Bahn versperren, erst sanft und dann immer deutlicher auf die Pelle zu rücken. Wenn der mich nicht überholen lassen will, dann kollidieren wir eben. Stur sein kann ich. Männer sind so. Aber ich will hier nicht schon wieder über diese lästigen Bahnblockierer nörgeln. Das wird ja auf die Dauer auch langweilig…

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Zeigt her Eure Taschen – was ein Geraffel

Zeigt her Eure Taschen… forderte im April diesen Jahres die Bloggerin Frau Quadratmeter auf. Eigentlich, so schriebt sie damals, wollte sie keine Mitmachaktion mehr veranstalten, aber dann überkam es sie wohl offensichtlich doch und sie schrieb: Dieses Mal ist es ganz einfach: ich möchte wissen, was ihr in euren Taschen habt. Hosentasche, Jackentasche, Handtasche, Arzttasche, Hundetasche, Einkaufstasche – sucht euch was aus. Mailt mir bis zum 30. Mai 2015 ein Foto … wenn gewünscht mit kurzer Erläuterung, Verlinkung zu eurem Blog, Twitteraccount oder was auch immer…

Gelegentlich mache ich bei solchen Aktionen mit, wenn die Idee gut ist und ich spontan Lust dazu empfinde. Beides trifft zu, also überlege ich: Viel ist es nicht, was ich in meinen Hosen- und Jackentaschen durch die Gegend trage, da lohnt kein Foto. Aber die Schwimmtasche ist prall gefüllt. Immer. Und welch Zufall: Ich habe sie genau an dem Wochenende gekauft, als ich von dieser Bloggeraktion lese. Die alte (also Tasche) war leider ein paar Nummern zu klein.
Diese Koinzidenz verpflichtet. Wie immer steht die Schwimmtasche griffbereit und fertiggepackt neben dem Kleiderschrank. Ein Griff und es kann losgehen… mit dem Ausräumen. Denn in meiner Schwimmtasche befindet sich unglaublich viel Zeug.Geraffel2

Irgendwie ist der alte Schlager Pack die Badehose ein ist ein frommer Gedanke, wenn ich mir so anschaue, wie viel Geraffel ich während der Freiwassersaison so durch die Gegend schleppe. Einfach nur Badehose einpacken? Lächerlich!

Das glauben Sie nicht?

Sie meinen, eine Badehose ein  Handtuch und das war’s? Weiterlesen


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Schwimmen kann so eklig sein…

… zumEkelhaftindest, wenn man den Schilderungen diverser Schwimmfreunde glauben darf. Das größte Problem, dass der Schwimmer hat, ist, dass er Dinge sieht, die er nicht sehen soll und noch weniger sehen will. Gemeint sind Dinge, die unter Wasser passieren. Schon einmal war in diesem Blog davon die Rede. Denn Schwimmer tragen der freien ungehinderten Sicht unter Wasser wegen Schwimmbrillen. Natürlich erfüllen diese Hilfsmittel noch andere gute Dienste, aber sie eröffnen eben Blicke auf Szenarien, auf die man gerne verzichten möchte. Dazu gehört auch die Bikini-Hose, über die ich zeitgleich in meinem anderen Blog geschrieben habe, der es so peinlich ist, getragen zu werden, dass sie sich schamvoll zwischen die Backen verzieht…

Als Martin Mercak in der Facebookgruppe Bist Du heute schon geschwommen seinen Kummer über nervige Gestalten postet und dabei auch Unappetitliches berichtet, folgen Beispiele zu Hauf per Kommentarfunktion. Denn auch andere Schwimmer haben Sonderliches, Befremdliches und bisweilen Ekelhaftes aus der Unterwasserwelt mitzuteilen.würg1

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Sag zum Abschied leise „Servus“

Liebe Schwimmbrille,Ohne Schwimmbrille geht gar nichts

Aller guten Dinge sind drei.
So sagt man doch. Aller schlechten Dinge dann wohl auch?

So scheint es. Drei Mal hast Du, liebe Arena Nimesis, Anlauf genommen, Dich von mir zu trennen. Beim dritten Mal hat es dann auch geklappt.
Das erste Mal hast Du Dich hartnäckig geweigert, überhaupt erst mit ins Schwimmbad zu kommen. Du bist einfach unerlaubterweise zu Hause liegen geblieben. Soll ich Dich jetzt deshalb ‚faules Stück‘ nennen? Nein. Das wäre nicht fair, denn natürlich könnte man das ja auch anders herum betrachten und behaupten, ich hätte Dich einfach liegen gelassen. Aber mal ehrlich: Sehe ich aus, der so etwas tut?
Für acht Euro habe ich an der Schwimmbadkasse aus der Not heraus eine Beco-Schwimmbrille gekauft, wahrlich kein Luxus-Uttesil, aber für den einen Tag, hat sie es dann doch getan. Und ich muss zugeben, ich war überrascht: Himmelherrgott, was man alles im Wasser sieht, wenn man eine Schwimmbrille mit sauberen Gläsern aufsetzt.
Genau das war nämlich das eigentliche Problem mit Dir. Durch Deine Gläser habe ich alles nur reichlich verschwommen gesehen. Ich hab Dich bezichtigt, einfach zu beschlagen, dabei stimmt das gar nicht. Du warst einfach nur verschmiert. Vielleicht hätte ich Dich mal putzen sollen. Mit meiner Seh- und meiner Sonnenbrille mache ich das ja schließlich auch. Aber deshalb gleich beleidigt sein und abhauen? Putzen wurde einfach bisher überbewertet. Weiterlesen


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Augen zu und durch

Jedes Ding hat seine zwei Seiten. Das wissen Sie. Warum ich Sie trotzdem mit dieser Binsenweisheit langweile?
Ich wäge gerade ab, ob Freiwasserschwimmen oder Hallenbadschwimmen die schöneren Schwimmerlebnisse und besseren Voraussetzungen bietet. Natürlich ist es, was den Trainingseffekt angeht, das Hallenbad. Hier weiß man metergenau, wie viel Strecke man in welcher Zeit zurückgelegt hat. Im Weiher ist eine Runde immer nur ein ungefährer Wert, will man nicht mit Triathlon-Bordcomputer-Blackbox ausgestattet unterwegs sein.
Im Hallenbad kann man sich wunderbar an den dunklen Kacheln und dem Grund orientieren, um seinen Weg zu machen. Im Weiher geht das auch nicht. Algen und Schwebstoffe legen einen gelblich-braun-grünen Schleier vor die Schwimmbrille. Man sieht einige wenige Zentimeter weit, dann wird alles trüb. Das ist vielleicht auch besser so. Ich möchte gar nicht wissen, ob auf dem Grund alte Autoreifen, Kinderwagengestelle, angeblich geklaute Mofas und sonstiges versenkt wurden. Vielleicht möchte ich auch gar nicht so genau wissen, mit welchem Viehzeugs ich das Weiherwasser teile und noch viel weniger, was die gerade dadrin machen. Nicht ganz ohne Grund formulierte einst William Claude Dukenfield alias W.C. Fields  I don’t drink water. Fish fuck in it.
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Aufrüsten

Hatte ich nicht eingangs gesagt, ich wolle eine Sportart ausüben, bei der ich nicht tonnenweise Equipment anschaffen muss?
Das aber erweist sich als folgenschwerer Irrtum. Sicher, der Eintrittspreis ist und bleibt unschlagbar günstig. Pro Besuch bezahle ich mit der Zehnerkarte Euro 2,20. Das gibt es sonst nirgends in der Region.
Für die ersten Besuche reichte ja auch ein Handtuch, eine Schwimm-Shorts, ein Shampoo, ein paar Badelatschen und eine Bürste. Das alles verstaut in einer Einkaufstasche aus Stoff.
Unvorstellbar, wenn ich mich zurück erinnere, wie ich noch vor ein paar Monaten ins Schwimmbad gestapft bin. Seitdem habe ich kräftig aufgerüstet. Teilweise aus guten Gründen, teilweise, weil ich es so wollte (was eigentlich auch ein guter Grund ist). Eben, um mich zu belohnen.

Das erste Utensil, das unbedingt notwendig war, war eine neue Chlorbrille. Und natürlich nicht etwa irgendeine, sondern wenn, dann bitte richtig: Eine vermögensschmälernde Aquasphere Aqua Sphere ®  Vista -selbstverständlich nicht einfach irgendein Plastikschrott, sondern die ungleich bessere, dichtere, weichere, nicht beschlagende Silikonvariante.
Die kleinen Schwimmbrillen, die einem fast den Augapfel aus dem Kopf saugen, waren nie so mein Ding. Immer drückten sie auf dem Nasensteg, jede unabsichtliche Berührung durch einen Mitschwimmer tat weh. Dicht schlossen sie sowieso nicht. Aber die neue Brille, die bringt’s.

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