Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Mimimi am Mittelmeer

Da liegt sie vor mir, eine er unzähligen Buchten am Kap Paximadi im Süden der Insel Euböa. Ein Traum: Azurblaues Wasser, an einigen Stellen Türkis. Trotz des scharfen Windes, der seit Tagen kontinuierlich aus Norden bläst, ist das Wasser einigermaßen ruhig und angenehm warm. Eine Kantina, kaum mehr als ein Imbisswagen, hält Liegen und Schirme bereit. Und manchmal ist sie sogar geöffnet, dann gibt es kalte Getränke oder griechischen Mokka. Paradiesisch.
Aber wie das nun mal so ist mit paradiesischen Zuständen, darf der sündige Mensch sie vielleicht schauen, nicht aber genießen. Vertrieben wurde er aus dem Paradies. Weil er die Finger nicht vom Obst lassen konnte. Weiterlesen


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Rapid Fire – Fotoexzesse

… und dann läuft wieder mal der See aus, und es gibt nichts, was ich dagegen tun könnte.

So was passiert eigentlich dauernd, wenn ich mit meiner Kamera unterwegs bin und Selfies mache. Fotos brauche ich, nicht nur Freund Alex, der zum festen Personal dieses Blogs gehört, predigt mir regelmäßig, dass ein Blog Bilder braucht. Er selbst ist ein leuchtendes Vorbild, sein inhaltlich komplett anderer Blog ist auch voller Bilder, die meisten aber stammen aus seinem Atelier, denn Alex ist Künstler.

Also lasse ich keine Gelegenheit aus, meine kleine Unterwasserkamera mitzunehmen und wie wild zu fotografieren, wann immer sich die Gelegenheit bietet und/oder ich Lust dazu habe. Weiterlesen


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Zicke-Zacke – Eine Geschichte vom Schwimmen

Flupp – flupp – flupp – flupp
Flupp – flupp – flupp – flupp
Flupp – flupp – flupp – flupp

Unermüdlich schnellen die Arme vor, erst der eine, dann später der andere. Die Hand greift ins Wasser. Zieht, drückt.

Flupp – flupp – flupp – flupp
Flupp – flupp – flupp – flupp

Zug um Zug bewegt sich der Schwimmer vorwärts. Meter um Meter

Flupp – flupp – flupp – flupp

Aber das denkt er nicht. Seine Gedanken sind längst mit der Bewegung verschmolzen, und dem türkisfarbenem Wasser. Heute hat er es für sich allein. Als er gestartet war, hatte gerade ein anderer Schwimmer den Weiher verlassen. Ein weiterer zog seine Bahnen zwischen dem Gebäude der Wasserwacht und der Halbinsel am Westufer. Immer hin und her.

Langweilig, befand er. So ähnlich hatte er das gestern erst gemacht. Nur eben nicht auf der kurzen West-Ost-Spanne, sondern der Länge nach.

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Challenge 2017 (Teil 4d): Tegernsee – schön ja, aber nicht der beste See von allen

Da liegt er also vor mir, jener legendäre Tegernsee, von dem Schwimmfreundin und Bloggerin Petra behauptet, er sei der schönste See überhaupt.
Aber Petra, Stammlesern meines Blogs bekannt, da ich öfter mal mit ihr schwimme (wovon in diesen Beiträgen zu lesen war) ist voreingenommen, und das weiß sie selbst. Schließlich ist sie am Tegernsee aufgewachsen, also waschechte Einheimische, native speaker noch dazu, darum sieht sie die Welt ein wenig durch die Brille der Oberländer. Das ist ihr gutes Recht.

Und so versucht sie, seit Jahr und Tag, mir den Tegernsee schmackhaft zu machen. Wenig Verständnis hat sie dafür, dafür, dass ich mich an die kleinen, bisweilen eher absurden Seen begebe, den Tegernsee aber links liegen lasse.
Heute jedoch hat sich das geändert.

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Schichtwechsel

Es ist kurz vor 18 Uhr. Unschlüssig stehe ich am Ufer des Wörther Weihers.
Soll ich – oder soll ich nicht.
Als ob die Entscheidung von mir abhänge würde.

Genauso unentschlossen wie ich zeigt sich der Himmel. Kommt das Gewitter nun oder zieht es weiter?
Irgendwann ist meine Geduld zu Ende. Wenn sich das Gewitter nicht in fünf Minuten verbindlich äußert, gehe ich ins Wasser.
Schließlich: Noch immer sind Familien auf der Liegewiese, Kinder spielen am Ufer, am Kiosk sitzen Menschen und trinken ein Feierabendbier. Von vorgewitterlicher Aufbruchstimmung ist keine Spur zu merken.
Nach Ablauf des Ultimatums lugt die Sonne hervor.
Na bitte – geht doch.
Zwei Frauen kommen – offensichtlich auch schwimmbegierig. Das ist gut. Die können mir, wenn ich mich etwas beeile, gleich den Neoprenanzug schließen.
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Ein Hecht, ein toller

… und schon geht sie wieder los, die Freiwassersaison. Endlich. Die erste Runde absolviere ich nach Feierabend im Wörther Weiher. Das hat gute Tradition, das ist eine Art Homerun. Obwohl ich einige Schwimmer im Wasser sehe, die gemütlich einen Kreis ziehen, und obwohl ich im Netz von anderen gelesen habe, dass sie mittlerweile ohne Neoprenanzug ins Wasser steigen, entscheide ich mich für die Pelle. Zum einen sind die anderen Weiher kein Maßstab – vor allem, weil sie vermutlich wesentlich kürzer als ich im Wasser verweilen. Zum anderen können die, die ohne Pelle längere Strecken schwimmen wollen, das gerne tun.
Ich muss das nicht haben.
Nach etwa 2.000 Metern wird mir an Händen und Füßen das Wasser doch langsam zu frisch, die Sonne verschwindet hinter den Bäumen, mir reicht’s.
Gelohnt hat es allemal, ich ärgere mich wieder einmal, dass ich überhaupt einem Gedanken Raum gegeben habe, statt zum Weiher zum Freibad zu fahren – bei dem Wetter…
Ich schwimme zurück zu der Stelle, an der ich meine Sachen am Ufer deponiert habe und hole meine kleine Unterwasserkamera. Nicht zuletzt, um in den einschlägigen Facebookgruppen Vollzug melden zu können, dass ich heute wieder geschwommen bin und das Ganze mit einem topaktuellen Bild garnieren kann, muss ich ein paar Selfies machen. Weiterlesen


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Blogparade: Weiß/Blau – Blau/Weiß: Das Weiße muss in das Blaue

Noch einmal nutze ich die Gelegenheit mit diesem Blog an der Parade der Münchner Ironblogger teilzunehmen. Das Thema lautet Blau-Weiß oder Weiß-Blau. Einen ersten Beitrag, dass Wasser lange nicht immer blau ist konnten Sie am Anfang des Monats lesen.
Gestern schrieb … in der Blogparade. Morgen wird Tanja Prakse in ihrem Kultur-Museum-Blog die Reihe beenden. Herausgekommen ist wieder einmal eine ungemein abwechslungsreiche Sammlung an Texten zu einem gemeinsamen Dachthena: Einer ganz speziellen Farbkombination.


Das Weiße muss in das Blaue!
Kinderbild früherUnd damit konnte nur ich gemeint sein – klein, schmächtig, semmelblond, blass, schmalschultrig, zögernd, zitternd, zaghaft, frierend.
Ein Grundschulkind am Rande des Schwimmbeckens und am Rand der Verzweiflung. Aber es half alles nichts. Irgendwann musste ich da hinein ins Wasser. Frau Wi. wollte es so.
Ich war mit diesem Problem nicht allein. Drei oder vier andere Mitschüler teilten sich diese grässliche Perspektive mit mir.
Wir waren die Versager, die Kinder in der Klasse, die noch nicht schwimmen konnten. Alle anderen hatte Sortlehrer We. längst ins Tiefe des Hagener Stadtbads Mitte geschickt. Jenes Bad, das später Willi-Weyer-Bad heißen sollte bevor es dem Rotstift der Stadtverwaltung zum Opfer fiel und geschlossen wurde.
Denn alle anderen konnten längst schwimmen.
Wir nicht.
Zur Beaufsichtigung wurde uns eine Lehrerin verordnet, Frau Wi., die mit Schwimmen aber nichts am Hut hatte. Ihr Interesse galt dem weißen Sport, und so sah man ihr Konterfei gelegentlich montags in der Sportbeilage der Lokalzeitung, wenn sie wieder mal bei einem Tennis-Turnier für ihren Verein Rot-Weiß (oder war es Blau-Gold?) geglänzt hatte.
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Ich bin fein raus

Stultus neque scribere neque natare scit.

So hätten weiland, glaubt man der FAZ, die alten Römer über einen ungebildeten Menschen gesprochen. Ist ihnen ein solcher unter die Augen gekommen, dann hätten sie – statt wie wir  heute wenig prosaisch sagen „der ist zu doof, ein Loch in den Schnee zu pinkeln“ – gestöhnt: Stultus neque scribere neque natare scit.
An dieser gepflegten Ausdrucksweise erkennt man eben den wahren Humanisten.
Eine Quelle für dieses Zitat findet sich freilich nicht, Fehlanzeige bei Horaz, Ovid, Sencea, Vergil oder Cicero, also wird flugs eine Redensart daraus gemacht – und diese der antiken römischen Bildungselite in den Mund geschoben.
Wer unter den Lesern dieses Blogs nicht das Privileg und das Vergnügen hatte, diese wunderbare, alte Sprache in der Schule lernen zu dürfen, sich also heute mit Küchen-, Jäger- und Anglerlatein begnügen muss, dem sei an dieser Stelle verraten, dass der Römer in etwa formulierte, dass töricht (im Sinne von „dumm, unfähig“) sei, wer weder des Schreibens noch des Schwimmens mächtig ist.mens-sana_bearbeitet-1
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