Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Challenge 2017 (Teil 7): Langbürgner See – Bisher der Beste von allen!

„Entschuldigung. Sind Sie von hier, kennen Sie ich aus?“ Die Frau schaut etwas hilflos aus. Zwei Touristen im Status vollkommener Orientierungslosigkeit stehen am Ufer. Ein Ehepaar, Mitte 50 aus Ulm.
Die Angesprochene, eine ältere Frau, die mit ihrer Enkeltochter gerade zum Schwimmen gekommen ist, bejaht, nur um gleich darauf die nächste Frage der Urlauberin zu verneinen:
„Nein, das ist nicht der Eggstätter See. Das ist der Langbürgner See.“
Die Touristin, die sich das schon gedacht hat, bemerkt aber auch eine gewisse Ratlosigkeit bei der Einheimischen. Und schon bin ich unvermittelt in das Gespräch mit hineingezogen. Ich will gerade meine Seenquerung beginnen – einmal vom nördlichsten zum südlichsten Zipfel und zurück.
Der Eggstätter See, so erklärt die Frau, sei ihr von der Pensionswirtin in Bad Endorf empfohlen worden. Man sei dort auf Urlaub und wolle heute nicht unbedingt zum Chiem- oder Simssee.

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Was soll das mit den Pfählen und wer eigentlich ist Jana?

Parcouring ist ja auch so eine Sportart, bei der ich sehr gerne mal hinschaue, aber mit Fug und Recht von mir sagen kann: Ich bin zu alt für diesen Scheiß.
Seinen Höhepunkt erlebte der Trend vor rund zehn Jahren, als Extremsportler Sébastian Foucan, der aus dem Parcouring das Freerunning entwickelte, einen fulminanten Auftritt in James Bond 007: Casino Royale hatte. Gemütlich im Kinosessel zu setzen, während Foucan in der Rolle eines Ganoven von Mr. Bond quer durch die Straßen gejagt wird. Zu Fuß natürlich. Das ist eher so mein Ding… Aber selber rennen?
Ich doch nicht. Da halte ich es lieber mit dem einzigen Besucher, den wir diese Woche am Steinsee östlich von München antreffen.r-stein-16-ab
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Wenn die Angst nicht mitschwimmen würde… (Teil 1)

Immer wieder lese und höre ich, wie viele Menschen beim Schwimmen im See Angst haben – auch, die, die sehr routiniert, viel und weit schwimmen können. Und wenn es nicht Angst ist, dann ist es zumindest großes Unbehagen und Unsicherheit.
Das überrascht mich nicht, aber ich finde es schade. Denn dorthin, wo ich den größten Spaß beim Schwimmen habe, also im Meer, in Seen, Flüssen oder Weiher, setzen sie selten einen Fuß – und bringen sich damit um das Beste am Schwimmen (Zumindest meiner Meinung nach…):

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Seit längerem lese ich Diskussionen darüber im Netz und beteilige mich gelegentlich daran. Ich möchte verstehen, vor was die Menschen eigentlich Angst haben und frage nach. Und ich versuche, dem einen oder anderen aus dieser Angst ein wenig heraus zu helfen. Denn in den allermeisten Fällen ist sie unbegründet.
Diese Ängste bringen die Schwimmfreunde um das Schönste überhaupt: Nämlich im Wasser ungestört zu sein. An heißen Tagen quetschen Schwimmer und Badegäste sich zu Hunderten in die Freibäder. An Schwimmen ist gar nicht zu denken. Wie entspannt ist es da am See. Natürlich ist es an solchen Tagen an den Ufern der Badeseen auch voll. Aber mit ein paar kräftigen Zügen ist man meistens schnell aus der Plansch- und Badezone heraus und hat das Wasser weitgehend für sich. Trotzdem fehlt es dem einen oder anderen an Mut. Weiterlesen


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Challenge 25/23 & 25/24 (Fasanieriesee und Feldmochinger See): Gefall mir doch, Du Baggerloch!

image KopieEin paar Besuche habe ich meinem Revier, dem Wörther Weiher, und dem Erdinger Freibad abgestattet, jetzt aber wird es Zeit, die Challenge 25 zum Abschluss zu bringen. Drei Seen fehlen noch, den Ammersee möchte ich mir aufheben, das soll der Abschluss werden. Also fahre ich am Dienstag nach der Arbeit wieder einmal quer durch München, aus dem Süden hinauf in den hohen Norden. Fasanerie- und Feldmochinger See warten dort von mir bisher unbeschwommen und der erste der beiden ist fällig.
Eigentlich sind es ja drei Seen dort, allesamt wie üblich aufgelassene Kieslöcher, Überbleibsel des Straßenbaus, freizeitgeländemodifiziert und für die Naherholungssuchenden im Münchner Norden eine wohltuende Abwechslung zwischen Autobahn, Kleingärten, Stadtrandidylle, sozialem Brennpunkt, Übergang zum freien Land, Rangierbahnhof und Kleinstadtidylle. Der dritte im Bunde ist der Lerchenauer See, den ich – ausgestattet mit allerlei Vorurteilen und großer Neugier – bereits im Juni besucht habe. Nun also zuerst der nächstgrößere Bruder:

1.  Fasaneriesee
Chlorhühnchen Petra, mit der ich mich über Schwimmreviere austausche, schreibt mir abwinkend, dass sie keinen Bedarf hat, als ich ihr mitteile, ich führe zum Fasanerie- oder zum Feldmochinger See. Weiterlesen


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Es wird Juli, Männer… also gefährlich

adria2-3Es gibt Gegenden, da mag man uns nicht. Zumindest traut man uns nicht… Da stehen große Schilder, auf denen steht: Schwimmen verboten. Oder – wenn es nicht geschrieben steht – dann „versperrt“ einem ein Piktogramm mit gleichlautender Anweisung ganz klar den Zugang ins Wasser.
Gern möchte man solche Schilder ignorieren. Sie sind etwa so sympathisch wie das Absolute Parkverbot, das Betreten des Rasens verboten oder das Ballspielverbotsschild in den Garagenhöfen der Wohnanlagen. Verbote gibt es überall – viele zu Recht, wenn man darüber nachdenkt, und doch sind sie ärgerlich. Denn sie schränken ein im Bedürfnis, sich frei entfalten zu können. Sie gelten als Spaßbremsen, verursachen Unbequemlichkeiten und führen zu Verärgerung und Trotz.
Eben dazu gehören auch die Schwimmverbote, wie man sie an vielen Orten findet. Natürlich ist es lächerlich, solche Bilder an kleinen Brunnen irgendwo aufzuhängen – andererseits: Als noch Völkerscharen in Rom den Trevi-Brunnen bestiegen, um es Anita Ekberg und Marcello Mastroianni a la La Dolce Vita nachzumachen, war das Wasser täglich eine einzige eklige Brühe. Das Brunnen- und Wasserspielbadeverbot ist rational betrachtet also verständlich – so schön es auch sein mag, sich bei sommerlichen Temperaturen eine Abkühlung zu gönnen.
Manchmal wird ein Revier zum Schutz der dort heimischen Flora und Fauna gesperrt, manchmal aber haben es sich die Badegäste allerdings selbst zuzuschreiben, dass sie in aufgelassenen Kiesgruben, Flussarmen oder Teichen nicht mehr schwimmen dürfen. Hin und wieder fragt man sich schon, warum die einen ihren Müll nicht mitnehmen, die anderen selbigen sogar im Wasser versenken, die nächsten den Teich als Großraumtoilette und wieder andere als Badewanne zum Abwaschen dick aufgetragener Cremeschichten nutzen… Der See erträgt wohl alles. Oder auch nicht. Schilf wird mit Tretbooten niedergefahren, Brutgebiete werden zerstört, Enten werden von Luftmatratzenpaddlern gejagt, Kaulquappen aus dem Wasser gefischt und am Ufer zu Tode getrocknet, weil es ja so eklig ist, wenn die auch mit im Wasser sind usw. usw.
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