Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


Ein Kommentar

Rapid Fire – Fotoexzesse

… und dann läuft wieder mal der See aus, und es gibt nichts, was ich dagegen tun könnte.

So was passiert eigentlich dauernd, wenn ich mit meiner Kamera unterwegs bin und Selfies mache. Fotos brauche ich, nicht nur Freund Alex, der zum festen Personal dieses Blogs gehört, predigt mir regelmäßig, dass ein Blog Bilder braucht. Er selbst ist ein leuchtendes Vorbild, sein inhaltlich komplett anderer Blog ist auch voller Bilder, die meisten aber stammen aus seinem Atelier, denn Alex ist Künstler.

Also lasse ich keine Gelegenheit aus, meine kleine Unterwasserkamera mitzunehmen und wie wild zu fotografieren, wann immer sich die Gelegenheit bietet und/oder ich Lust dazu habe. Weiterlesen

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Foto und Meer – Das Brandungsfoto und wie es gemacht wurde

Als ich in der vergangenen Woche ein Selfie vom Strand an der Versilia hier veröffentlichte und es gleichzeitig durch die sozialen Netzwerke jagte, gab es einige Reaktionen, vor allem aber die Frage: Wie macht man das?
Nun ist das hier kein Fotoblog. Davon gibt es im Netz ja auch reichlich. Es geht in erster Linie ums Schwimmen. Aber eben auch um seine „Nebenaspekte“. Außerdem beantworte ich gern die Frage, wie dieses Foto entstanden ist:r-brans2
Die Frage ist relativ einfach zu beantworten. Leute, die oft und gerne Selfies machen (oder machen müssen, weil niemand da ist, der sie fotografiert), haben längst das Stadium überwunden, sich mit dem Handy vor den Badezimmerspiegel zu stellen, einen ernsten Gesichtsausdruck aufzulegen und sich dann im Spiegel zu fotografieren – nebst Handy, Handtuchhalter, Duschkabine, Toilette im sowie Zahnbürste und Co vor dem Spiegel.
Entscheidend nämlich für ein Selfie ist nicht nur der eigene Gesichtsausdruck. Auch das Drumherum ist von großer Bedeutung. Aber wem sage ich das… Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Challenge 25/1 (Wörther Weiher): Ich bin kein Froschmann!

image KopieErwähnte ich es schon?
Ich bin kein Taucher, also auch kein Froschmann. Das hindert allerdings Kinder nicht daran, einen Schwimmneoprenanzug als Taucheranzug zu bezeichnen. Das Thema hatten wir bereits. Auch Eltern kennen sich in den Nuancen selten aus, wie ich heute erst wieder bemerkt habe: Als nach etwa 3.000 Metern Schwimm in der Sonne sitze, den Neoprenanzug, die Badekappe, die Schwimmbrille und die Paddle zum Trocknen ausgebreitet habe, meinen zwei Kinder zu ihrer Mutter: „Uii Mamma, guck mal, ein kompletter Taucheranzug.“
Die Mutter nickt ergriffen, was will man von einer Frau erwarten, die ihren Kindern, wenn sie mit einem Scooter/Roller unterwegs sind, nicht nur Fahrradhelme aufsetzt sondern ihnen auch Warnwesten anzieht? Na gut, wenn die Leute meinen…

Viel ist nicht los im Wasser des Wörther Weihers, ein paar Schwimmer probieren ein paar kurze Strecken, Kinder jagen Kaulquappen, ein paar Wasserwachtler, probieren ihr Boot aus, ein paar sind im Neoprenanzug im Wasser und suchen den Weihergrund nach einer versenkten Brille ab. Auch auf der Liegewiese geht es eher moderat zu.ch25-1-1
Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Alles ist eitel…

Vanitas, vanitatum, vanitas…

Was der schlesische Dichter Andreas Gryphius 1637 über sein Sonett „Alles ist eitel“ stellte, das kann ich auch: Vanitas, vanitatum, vanitas über meinen eigenen Text zu stellen. Und ich darf das. Denn erstens ist Gryphius Schlesier und solche Wurzeln habe ich auch und zweitens war er ein Denker und Dichter. Denker bin ich auch, Dichter nicht, aber Blogger… und das zählt doch hoffentlich auch ein wenig.

Also erlaube ich mir, für diesen Kurzbeitrag nicht nur, mir von Gryphius den Titel sondern eben auch diese einleitende Zeile auszuleihen. Nachdem ich nämlich lautstark rumgejammert habe, dass Selfies unter Wasser sowieso alle Mist werden, gelingt mir am Sonntag eines, das mir doch ganz gut gefällt:

portrait214

Es gefällt mir sogar so gut, dass ich es als WhatsApp- und Facebook-Profilbild einstelle, es twittere, darüber hier blogge und in der schon so oft erwähnten Gruppe Bist Du heute schon geschwommen verwende, zur Illustration der Meldung meiner sonst eher dürftigen 3,1km am Sonntag. Das nun wiederum spitzt Schwimmer Peter Meyer an, zu fragen, wie man den solche Bilder macht…
„Tolles Bild. Wie bekommt Ihr das nur alle hin?“, lobt und fragt er bedient damit noch etwas mehr meine Vanitas, die seit der letztjährigen spornosexuellen Männlichkeit doch arg in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Nun ist das kein Geheimnis, was ich als Antwort preis gebe: „Man nehme eine Unterwasserkamera, mache ungefähr 150 Bilder, von denen man hinterher 90% wieder löscht, weil sie unscharf sind, man doof schaut, man sich hässlich findet, der Anschnitt nicht stimmt, im Hintergrund jmd. rumdümpelt, die Blasen das Gesicht verdecken usw. usw…
Entweder man lässt sich fotografieren oder man macht Selfies bis zum Abwinken. Hier waren es Selfies: Foto mit rechts, mit links am Beckenrand festgehalten (sieht ja keiner) runtergetaucht und ab dafür. Zonk… zonk… zonk… zonk… zonk.
Dann greife man daheim beherzt zu Photoshop und manipuliere so lange am Bild (drehen, Kontraste, Schärfe, Farb- und Tonwertkorrekturen, ggf. Filter) bis man es gut findet und lade es hoch.
Photoshop ist aber ein wenig wie kosmetische Chirurgie: Man kann es übertreiben, findet es immer noch gut, aber alle anderen finden es grässlich. Der Vorteil ist: Hast Du die Rohdaten noch, kannst Du ja wieder von vorne anfangen. Das geht bei plastischer Chirurgie nicht…“

Dieses eine Bild aber, das finde ich richtig gelungen… Photoshop und dort vor allem der Funktion, die Farben dem Hautton anzupassen, sei Dank. Nachträglich ein paar Filter und Tonwertkorrekturen und dann schaut man nämlich nicht ganz käsig so aus, wie die Wasserleichen, über die man sonst dauernd seine Schwimmrunden dreht. Selfies machen kann ich eben noch schlechter als Photoshop. Aber so lange ich mit dem Programm rumstümpern und die Bilder manipulieren kann, bin ich zufrieden.

Wie sagte Gryphius so schön: Du sihst / wohin du sihst nur Eitelkeit auff Erden…


Hinterlasse einen Kommentar

Der frühe Wurm…

Der frühe Wurm stellt sich Samstag den Wecker, steht auf, kriecht aus seinem Bett, wenn noch alles schläft, wirft sich in die ausgebeulte Jogginghose und einen alten Pullover, schnappt die Schwimmtasche und macht sich auf den Weg.
So macht das Schwimmfreund Herbert, so mach auch ich das.
Am vergangenen Samstag öffnete – endlich – das Erdinger Freibad. Wir wollten zu den ersten gehören, die an der Kasse stehen und Einlass begehren.
Nun wird der frühe Wurm vom frühen Vogel gefangen, auch der frühe Fisch schnappt sich einen. Blöd nur, dass er, kaum dass er den Wurm gefressen hat, am Angelhaken hängt, was aber eine andere Geschichte wäre. Bleiben wir also beim Wurm:

Natürlich hat es etwas völlig Idiotisches, zumindest Kindisches, die ersten am und im Freibad sein zu wollen, noch dazu, wenn das Wetter nicht ganz so prickelnd ist. Wir sind schließlich keine Teenager mehr und rütteln nicht an den Gittertoren einer Veranstaltungshalle, nur weil da (hier Namen der einer gerade aktuellen Boygroup einsetzen) auftritt. Trotzdem sitzen wir um 7.45 Uhr im Auto, machen uns auf den Weg und sind schon ein wenig enttäuscht, dass bereits drei Schwimmsenioren vor uns an der Kasse stehen. Die hat auch schon geöffnet, die drei diskutieren und Herbert und mir gelingt es, dass wir uns an dem Trio vorbeimogeln. Wir müssen nicht an die Kasse, wir haben schließlich Schwimmmarken mit zig Besuchen gekauft. Die drei also debattieren mit der Kassiererin, denn das automatische Drehkreuz will deren frisch erworbenen Saisonkarten einfach nicht akzeptieren. No entry for old men.
Unsere Marken allerdings akzeptiert das Drehkreuz auch nicht. Das Display zeigt rot: Bitte wenden Sie sich an die Kasse. Also müssen wir zurück und uns hinter das Trio einordnen.
What the f…….!
Dort bekommen wir eine andere Marke ausgehändigt: „Die ersten fünfzig Besucher erhalten heute kostenlosen Eintritt“, klärt uns die Kassiererin auf und reicht uns die grünen Chips rüber. Wir freuen uns über dieses unverhoffte Geschenk und die Wertschätzung unseres frühen Aufstehens.
„Doch erster“, meint Herbert, als wir erneut zum Drehkreuz gehen. Aber da täuscht er sich. Im Wasser ziehen bereits einige Leute ihre Bahnen. Die müssen deutlich früher gekommen sein, da muss die Kasse auch schon geöffnet gewesen sein.
Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Föhn sei Dank

Zwei Besuche im Hallenbad, dann kehrt der Spätsommer noch einmal zurück… und ich in den Wiflinger Weiher. Föhn sei Dank kann ich bei zwischen 16° C und 19° C Wassertemperatur einige Runden drehen. Es ist einfach wunderschön. Noch einmal nehme ich meine kleine Unterwasserkamera mit und spiele mit ihr herum. Darum nicht viele Worte, lieber ein paar Bilder: Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Boys and Toys

Jungs und ihre Spielzeuge – Eine legendäre Kombination.
Warum erwähne ich das ausgerechnet heute?

Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen habe ich ein Spielzeug zurück bzw. die Erlaubnis, es wieder zu nutzen. Nachdem ich im August an einem Samstagnachmittag etwas sehr zackig durch eine mikroskopisch kleine und trotzdem geschlossene Ortschaft zum Schwimmen gefahren bin, durfte ich einen Monat lang überhaupt nicht mehr fahren. Das ist seit heute Geschichte, der Führerschein ist wieder da und mein erster Weg mit meinem viel zu lange in der Garage geparktem Spielzeug führt mich wohin?
Richtig: Zum Schwimmen.

Der zweite, dritte und vierte Grund: Seit vergangenem Donnerstag bin ich nicht nur glücklicher Neubesitzer zweier neuer, poppiger Badekappen auf Großbritannien sondern auch einer sehr handlichen Unterwasserkamera. Die Kappen wollen getragen, die Kamera will ausprobiert werden. Ich bin es meinem Blog und der Facebook-Gruppe, in der wir unsere Schwimmerlebenisse teilen, schuldig, mehr als immer wieder nur Bildchen vom Ufer auf das Wasser zu posten. Ab jetzt soll es auch Bilder aus dem Wasser heraus geben.
20141004_133318
Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Adria – die zweite

Nach Adria – die erste folgt konsequenterweise Adria – die zweite, also der zweite Teil meines kleinen Urlaubsrückblicks.

Nach einer knappen Woche am Mittelmeer, in der ich mich täglich in die Fluten werfe und meinen virtuellen Schwimmfreunden voller Stolz immer neue Schwimmzeiten und mehr oder weniger gelungene und bisweilen minderoriginelle Handy-Bilder zukommen lasse (siehe teilweise im ersten Teil) setze ich einen Tag aus und schreibe am darauffolgenden Tag eine etwas befremdliche Notiz, die ich mit einem weiteren Foto aus dem Schauaquarium des meeresbiologischen Instituts in Rovinj garniere:

adria2-53 Gründe, warum das Ründchen heute nicht mal ein Stündchen dauerte.

  1. Heute kühl und windig. Das Wasser kalt und wellig. Das allein ist natürlich kein Grund. Also:
  2. Aus dem meeresbiologischen Institut weiß ich, dass es in der Adria Muränen gibt. Foto aus den dortigen Schauaquarium unten. Ich mag die ganz und gar nicht. Ist auch kein Grund, sicher gibt es die nur woanders. Weiß ich selbst. Also:
  3. Gestern fühlten sich die Slivowitz alle noch richtig an. Heute wieder weniger.

Fazit 45min Schnatterschwimmen.

Bei der nachträglichen  Durchsicht meiner Facebook-Posts zum Adria Urlaub stoße ich auf diese Notiz: Quengelt da etwa einer? Hat da jemand keine Lust mehr, täglich eine Stunde oder mehr in der Adria zu schwimmen? Scheint fast so, oder? Ich werde rückfällig. Kein Blog ohne Mimimimi… und auch kein Urlaub. (Was Mimimi bedeutet, können sie hier nachlesen).
Ausreden, Dinge nicht zu tun, die man sich eigentlich vorgenommen hatte, gibt es viele. Und ich bin sicher nicht der Einzige, der im Suchen und (Er)finden selbiger gewisse Fähifkeiten entwickelt hat. Mittelmeer-Muränen finde ich dabei relativ originell. Von den Tieren, die ich absolut nicht mag, geht natürlich keinerlei Bedrohung aus. Das hat schon damit zu tun, dass es sie in der Schwimmbucht bei Medulin, in der ich mich weitgehend bewege, gar keine gibt. Und anders als in den üblichen Horrormärchen, in denen sich riesenschlangenlange und bärenstarke Muränen sich in Flossen oder Füße von Tauchern verbeißen und diese so fest halten, dass sie nicht mehr auftauchen können, sind Mittelmeer-Muränen relativ klein. Und trotz ihres nicht so sympathischen Äußeren hegen sie per se erst einmal keinerlei üble Absichten gegen irgendwen und planen schon gar keine Hinterhältigkeiten. Aber das ist egal. Ich habe Respekt vor Leuten, die wirklich gute Ausreden haben, und bemühe mich selbst und solche. Fadenscheinig dürfen sie sein, originell aber müssen sie sein. Und also versuche ich das auch…

Weiterlesen