Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Spazieren statt schwimmen gehen. Ein Besuch im Schwabener Moos

sempt06bDie Blogs anderer zu lesen heißt auch immer, Ideen aufzugreifen: Was oft bedeutet, dass ich mich gerne von anderen Bloggern auf Themen und Inhalte stoßen lasse, denen ich mich auch einmal annehmen könnte. Aber ich greife natürlich auch gerne Ideen auf, so zum Beispiel aus Ulrich Strelzings Blog Auf-denBerg.de. Der Iron Blogger schildert dort seine Anfang Januar absolvierte Winterwanderung zu den Semptquellen mit wunderschönen Bildern. Für den Markt Schwabener Strelzing (ja, ich schau auch gelegentlich in ein Impressum) ist das buchstäblich ein Homerun.
Sein Bericht war eine willkommene Inspiration, am vergangenen Wochenende einen Spaziergang zwischen Forstinning und Markt Schwaben zu machen. Denn das Schwabener Moos ist auch für uns gleich um’s Eck – und doch Terra incognita.
Aber das kann man ja ändern.
Gut, wenn man dann noch eine Kollegin hat, die ebenfalls aus der Region stammt und die man vorab noch befragen kann. Weiterlesen

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Ein Samstag auf dem Lande…

fremdgehen4Stadtmenschen lächeln gern mit einer Mischung aus einer gewissen Überheblichkeit und Mitleid, wenn ich abends auf Alkohol verzichte, weil ich ja noch mit dem Auto nach Hause fahren muss. „Ach, ja, Du wohnst ja im Outback“, kommentieren sie und fühlen sich so bevorteiligt, weil sie nur ein paar Stationen mit der U-Bahn oder dem Bus fahren müssen, bis sie daheim sind.
Nun sei ihnen der Luxus gegönnt, sich mit allerlei Gestalten in die Bahn zu zwängen und den Heimweg anzutreten. Jedem halt das seine.
Am Pfingstsamstag (Sie erinnern sich, einem der wenigen Sonnentage des Mai 2013) musste ich an so manches überlegene Grinsen der Städter denken. Am Spätnachmittag kam es über mich. Das Grillgut war aufgegessen, die Glut verloschen, ich hatte wie man so schön sagt Hummeln im Hintern. Ein bekanntes Problem: Gut gegessen, Bewegungsmangel, Trägheit… Dagegen kann man was tun. Und genau das ist passiert.
Keine zehn Minuten später bin ich umgezogen, die Trinkflasche ist gefüllt, Handy und Notfalltraubenzucker sind eingepackt und ich sitze auf dem Rad. Keine 250 Meter von unserer Haustür entfernt geht es in den Wald. Gut, dass ich nicht in der Stadt wohne. Es geht bergauf und bergab, kurvig, wahlweise auf gut ausgebauten Forstwegen oder engen Trampelpfaden. Das kühle, feuchte Grün umschließt mich. Ich bin allein und trete mein altes Bike. Wie ein wildgewordenes Kind rase ich durch Pfützen. Das Wasser spritzt mir an die Beine, der Matsch aufs Trikot. Ich saue mich ein, warum auch nicht… Wir haben Dusche und Waschmaschine. Ein Jogger, zwei Nordic-Walker, das ist alles, was ich an Menschen samstags gegen 17.00 Uhr in den Wäldern im südlichen Teil des Erdinger Landes treffe. Wir nicken uns en passant zu. Auf dem Land grüßt man sich. In der Stadt muss man sich wohl aneinander vorbeischieben.
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