Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Das Ende ist da… Mimimi

Kaum dreht man sich einmal um, ist der Sommer schon wieder vorbei. Im Lebensmittelhandel türmen sich Dominosteine, Lebkuchen, Spekulatius und Marzipan. Das ist das untrügliche Zeichen in Bayern, dass die Sommerferien zu Ende sind, spät, aber sie haben ja auch spät begonnen. Und mit dem Ende der Sommerferien naht auch das Ende der Freibadsaison – ein Bad nach dem anderen schließt. Überall das Gleiche: Schwimmblogger und Facebooker seufzen um die Wette, dass sie nun zurück in die Halle müssen. Ein guter Grund, sich anzuschließen…

Angesichts der aktuellen Witterung ist es keine Überraschung, dass die Betreiber heuer die Bäder keinen Tag länger geöffnet halten als ursprünglich geplant. Warum auch?
Witterungsmäßig herbstelt es so sehr, dass nur noch die Vereine und die wenigen hartgesottenen Badegäste, die bei jedem Wetter kommen, ihre Bahnen gezogen haben.  Eine Handvoll Leute. Wenn überhaupt.
Ich gestehe: Auch meine Motivation, mich ins Becken zu werfen hat bei 12°C merklich nachgelassen, selbst wenn das Wasser geheizt ist. Aber zum Abschluss will ich es noch einmal auskosten. Diese Woche noch zweimal durchs Drehkreuz. Einmal in Erding, einmal in Taufkirchen. Und leise Servus sagen… zum Abschied. Den beide Bäder schließen diese Woche, das Erdinger heute, das Taufkirchner am Sonntag. Weiterlesen

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Challenge 2017 (Teil 6): Am Ammersee – ein „Himmelfahrtskommando“

Doch noch – ich hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt. Bereits im vergangenen Jahr hatte ich mir vorgenommen, im Ammersee von A nach B zu schwimmen (wobei die Ortschaften A und B beliebig zu wählen waren), eine Aufgabe, die 2016 unerledigt blieb. Vielleicht lag es daran, dass ich mich auf Mitschwimmer verlassen hatte, die Interesse bekundet hatten, und insgeheim einzuplanen, dass damit die Logistik, zurück nach A zu kommen, geregelt hätte werden können.
Dem war nun nicht so, also musste ein Alternativplan her, der mich autark von anderen macht und dann eben die Ammersee-Schifffahrt mit einbindet. Der Plan war schnell gereift. Am Nordende in Stegen das Ausflugsboot zu besteigen, gleich darauf an dem nächsten Halt in Schondorf zu verlassen, den See von dort zu queren und dann am Ostufer von Buch am Ammersee zurück nach Stegen zu schwimmen. Ein Teilstück, das ich bereits 2015 geschwommen war.
Aufrufe in den Facebook-Gruppen Schwimmzone und Bist Du heute schon geschwommen sollten um Mitschwimmer werben, normalerweise bin ich eher der Einzelgänger, aber gerade solche Aktionen machen zu mehreren noch mehr Spaß.
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Der letzte schöne Sommertag…

„Na ja. Nett“, kommentiert Petra den vor ihr liegenden See und ich bin ein wenig enttäuscht. Vielleicht, so überlege ich im Geheimen, hätte ich ihr nicht so vorschwärmen sollen. Aber der Langbürgner See gehört nun mal zu meinen Topfavoriten, wenn es um Freiwasserschwimmen im Umkreis von einer Fahrstunde von meinem Daheim geht.  Im Mai war ich mit Herbert dort. Der aber schulter-schwächelt und hat auf Anraten seines Arztes das Schwimmen eine Weile eingestellt. Da kam mir Petras Vorschlag, am Dienstag schwimmen zu gehen, gerade Recht. Sie wolle in einem richtigen See schwimmen, und da kam mit der Gedanke, ihr diesen  wunderschönen See zu zeigen…
Und dann sagt sie „Nett“… Wo doch jeder weiß, dass Nett der kleine Bruder von Scheiße ist.
Das meint Petra allerdings nicht so und das weiß ich auch. Ihr fehlt, so erwähnt sie „eben der Blick auf den weiten See und die Berge im Hintergrund.“ lbse06
Wer so spricht, ist natürlich verwöhnt vom Tegernsee, wo Petra aufgewachsen ist. Aber kaum sind wir 600 Meter und damit aus der Bucht am Südende des Sees herausgeschwommen, revidiert sie ihre Meinung. Je länger wir im See schwimmen, umso mehr gefällt er ihr. Gut, dass sie nicht am ersten Urteil festhält und ihre anfängliche Skepsis mehr und mehr von der Schönheit des Eiszeitsees verdrängt wird. So leicht lässt sie sich eben nicht beeindrucken. Weiterlesen


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Boris ist auch so einer…

Boris?
Auch so einer?
Ja, auch so ein Held.
Wie Heinz. Dabei ist Boris eigentlich ein ganz anderer Typ. Ich habe keine Ahnung, ob Boris so heißt, aber ich unterstelle es ihm einfach mal – wenn nicht, und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dann kann ich es auch nicht ändern. Und ich will das auch gar nicht.
Was ich will, ist ganz einfach. Entspannen. Es ist wohl das letzte Sommerwochenende des Jahres. Nach einigen Runden im schon recht kühlen Wasser des Wörther Weihers habe ich mir ein eher ruhiges Sonnenplätzchen auf der Liegewiese gesucht. Der Nachmittag ist vorangeschritten, es leert sich bereits. Vor allem die Familien rücken ab. Die Eltern haben schnell eingesehen, dass es nicht mehr  möglich ist, sich entspannt in der Sonne grillen zu lassen, derweil der Nachwuchs vergnügt im Wasser planscht. Denn viel ist nicht mehr mit Getobe im Nass. Ein Vater lockt seine Söhne mit einem Ball ans Wasser. Zuwerfen will er spielen, aber die Jungs weigern sich. Ihnen ist das zu kalt. Memmen, so wie ich früher.
Zwar sind einige Leute im Wasser, auch Schwimmer, aber die bleiben nur kurz. Ich bin – wie fast immer – der Einzige im Neoprenanzug. Beim Anziehen am Ufer errege ich – wie auch fast immer – einige Aufmerksamkeit. Interessierte Blicke von Kindern, die ihre Eltern fragen, was der Mann da macht. Das kenne ich schon. Nochmal: Nein, ich geh nicht tauchen.
Es gibt das blöde Grinsen einiger Jugendlicher, die das entsetzlich uncool finden. Auch das kenne ich. Sie machen alle auf „harte Kerle“, die brauchen ja keinen Neo, die schwimmen noch unterm Eis nur in ihren Surfshorts. Klar. Aber jetzt liegen sie in der Sonne, das ist nicht gerade eine sportliche Herausforderung.
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