Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


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Blogparade: ‚Als ich zehn war‘: Große Klappe, nichts dahinter

alsichzehnwar-logoIn meinem „Hauptblog“ veranstalte ich zur Zeit eine Blogparade unter dem Titel „Als ich zehn war“.
Worum es geht, lesen Sie hier, wer bereits mitgemacht und etwas veröffentlicht hat, finden Sie hier.

Ehrensache, dass ich in meinen eigenen Blogs an meiner eigenen Blogparade teilnehme. Hier also zweite Beitrag, nachdem im Zwetschgenmannblog bereits einer erschienen ist. Übrigens: Sollte ich jemals auf die Idee kommen, aus diesem Blog ein Buch übers Schwimmen, also über mein Schwimmen, zu veröffentlichen, dann muss ich natürlich auch einen Blick zurück in graue Vorzeiten werfen… in die Zeit, in der ich nur ungern schwimmen gegangen bin. Damals, als ich zehn war.

Nicht, dass ich als Kind besonders wasserscheu gewesen wäre… Ich konnte halt nur nicht schwimmen. Lange nicht. Und außerdem war das Wasser im Hohenlimburger Hallenbad, von dem hier bereits die Rede war, viel zu kalt, da drückte ich mich lieber unter der Dusche oder auf der gewärmten Bank herum. Kommen wir aber zu der Episode, die es zu erzählen gilt und die dereinst vielleicht in einem Buch stehen wird:

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Weil wir es eben können!

Die Wetter-Apps melden einhellig eine Regenfront. Der Wetterbericht in den Fernsehnachrichten hingegen verheißt zumindest trockenen Himmel und vielleicht sogar ein wenig Sonnenschein. Das reicht. Wer glaubt schon Apps…
19°C sagt das Thermometer an der Hauswand, in der Sonne sind es vielleicht ein paar Grad mehr. Das Wasser bringt es zumindest direkt am Ufer auf die gleiche Temperatur. Ich zweifle ein wenig daran, ob das Badethermometer die Wahrheit sagt. Bekannterweise neigen Kiesgruben dazu, besonders kalt zu sein, es fehlt eben der breite, flache Bereiche, in dem sich das Wasser schnell aufwärmen kann. Außerdem fühlt sich das Wasser sich entschieden kälter an als ich die Füße hinein setze. Ich zögere. Mimimi…wal00
„Mann ist das kalt“, jammere ich ein wenig und denke an den Kälteschock, der mir gleich in die Glieder fahren wird, spätestens dann, wenn ich mich nach vorne fallen lassen und losschwimmen muss.
Herbert grinst nur.
„Wollen wir das wirklich?“ frage ich, obwohl ich weiß, dass es sowieso kein Zurück gibt.
„Klar!“ antwortet er, was keinen Widerspruch duldet. Ich versuche es trotzdem.
„Warum machen wir das eigentlich?“
Die Frage erinnert mich  an einen MAD-Cartoon aus den 70ern, in dem ein Bergsteiger seinen Begleiter fortwährend damit löchert, warum sie eigentlich auf den Berg hinauf klettern.
„Weil er eben nun mal da ist!“ antwortet der andere zunächst stoisch und dann immer gereizter.
Eine ähnliche Antwort erwarte ich von Herbert. „Weil wir die Kiesi nun mal direkt vor der Haustür haben…“ oder so.
Aber Herbert antwortet viel klüger:
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Vielleicht bin ich nicht mal gut… aber ein Mensch (Blogger für Flüchtlinge #1)

Instagram-bloggerfuerfluchtlinge-300x300Nein… das hier ist kein politisches Blog. Auch keines, das sich um gesellschaftskritische oder -relevante Themen kümmert.
Hier geht es nur um den Spaß am Sport, am Schwimmen. Um meinen Spaß. Aber das Leben besteht eben nicht nur aus Schwimmen – und auch nicht nur aus Spaß.
Lange habe ich gezögert, bei der Aktion Blogger für Flüchtlinge mitzumachen
Was soll ich hier den Lesern, die sich möglicherweise für Geschichten und Geschichtchen rings um’s Schwimmen in Frei- und Hallenbädern, Seen, Weihern und im Meer interessieren, groß über Flüchtlinge erzählen? Das Thema ist komplex, zu komplex. Selbst Teilaspekte werden dem nicht gerecht.
Was ich angesichts der Bilder in den Medien empfinde, angesichts der Hassposts, die ich auf Facebook lese und regelmäßig melde, empfinde, ist kaum mehr ausdrückbar, ohne selbst zum Hassprediger zu werden.
Hin und wieder habe ich klare, bisweilen zornige Worte in dem Blog Czyslansky gefunden: Sei es in einem offenen Brief an den polnischstämmigen Josef Bryla, der – obwohl selbst Wirtschaftsmigrant – Flüchtlinge als solche diffamiert, sei es, wenn Facebook wieder einmal nicht einsieht, dass bestimmte Beiträge die Gemeinschaftsstandards der wirklichen Welt verletzen, aber die der Plattform nicht… oder eben, wenn mittlerweile eine Welle der Entlassungen nach Hassposts durch die deutsche Wirtschaft rollt.
Das sollte klar machen, was ich zu dem Thema denke und einen hoffentlich kleinen Beitrag zur Stimmungmache für #RefugeesWelcome leisten.

Und jetzt doch noch was im Schwimmblog?
Was schreiben?
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3… 2… 1… und dann alles meins

„Ich geh dann mal“, verabschiedet sich Frank. „Mit wird kalt, ich muss ins Warme.“
„Und ich muss sehen, dass ich ins Wasser komme“, erwidere ich. „Bevor es zu voll wird!“
Das ist maßlos übertrieben, denn es sind am heutigen Sonntag, dem vorletzten Wochenende an dem das Erdinger Freibad geöffnet hat, gerade mal zwei Personen im Wasser: Auf Bahn 1 krault einer unermüdlich, auf Bahn 6 marschiert eine ältere Frau mit einem auf den Rücken geschnallten Schaumstoffstabilisator energisch hin und her.
Wir wären dann also drei.
Überrascht bin ich nicht. Schon vor Wochen hatte mir Frank, der Schwimmmeister gesagt, dass während des Erdinger Herbstfestes erfahrungsgemäß gähnende Leere herrscht. Die Leute ziehen halt das Bierzelt, die Wilde Maus, die Schießbude und den BRK-Glückshafen dem Freibad vor.
„Und die, die schwimmen wollen, kommen zumindest am Wochenende sowieso kaum auf den Parkplatz.“ Rings um das Freibad, das direkt neben dem Festplatz liegt, herrscht verkehrstechnischer Ausnahmezustand. Die Blechlawine der trachtenrragenden Landkreisbewohner schiebt sich auf die Wiese hinter der Eissporthalle, eine Chance, einen Parkplatz vor dem Schwimmbad zu ergattern ist ungefähr genauso groß wie eine freie Bahn an einem Samstag Nachmittag bei 34°C und strahlendem Sonnenschein.
Was soll’s… park ich halt bei Aldi auf dem Kundenparkplatz, es ist Sonntag, Herrn Albrecht wird’s schon nicht stören. Und dann marschiere ich im Strom der Dirndl und Lederhosn zum Festplatz. Auf die Idee mit dem Aldi bin nicht nur ich gekommen.
Den Vormittag hat es aus Kübeln geschüttet, zwar klart es auf, „aber 7 Grad heute morgen, ich glaub ich spinn…“ kommentiert Frank.
„Wird Zeit, die Schneeschaufel herauszuholen“, grinse ich und er meint, er wolle dann mal die Winterreifen aufziehen lassen. Ente00
Noch bevor ich aber ins Wasser steige frage ich Frank, wie viel Liter das Schwimmerbecken eigentlich fasst. Weiterlesen


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Wieder ein perfekter Augenblick

2014-07-23 21.01.26Manchmal ist es diese eine Stunde nach der Arbeit:

Die Ruhe, in der man alles hinter sich lässt; die Einsamkeit, weil niemand da ist.

Die Sonne, die sich doch noch mal sehen lässt, den Himmel in sanfte Farben taucht…

Das Wasser, das nach dem Regen wunderbar weich ist, nicht zu kalt und nicht zu warm. Es trägt einen, als könne man darin niemals untergehen. Wenn man versinkt, dann nur in sich selbst: In seinen Gedanken, die immer leichter werden. In seiner Mitte.

Der Himmel, der dem Wasser die Hand reicht, das gegenüberliegende Ufer, das man erreichen will,verschwimmen lässt. Himmel und Wasser werden zu einer Einheit. Wolken ziehen über einen dahin.

Eintauchen ins Wasser, sich umschließen lassen, sich tragen lassen. Schwimmen. Zug um Zug. Entspannt. Es ist völlig egal, ob man schnell oder langsam schwimmt, kraftvoll oder gemütlich, weit oder nicht. Es geht nicht mehr um Sport. Nur um den Augenblick.

Der schönste Moment des Tages. Selten genug.

 

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Hin und wieder darf ich so etwas erleben und genießen. Ihr kennt das auch, oder?


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Revierwechsel

 

Der Sommer ist vorbei und damit ist wohl auch die Freiwassersaison um. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich dieses Jahr noch mal die Gelegenheit habe, ins Open Water zu steigen. 16 °C Wassertemperatur sind jetzt nicht unbedingt das, was ich als Freizeitschwimmer mit Spaß an der Freude als besonders erquicklich bezeichnen würde – trotz Neoprenanzug, und vor allem trotz eines neuen, den ich gerade erst gekauft und noch nicht einmal ausprobiert habe.  Zudem wird es mittlerweile abends so früh dunkel, dass meine geliebte Feierabendrunde im Weiher nicht mehr „drin“ ist. Und die Wochenenden sind momentan gesteckt voll mit Verabredungen. Also verabschiede ich mich ein wenig betrübt von der sehr kurzen, aber sehr intensiven Sommersaison 2013.
neo1Spät fing sie an, das Frühjahr und der Frühsommer boten nicht unbedingt schwimmfreundliche Witterungsverhältnisse. Dann kam das Hochwasser, das meinen bevorzugten Weiher erst mal für längere Zeit unbeschwimmbar machte.  Also blieb nur die Halle. So dramatisch war das nicht, es gab ja die Schwimmhalle in Markt Schwaben.
Gab?
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Augen zu und durch

Jedes Ding hat seine zwei Seiten. Das wissen Sie. Warum ich Sie trotzdem mit dieser Binsenweisheit langweile?
Ich wäge gerade ab, ob Freiwasserschwimmen oder Hallenbadschwimmen die schöneren Schwimmerlebnisse und besseren Voraussetzungen bietet. Natürlich ist es, was den Trainingseffekt angeht, das Hallenbad. Hier weiß man metergenau, wie viel Strecke man in welcher Zeit zurückgelegt hat. Im Weiher ist eine Runde immer nur ein ungefährer Wert, will man nicht mit Triathlon-Bordcomputer-Blackbox ausgestattet unterwegs sein.
Im Hallenbad kann man sich wunderbar an den dunklen Kacheln und dem Grund orientieren, um seinen Weg zu machen. Im Weiher geht das auch nicht. Algen und Schwebstoffe legen einen gelblich-braun-grünen Schleier vor die Schwimmbrille. Man sieht einige wenige Zentimeter weit, dann wird alles trüb. Das ist vielleicht auch besser so. Ich möchte gar nicht wissen, ob auf dem Grund alte Autoreifen, Kinderwagengestelle, angeblich geklaute Mofas und sonstiges versenkt wurden. Vielleicht möchte ich auch gar nicht so genau wissen, mit welchem Viehzeugs ich das Weiherwasser teile und noch viel weniger, was die gerade dadrin machen. Nicht ganz ohne Grund formulierte einst William Claude Dukenfield alias W.C. Fields  I don’t drink water. Fish fuck in it.
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Wasser – mehr als nur Schwimmbadfüllung

Hartnäckig hält sich die Behauptung, erwachsene Menschen müssten täglich zwei bis drei Liter Wasser zu sich nehmen, je nach Körpergewicht – und das täglich.

Viele Online-Gesundheitsratgeber beschäftigen sich mit dieser Frage, geben Tipps und Hilfestellung, wie ein normaler Büromensch diese Massen an Flüssigkeit in sich hinein bringt. Wassertrinken kann man lernen propagiert der esoterisch durchtränkte Lichtkreis. Und das Feine: Wasser hat ein Gedächtnis und das kannst du für dich nutzen. Wasser kann Schwingungen und Informationen aufnehmen und diese speichern. Dies können Schwingungen von Materialien wie z.B. Edelsteinen sein, aber auch Schwingungen geistiger Natur. Wird solch ein informiertes und energetisiertes Wasser getrunken, können diese Schwingungen direkt in unseren Körper und somit auch in jede Zelle, aufgenommen werden. So erklärt es der Betreiber der Seiten. Und damit steht der Lichtkreis nicht etwa allein da, doch davon später…
Auch Plattformen, die sich in erster Linie dem erfolgreichen Abnehmen verschrieben haben, wie Gesunde Pfunde geben umfangreiche Ratschläge zum gleichen Thema. Wasser rein, Fett raus, Pfunde runter. Eine wunderbare Formel, die es mir besonders angetan hat.

Wasser, edles… aber zuviel davon. Foto: L.Prauser

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