Irgendwie ein Wassermann

Einfach nur Baden gehen ist keine Alternative, da geht viel mehr…


2 Kommentare

Immer feste drauf – ich brauch das

Fast schon verschwenderisch, wie der Oktober es in diesem Jahr krachen lässt. Mit bis zu 24°C kam er schon wieder an den Sommer heran, zumindest aber den Spätsommer. In den vergangenen Tagen zog es mich immer wieder in den Weiher oder zum Spazierengehen in die Berge. Zwar sind die Nächte kühl und das Wasser bring es kaum mehr auf Temperaturen über 12° bis 13°, aber für ein Ründchen oder Stündchen im Weiher langt es schon noch. Nach mehreren Ausflügen ins herbstliche Freiwasser kostet es mich nicht mal mehr Überwindung, mich vom Steg aus ins Wasser fallen zu lassen, im Neoprenanzug, mit zwei Silikonkappen und einer das halbe Gesicht abdeckenden Brille, lässt es sich gut aushalten.
Ich weiß, viele schwimmen ohne das alles im See, auch hier im Weiher habe ich am Wochenende einige Menschen schwimmen gesehen – nur in Badegarderobe. Ich finde das bewundernswert, meine Sachte ist das nicht. Ich pelle mich lieber in den Neoprenanzug, aber dann bin ich ein gutes Stück länger drinnen. Ich schwimme, lieber 50 Minuten mit Anzug als 15 Minuten ohne. Das Für und Wider zu erörtern, wie es bisweilen in den sozialen Netzwerken passiert, finde ich spätestens dann enervierend, wenn die Ohne-Schwimmer die Mit-Schwimmer zu überreden versuchen, ihnen es gleich zu tun, weil nur das ihrer Meinung nach das einzig Wahre ist. Für mich gilt: Jeder soll nach seiner Fasson selig werden, da bin ich ganz preußisch.

Weiterlesen

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Freitag der 13. – Frust und Lust

Natürlich wäre es ein Akt jener sprichwörtlich gewordenen selffullfilling prophecy, würde man davon sprechen, dass am Freitag, dem 13, alles schief läuft. Und wenn schon nicht alles, dann wenigstens etwas. Aber eigentlich ist (zumindest bisher) heute nichts schief gelaufen. Zumindest bei mir nicht. Zugegeben, meine Frustrationstoleranz ist zur Zeit nicht besonders groß, vieles hat nicht so geklappt, wie gedacht. Manches hat unsagbar lange aufgehalten (Stichwort: Steuererklärung), und dann kündigt man großspurig an, dass man Anspruch auf Spind 157 erhebt, nur damit am nächsten Tag im Hallenbad irgendein Typ auf der Brennsuppn daher geschwommen kommt, sich den Spind kapert und dann zum Planschen, Brüsteln, Liegeplattliegen oder sonst einem unsinnigen Tun in die Halle geht.
Mit schöner Regelmäßigkeit veröffentlichen andere Schwimmer, dass sie noch immer in Seen und Weihern unterwegs sind, einige sogar nur in Badebekleidung – also nicht mal im Neo. Nur ich, ich bekomm es nicht auf die Reihe.
Da soll man nicht frustriert sein….
Weiterlesen


3 Kommentare

Schichtwechsel

Es ist kurz vor 18 Uhr. Unschlüssig stehe ich am Ufer des Wörther Weihers.
Soll ich – oder soll ich nicht.
Als ob die Entscheidung von mir abhänge würde.

Genauso unentschlossen wie ich zeigt sich der Himmel. Kommt das Gewitter nun oder zieht es weiter?
Irgendwann ist meine Geduld zu Ende. Wenn sich das Gewitter nicht in fünf Minuten verbindlich äußert, gehe ich ins Wasser.
Schließlich: Noch immer sind Familien auf der Liegewiese, Kinder spielen am Ufer, am Kiosk sitzen Menschen und trinken ein Feierabendbier. Von vorgewitterlicher Aufbruchstimmung ist keine Spur zu merken.
Nach Ablauf des Ultimatums lugt die Sonne hervor.
Na bitte – geht doch.
Zwei Frauen kommen – offensichtlich auch schwimmbegierig. Das ist gut. Die können mir, wenn ich mich etwas beeile, gleich den Neoprenanzug schließen.
Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Ein Hecht, ein toller

… und schon geht sie wieder los, die Freiwassersaison. Endlich. Die erste Runde absolviere ich nach Feierabend im Wörther Weiher. Das hat gute Tradition, das ist eine Art Homerun. Obwohl ich einige Schwimmer im Wasser sehe, die gemütlich einen Kreis ziehen, und obwohl ich im Netz von anderen gelesen habe, dass sie mittlerweile ohne Neoprenanzug ins Wasser steigen, entscheide ich mich für die Pelle. Zum einen sind die anderen Weiher kein Maßstab – vor allem, weil sie vermutlich wesentlich kürzer als ich im Wasser verweilen. Zum anderen können die, die ohne Pelle längere Strecken schwimmen wollen, das gerne tun.
Ich muss das nicht haben.
Nach etwa 2.000 Metern wird mir an Händen und Füßen das Wasser doch langsam zu frisch, die Sonne verschwindet hinter den Bäumen, mir reicht’s.
Gelohnt hat es allemal, ich ärgere mich wieder einmal, dass ich überhaupt einem Gedanken Raum gegeben habe, statt zum Weiher zum Freibad zu fahren – bei dem Wetter…
Ich schwimme zurück zu der Stelle, an der ich meine Sachen am Ufer deponiert habe und hole meine kleine Unterwasserkamera. Nicht zuletzt, um in den einschlägigen Facebookgruppen Vollzug melden zu können, dass ich heute wieder geschwommen bin und das Ganze mit einem topaktuellen Bild garnieren kann, muss ich ein paar Selfies machen. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Challenge 25 – Mein Abschluss-Ranking

image KopieGeschafft. 25 Seen und Weiher habe ich den Sommer über besucht.
Und nun?
Ein Ranking.
Internetbenutzer lieben das – Suchmaschinen auch. Meine liebsten Bücher, CDs, meine schönsten Urlaubsorte… was kann man nicht alles in eine Rangordnung bringen?
Da wäre es töricht, das nicht auch zu machen und so ein paar Leser herzulocken. Wer weiß… vielleicht googelt ja einer nach den schönsten Badeseen in und um München und findet meine Seite.

Es sind alles sehr subjektive Schwimmeindrücke, keine Bewertungen der Gewässer und schon gar keine Beurteilungen über Schwimm- und Wasserqualitäten, die für dieses Ranking ausschlaggebend waren. Oder ganz einfach: Wo hat es mir bei den über 60 Kilometern, die ich geschwommen bin, nun am besten gefallen und wo muss ich nicht noch mal hin?stau02
Fair ist das nicht, da ich einige Gewässer ich schon sehr oft vorher besucht habe, andere nur dieses eine Mal. Mal war ich der Einzige, mal war es gesteckt voll. Mal habe ich mich von der Natur faszinieren lassen, mal bin ich von Menschen eher abgeschreckt worden. Mal war das Wasser arschkalt, mal badewannenwarm, mal ist es zu trübe, mal roch es nach Moder, mal nach Pommes frites. Mal wusste ich etwas über das Gewässer, mal nicht, mal hatte ich auch Vorurteile, mal war ich neugierig. Mal brannte ich vor Lust, mal hatte ich wenig Motivation ins Wasser zu steigen, mal mochte ich es, über Wasserpflanzen hinweg zu schwimmen, mal war ich davon genervt, zwischen den Teichrosen zu landen. Mal teilte ich das Wasser mit Enten, mal mit Gänsen, mal mit Blässhühnern. Und hin und wieder fischelte es unter mir.
Schließlich: Das Wettkampfschwimmen im Simssee lässt sich kaum noch mit anderem Schwimmen vergleichen, geschweige denn, dass ich auch nur einen Hauch vom See selbst mitbekommen habe,
Das alles fließt in mein persönliches Ranking mit ein. Es hilft nichts. Hier also das Ranking zu meiner Challenge 25. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Challenge 25/1 (Wörther Weiher): Ich bin kein Froschmann!

image KopieErwähnte ich es schon?
Ich bin kein Taucher, also auch kein Froschmann. Das hindert allerdings Kinder nicht daran, einen Schwimmneoprenanzug als Taucheranzug zu bezeichnen. Das Thema hatten wir bereits. Auch Eltern kennen sich in den Nuancen selten aus, wie ich heute erst wieder bemerkt habe: Als nach etwa 3.000 Metern Schwimm in der Sonne sitze, den Neoprenanzug, die Badekappe, die Schwimmbrille und die Paddle zum Trocknen ausgebreitet habe, meinen zwei Kinder zu ihrer Mutter: „Uii Mamma, guck mal, ein kompletter Taucheranzug.“
Die Mutter nickt ergriffen, was will man von einer Frau erwarten, die ihren Kindern, wenn sie mit einem Scooter/Roller unterwegs sind, nicht nur Fahrradhelme aufsetzt sondern ihnen auch Warnwesten anzieht? Na gut, wenn die Leute meinen…

Viel ist nicht los im Wasser des Wörther Weihers, ein paar Schwimmer probieren ein paar kurze Strecken, Kinder jagen Kaulquappen, ein paar Wasserwachtler, probieren ihr Boot aus, ein paar sind im Neoprenanzug im Wasser und suchen den Weihergrund nach einer versenkten Brille ab. Auch auf der Liegewiese geht es eher moderat zu.ch25-1-1
Weiterlesen